Aus der Kategorie: Und darum, liebe Kinder, reinigen wir Motorräder nicht mit Hochdruckreinigern!

Oktober 2017: Es lief mir eine 999 SBK Schwinge mit Achse für einen gerade so dreistelligen Betrag über den Weg an der ich, wissen für wieviel die Dinger so gehandelt werden, nicht vorbei konnte. Wenn ich mich recht erinnere stand in der Anzeige etwas von “Lager kaputt”, fair enough. Damals wollte ich einfach unbedingt ausprobieren ob die schönere SBK Schwinge in den Admiral passt. Passt sie nicht, der Unterzug braucht Platz wo der untere Auspuff unter kommt.

Fast Forward August 2021: Die Schwinge liegt seit Jahren im Regal, irgendwann Anfang des Jahres hatte ich mal einen frischen Lagersatz erstanden. Es stand ein Abend in der Werkstatt an ohne einen genauen Plan für irgendeine Aktivität zu haben und da fiel mein Blick wieder mal auf die Schwinge.

Also griff ich zu einem passenden Abzieher, auch bekannt als Gewindestange und passende Schraub-Nüsse, sowie Heißluftpistole, Kriechöl und Kältespray. Der Lagerkram war dann relativ schnell draussen und gibt eine hervorragendes Lehrstück darüber ab, was man mit Hochdruckreinigern an Motorrädern an Schaden anrichten kann!

Die Kugellager in der rechten Schwingenlagerung, von der Innenseite gesehen, sehen aus als ob sie aus einem U-Boot stammen! Gedreht hat sich keines der beiden mehr. Ich hab jetzt verzichtet die Lager zu öffnen, man kann sich vorstellen was da drin los sein muss. Die mittlere Hülse hatte ich da schon grob abgeschwischt.

Ein Blick in den Lagersitz der Kugellager gibt eine weitere Vorstellung davon. Wunderbarer Schmodder! Nach dem ordentlichen durch putzen sieht es dort wieder wunderbar aus.

Die Nadellager auf der Kettenseite bewegen sich keinen Millimeter mehr. Die Pampe aus Rost, Staub, Abrieb und wasauchimmer hat die Lager komplett festgehen lassen.

Die Leidtragenden waren in diesem Fall die Buchsen die in diesen Lagern sitzen. Ein Hinweis darauf, das dieser Zustand nicht nachträglich entstanden oder ein Standschaden ist, sondern im Betrieb schon so furchtbar gewesen sein muss. Eine Buchse (links) hat heftiges Pitting bei dem man nicht mal den Fingernagel braucht um es zu spüren. Die rechte Buchse.. nein das ist kein Dreck, die Oberfläche ist so! Hab auch erst versucht das mit einem Lappen runter zu putzen, dann mit Messingbürste und dann hab ich mal die Brille aufgesetzt. Krass.

Anschliessend hab ich noch den Kettenschutz entfernt und dabei riss natürlich noch die letzte der Schrauben ab weil schön fest korrodiert. Zum Glück nichts was ein Bohrer und ein Gewindeschneider nicht hätten richten können.

Jetzt braucht es eigentlich nur noch einen Satz Simmerringe für die Nadellagerseite und ein paar neue okaye gebrauchte Buchsen, denn neu kosten die an die 30 EUR das Stück. Da es für die Schwinge akut eh keine direkte Verwendung dafür gibt, darf das ruhig noch ein bisschen dauern. Die Schwinge hat ja ihren Platz im Regal. ;)

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Ich hab hier eine PR15 Kupplungspumpe liegen (bekannt aus Rundfunk, Fernsehen, 999, Monster, Diavel und wie sie alle heissen) die ich vor ein paar Jahren vom Mopped genommen habe weil sie sich irgendwie komisch verhielt. Also hab ich die Pumpe jetzt mal zerlegt und geschaut was das Problem ist. Stellt sich raus, die war innen komplett vermoddert und der Rücklauf vom Ausgleichsbehälter war verstopft. Bremsenreiniger, Draht und Druckluft halfen da wieder Freigang zu schaffen.

Nun wollte ich natürlich den alten Kolben (hat schon ein bisschen Abrieb) und Gummis nicht wieder dort reinwürgen, sondern habe nach einem Rep-Kit Ausschau gehalten, damals las man immer “PR15 Kupplungspumpe, gibt es keine Reparaturkits! Ducati hat da keine Freigabe für gegeben” etc.pp., es gibt auch ein paar Hinweise auf Kits von KTM, die passen aber wohl nicht weil der Kolbendurchmesser ein anderer ist (13 vs. 15mm oder so).

Dann bin ich doch fündig geworden, unter der Nummer 61041991A gibt es von Brembo inzwischen den Kolben nebst Gummi, Staubkappe und Seeger-Ring (braucht man nicht) zu kaufen. Fündig bin ich bei Stein-Dinse geworden. Am Nachmittag bestellt, ein Tag drauf bimmelt der DHL Mann und drückt mir das Paket in die Hand. Krass.

So weit, so gut. Ich hab es natürlich nicht lassen können und den Kram gleich ausgepackt, dabei sind Brembo üblich Montageflüssigkeit und Fett, leider keine Feder, aber auch etwas was ich mir nicht erklären kann wozu es da ist und auch die mitgelieferte Brembo typische DIN-A3 große, in Schriftgröße 2 bedruckte, nicht besonders hilfreiche Montageanleitung sich ausschweigt. Zumal die abgebildete Pumpe nichts mit der PR15 zu tun hat.

Ich präsentiere, ein grüner Schnipsegummi!?

Ein freundlichen Hinweis aus dem ducati1 Forum wies mich dann auf den Produktbeschreibung bei einem anderen Verkäufer hin, dort steht “elastic band for testing purposes”. WTF?!

In der Werkstatt machte ich mich dann ans zusammen bauen. Schön die Gummis am Kolben mit Montagflüssigkeit vollsauen und dann rein ins Pumpengehäuse. Gummitülle drauf, fertig. Einen Flüssigkeitsbehälter hatte ich noch rumfliegen, einen Halter dafür hab ich aus ein bisschen Schweißdraht aus Edelstahl gebogen und den Behälter per Tygon-Schlauch mit der Pumpe verbunden. It’s Racing Baby!

Das Entlüften ging dann relativ einfach, auch ohne die grünen Schnipsegummi, und schon hat Krümel wieder eine funktionierende frische Kupplungspumpe. Hurray!

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Schon eine ganze Weile überlege ich am Admiral einen Kurzhubgasgriff zu verbauen. Der Vorteil von so einem ist, dass man zum anlegen von Vollgas nicht die Hand so weit um den Gasgriff wickeln muss. Erreicht wird das durch einen größeren Radius über welchen der Gaszug im Griff gespannt wird. Je größer der Radius ist, desto mehr Zug wickelt sich pro Grad der Drehung auf. Für die gleiche Menge Gas, wird also weniger Weg benötigt.

Jetzt hatte ich mich entschlossen die Investition zu wagen und habe mir einen Domino XM2 inkl. einem Satz universaler Bowdenzüge bestellt, welche man dann entsprechend für sein Motorrad anpassen muss.

Der Admiral hat nur einen Öffnerzug, das Rückstellen der Drosselklappen wird ausschliesslich mit Hilfe einer Feder in der Einspritzbrücke realisiert. Oft haben Motorräder aber zwei Züge, einen zum öffnen und einen zum schliessen. Krümel zB. bedient so die Drosselklappen im Vergaser, auch wenn dort natürlich auch eine Feder eingebaut ist welche die Klappen automagisch zurück stellt wenn man den Gasgriff los lässt.

Beim XM2 ist das egal, dort kann man sowohl nur einen als auch zwei Züge verbauen. Mit dazu gibt es drei Scheiben die einen unterschiedlichen Radius haben um damit verschiedene Profile für den Gasgriff zu ermöglichen. Grün ist normal, Rot ist progressiv und Weiß ist Racing. Ich machte mich also daran erstmal den Gasgriff am Admiral zu demontieren, was sehr simpel geht. Als ich dann mal den Gasgriff neben den XM2 legte, bzw. die Scheiben, musste ich feststellen das der Gasgriff am Admiral einen viel viel größeren Radius besitzt als sogar die weiße Scheibe des XM2. Nanu, das bringt ja dann gar nichts!?

Scheinbar verbaut Ducati an den 2-Ventil und 916 Gasgriffen schon einen Gasgriff (der wohl auch von Domino kommt) welchen man durch den XM2 eher weniger kurzhubig machen würde. Enttäuschung macht sich breit. Na gut, aber ich habe ja noch ein Motorrad bei dem ein Kurzhubgasgriff bestimmt auch fein wäre. Also zerlegte ich den zweizügigen Gasgriff von Krümel, was nicht ganz so simpel ist wie beim Admiral.

Auch hier hielt ich die Rampe vom Griff mal neben den XM2 und es machte sich wieder Enttäuschung breit. Der Radius von Krümel entspricht exakt der weißen Scheibe vom XM2. Hier ist also keinerlei “Verbesserung” zu erwarten. Interessant.

Mit einem Kurzhubgasgriff an meinen beiden Rennmopeds sieht es also eher schlecht aus, da ist nichts zu holen. Mal den Gasgriff von Axels Duke 990 daneben gehalten, dort würde er was bringen. Braucht er aber dort auch nicht. Es bleibt am Ende also nur ein Satz mit zwei X, Domino XM2 war wohl nix.

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Damals beim Schrauberkurs den Used Italien Parts veranstaltet hatte, sind so ein paar relativ schöne Kettenspanner aus dem Hause Rizoma in meinen Besitz übergegangen. Leider waren keine Einstellschrauben dabei und das Gewinde in den Spannern ist ein M10x1 Feingewinde.
Da ich sonst nichts hatte, habe ich einfach passende Schrauben und Muttern bestellt und diese benutzt. Das funktioniert an sich relativ gut, nur das einstellen der Kettenspannung ist sehr umständlich, denn man kommt mit dem Maulschlüssel nicht an den Kopf der Schraube.

So oft musste ich jetzt die Spannung noch nicht nachstellen, so ein Rennmotorrad fährt ja nicht besonders viele Kilometer. Allerdings habe ich jetzt endlich mal auf eine längere Kette umgerüstet um das Hinterrad so weit es irgendwie geht nach hinten zu schieben. Das soll im Zusammenspiel mit der Offset-Kabelbrücke für noch mehr Kurvenstabilität sorgen. Lang läuft! ;)

Jetzt war also wieder die Kettenspannung einzustellen und da nervten mich die doofen Schrauben. Da die Werkstatt ja inzwischen im Besitz einer Drehbank ist, lag es also nahe sich einfach selbst passende Schrauben aus Alu zu drehen!

Also wurde ein Schneideisen für M10x1 bestellt, ein Schneideisenhalterset was man auch auf der Drehbank benutzen kann und natürlich Alu-Rundmaterial.

Als Vorlage dienten grob die Verstellschrauben der originalen Kettenspanner. Also ein Gewindeschaft mit einem Rundstück am Ende in dem Löcher sind die man mit einem Schraubendreher oder ähnlichem drehen kann.

Als erstes habe ich die Löcher gebohrt, so ein komplettes Stück Runmaterial macht sich beim bearbeiten in der Standbohrmaschine irgendwie immer besser. Danach wurde der Rohling für den Gewindeschaft abgedreht auf das passende Außenmaß zum schneiden eines M10x1 Gewinde.
Das dauerte eine ganze Weile, der Durchmesser des Rundmatierals war 30mm, diesen Umfang sollte das Rundstück mit den Löchern am Ende ca. haben. Es mussten also ca. 20mm Umfang abgedreht werden, was eine ganze Menge lustiges Alu-Lametta produziert!

Wenn der Rohling dann fertig ist, kann man das Gewinde schneiden. Dazu macht sich das Set zum halten des Schneideisens in der Drehbank sehr gut, denn man bekommt das Schneideisen genau 90° auf den Schaft. Man könnte auch mit der Drehbank selbst ein Gewinde schneiden, aber das muss ich erst noch ausprobieren.. an einem Werkstück das nicht soviel Aufwand war.

Danach alles noch ein bisschen hübsch machen und man hat eine prima Schraube! Dann darf man das ganze noch mal machen, denn man braucht ja zwei!
Das ganze hat sich über mehrere Tage gezogen, so ist das wenn man nur mal hier ein bisschen Zeit und dort ein bisschen Zeit hat.

Jetzt kann man aber prima die Kettenspannung ganz genau einstellen und vor allem auch die Kettenflucht! Statt der Kontermutter könnte man auch noch eine Scheibe aus Alu mit Löchern drehen.. aber die Zeit..

Achja, zwischendrin hab ich die Drehbank noch mit digitalen Vorschubanzeigen für den Kreuztisch ausgestattet, das macht das drehen der zweiten Schraube deutlich einfacher!

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Heute kam ein Paket mit Fahrwerksteilen von Öhlins am Sachsenring bzw. RaceSpare bei mir an. Ersteres ist der Fahrwerksservice von Steve Jenkner, letzteres der Shop dazu.
Ich hatte ja beim Lausitzring Termin mein Fahrwerk von Steve begutachten und einstellen lassen. Wie 2015 schon bei der Monster 1100 EVO. Ich bin von Steves Wissen bzgl. Fahrwerk doch schwer angetan!

Er und ich kamen beide unabhängig voneinander zu dem Schluss das meine Federn in der Gabel ein Tick zu hart sind und die Feder im Federbein zu weich. Dort sollte also was weicheres rein, entweder in beide Holme oder zumindest in eins.

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Also hab ich lange mit Steve geschrieben was wir machen. Ich habe ja vorne schon 9.0er Federn verbaut. Weichere gibt es von der Stange bei uns in Deutschland scheinbar nicht zu kaufen für mein Basismotorrad. Weder bei Öhlins noch Wilbers oder sonst wem.
Liegt wohl vermutlich auch einfach daran, das die normale Ducati 749/999 ca. 30-40kg schwerer ist als mein Umbau.
Er hat sich dann schlau gemacht und in den USA passende Federn von Race Tech ausfindig gemacht (deren Website und vor allem den Spring Rate Calculator kann ich nur wärmstens empfehlen)!
Die 8.5er Federn waren dann heute im Paket, zusammen mit einer 80kg Feder für das Öhlinsfederbein. Die zu besorgen war wiederrum kein Problem. :)

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Auch mit im Paket war mein Lenkungsdämpfer den ich Steve zum Service geschickt hatte. Der schmatzte und knirschte doch recht arg beim bewegen und man merkte ihm an das er noch nie einen Service gesehen hatte und das wohl auch Luft im System war.
Den Service hätte ich natürlich auch gerne selbst gemacht, aber das ist wohl deutlich komplizierter und die Anleitungen dazu sind rar. Man kann ja auch mal selber machen lassen. :)
Jetzt ist er jedenfalls wieder in einem neuwertigen Zustand, nix schmatzt, nix knirscht. Herrlich!

Was ich aber selber machen will ist die Feder des Federbeines tauschen bzw. eigentlich auch mir das passende Werkzeug dafür bauen. Ich hab da auch schon einen Plan! Mal sehen wie weit ich damit komme vor laute Baustellen. Federn in der Gabel tauschen kenn ich ja nun schon.

Des weiteren hab ich mir jetzt mal zwei Paketwaagen bestellt um endlich mal rauszufinden, ob und warum ich bei meiner Gewichtsmessung so eine komische Verteilung des Gewichtes vorne zu hinten habe.

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Das zerlegen des linken Showa Gabelholmes war ja ganz interessant, aber wenn man diese dann komplett auseinander genommen hat, dann will man sie ja möglichst auch wieder zusammenbauen! Blöd wenn man nicht vorher schon die entsprechenden Verschleißteile besorgt hat!

Es ging dann also daran selbige zu besorgen, das waren pro Gabelholm die Staubkappen und Simmerring sowie jeweils zwei Gleitbuchsen.
Erstere beide (die guten von SKF!) sowie ein Simmerringeintreiber waren schnell besorgt.
Letztere stellten sich in der Beschaffung als schwierig herraus. Bei mehreren Händlern hatte ich nach diesen angefragt, weil sie nur einer im Shop hatte, um dann entweder Lieferzeiten von 4-8 Wochen genannt zu bekommen oder, bei denen wo diese auf Lager waren, tagelang keine Antworten zu bekommen wenn ich bestellen wollte.

Kurzerhand hab ich mich dann entschlossen den ganzen noch benötigten Trödel bei First-Attack zu bestellen, auch wenn die Lieferzeit der Buchsen eventuell ein zwei Wochen hätten sein können.
Neben den Dingen für die Gabel fehlte mir noch die passende Mutter für meine Ducati Performance AHK, denn da war nur eine für den dünnen Kupplungsstumpf dabei und der EVO Motor hat den dicken Kupplungsstumpf ala 1098. Ausserdem brauchte ich ja noch neue Riemen, denn ich hab keine Ahnung wie alt die am Motor verbauten sind. Da ich schonmal am shoppen war, hab ich mir noch einen Dichtungssatz für die Brembo P4 34/34 Bremsklötze besorgt, nun kann ich diese auch komplett überarbeiten!

Der Herr Sakowitz antwortete prompt auf meine Mails, gab Auskunft zur Lieferzeit und fügte die benötigten Teile kurzerhand in seinen Webshop ein so das ich bequem bestellen konnte. Am Dienstag hab ich bestellt, am Donnerstag viel mir ein das ich noch Dichtringe fürs Ölfiltersieb brauchte, also dem Herrn schnell eine Mail geschrieben und 3 Minuten später kam die Mail vom Paketdienst das meine Sendung auf dem Weg ist! Mist. Aber der Herr Sakowitz ist einer von den guten und so kam 4 Minuten später eine Mail dass er das Paket gerade zugeklebt hatte als er meine Mail las und die Dichtringe wären noch mit ins Paket gewandert. Respekt!
Freitag hatte ich die bunte Tüte an Teilen bei mir und somit endlich alles da was zum zusammenbauen noch fehlte!

Da ich am Mittwoch einen Anruf bekam das mein Motor bei DSB fertig wäre und abgeholte werden konnte, war ich dann auch gleich am Donnerstag Morgen schnell mal ganzen im Osten der Stadt um das gute Stück einzuladen.

Gestern traf es sich dann das die Freundin Nachmittag und Abend mit den Freundinnen unterwegs war, während das Kind nach dem Kinderschwimmtermin zu einer Kinderkrippenfreundin eingeladen war um dort zu übernachten. Win-win-win! Also Kind abgeworfen und dann den kompletten Abend verschraubt!
Ein Werkstattkollege war auch da, also war das ausladen des Motors auch kein Problem und da wir es inzwischen geschafft haben den Ofen in der Werkstatt anzuschliessen friert man sich dort auch nicht mehr die Nase ab!

Der Zusammenbau des linken Gabelholmes ging dann recht flott, quasi alles wieder umgekehrt zusammen, Öl rein, Luftpolster etc.pp. Fürs festschrauben der Druckstufe am Gabelfuß musste ich mir dann noch schnell ein Haltewerkzeug aus einem Rohr improvisieren. Danach hab ich dann kurzerhand den rechten Holm gemacht und siehe da, beim zweiten ging alles nochmal deutlich schneller, nach 30 Minuten war ich mit diesem durch und wusste ich hab beim linken das mit dem Luftpolster falsch gemacht. Ergo der nochmal auseinander, nochmal Luftpolster, wieder zusammen. Fertig! Endlich!!
Gabelservice kann ich jetzt, Werkzeug ist alles da. Motor auch wieder. Fein!

Jetzt kann es quasi ans zusammenbauen gehen, fehlt nur noch Ventilspielkontrolle und Zahnriemenwechsel.

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Irgendwann im Sommer sprach mit ein Bekannter an ob ich eigentlich jemanden kennen würde der ihm etwas Schweißen könnte. Sicherlich, kennen tut man ja immer irgendwen. Aber warum kann man so etwas eigentlich nicht selbst?

Genau die Frage stellte ich mir und kurzerhand hatte ich beschlossen das ich so etwas wie Schweißen zumindest in den Grundzügen diesen Herbst/Winter gerne lernen möchte. Ich hab mich dann im Netz umgesehen und nach Kursen gesucht. So etwas sollte es doch geben dachte ich und tatsächlich fanden sich ein paar Anlaufstellen für Kurse.

Einer davon war von der KUNST-STOFFE – Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien – e.V.. Kurzerhand schrieb ich eine Mail und fragte nach wann es denn wieder Schnupperkurse Schweißen geben würde. Tatsächlich gab es dann auch einen Termin Mitte Oktober, ein Platz war noch frei und 70 EUR für 6h alles grob gezeigt bekommen was Schweißen sowie die Metallbearbeitung vorher und hinterher angeht (denn selten kommt das Schweißgut so zu einem wie man es braucht), fand ich einen mehr als fairen Preis. Der Verein ist übrigens auch ansonsten ein interessantes Projekt!

Praktischerweise liegt die Werkstatt des Vereins keine 5 Minuten mit dem Fahrrad von mir Zuhause entfernt. Also warf ich mich heute morgen in meinen Blaumann und bin hingeradelt.

Als erstes gab es natürlich die obligatorische Werkstattbelehrung vom Werkstattmeister Andreas und dann ging es auch schon los. Erstes Werkzeug: die Flex. Mit ihren echt vielen Einsatzmöglichkeiten zum schneiden, schleifen etc.pp. ein echte Multitalent und vermutlich braucht man bei der Metallbearbeitung kein anderes Werkzeug so oft wie die Flex.
Dann die Metallrundsäge mit der man dann halt auch mal gerade etwas zersägen kann. ;)

Weiter ging es mit Bohren mit der Standbohrmaschine, Poppnieten sowie dem schneiden von Aussen- und Innengewinden. Sicherlich alles irgendwie klar und theoretisch einfach, aber es einfach mal machen ist dann halt doch was anderes.

Nach der Mittagspause ging es dann ans Schweißen. Es gab zwei Schweißgeräte, ein Elektrodenschweißgerät und ein Schutzgasschweißgerät. Beide wurden in ihrer Funktionsweise erklärt und vorgeführt. Danach musste dann jeder selber brutzeln!

Als dann alle einmal durch waren gab es nochmal lange Zeit alles erlernete eigenständig anzuwenden während der Werkstattleiter immer wieder mit Rat und Tat zur Seite stand. Dabei entstanden teilweise echt ulkige Konstrukte von den Teilnehmern. Hier durchlfexen, dort anbohren, festschweißen, abschleifen und so weiter.

erstes_arbeitsstück

Insgesamt hat das ganze jede Menge Spaß gemacht und ich denke die Grundlagen sind gut angekommen. Ich werde jetzt auf jedenfall versuchen das gelernte in ein praktisches Projekt umzusetzen. Eine Idee habe ich schon und einer der Werkstattnachbarn hat wohl auch ein Schweißgerät bzw. kann man die Werkstatt von KUNST STOFFE inkl. alle Geräte auch Stundenweise mieten. Kann also losgehen!

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Aktuell widme ich mich gerade eher dem Ausbau der Werkstatt als dem Schrauben am Motorrad. Die Saison auf der Renne ist für mich vorbei, spontane Termine werde ich vermutlich nicht noch buchen und die Monster ist auch wieder auf Straße zurückgerüstet, denn ich will gerne doch noch ein bisschen kleinere Touren fahren und vielleicht im Herbst wenn die Bäume bunt sind mal noch ne Runde drehen.

Dafür geht es in der Werkstatt vorran!

Ich hab meine Werkbank aufgearbeitet, Licht installiert und bin dabei generell alles zu optimieren und zu verstauen. Ich muss sagen, ich mag die neue Werkstatt sehr! Denn dort kann man alles machen ohne das irgendwer komisch guckt oder gar meckert! Einfach toll! Aktuell mache ich mir Gedanken zum Heizen im Winter, denn da wird es bestimmt recht kalt.

Mein altes Büro in dem ich bisher schraubte bin ich inzwischen auch los, was eine ganz ordentliche Kostenersparnis mit sich bringt.
Geld welches man prompt wieder in diverse Dinge versenken kann! :)

Letztens zum Beispiel sah ich auf eBay einen Monster 1100 EVO Rahmen mit verbogenem Lenkanschlag zu einem sehr guten Kurs von keinen 150 EUR! Normalerweise kosten die Rahmen bei eBay immer im vierstelligen Bereich. Ich dachte mir, mal sehen was die zu einem Preisvorschlag von knapp über 100 EUR sagen. Ich staunte nicht schlecht als mein Preisvorschlag dann einfach akzeptiert wurde. Hatte ich nicht mit gerechnet!

Heute kam dann der Rahmen und ist in einem super Zustand. Keine Delle, keine Kratzer und nix verbogen bis auf den Lenkanschlag. Warum der ausgemustert wurde ist mir total unklar, den Lenkanschlag kann man garantiert einfach wieder zurechtbiegen.

Home improvement - 9968

Gut Papiere hab ich zu dem Rahmen nicht, brauche ich aber auch eigentlich nicht. Vermutlich kann man sich diese aber ausstellen lassen.
Wenn dann will ich den Rahmen aber benutzen um doch mal eine M5 Monster als reine Rennkiste aufzubauen. Denn jetzt kann ich auch etwaige Angebote an Unfallmotorrädern mit Rahmenschaden in die Auswahl ziehen.

PS: So ein M5 Monster (also 696, 796, 1100/S/EVO) Rahmen wiegt nackt 7,4 kg!

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Wie im twitter angekündigt hab ich jetzt mal das von mir bestellte Bremsentlüftungsventil mit Rückschlagventil ausprobiert.

Es stand ja immernoch an die Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse zu wechseln und das System zu entlüften. An der Hinterradbremse habe ich das ja schon erfolgreich durchgeführt, dort mit Hilfe eines Entlüftungsventils von Stahlbus. Bei Stahlbus bekommt man ein Rückschlagventil welches man statt der originalen Entlüftungsschraube in den Bremssattel schraubt, dort verbleibt es dann. Das Prinzip ist einfach wie genial und wird hier ausführlich erklärt.

Das Problem bei dem Stahlbusventil ist aber, es kostet einen haufen Geld und man braucht für jeden Bremssattel an jedem Fahrzeug ein Ventil! So ein Ventil kostet zwischen 20-25 EUR. Man ist also pro Motorrad schonmal um die 60-75 EUR los! Hinzu kommt, das manche Bremspumpen auch noch ein Entlüftungsnippel haben, welchen man dann doch wieder auf die normale Weise entlüften muss.

Als Besitzer zweier Motorräder kam das für mich irgendwie nicht in Frage!

Aber mir blieb also nichts anderes übrig als es nach Altherrensitte zu machen. Nur irgendwie hatte ich darauf keine so rechte Lust, denn die Idee mit dem Rückschlagventil ist wirklich prima. So schob ich das ganze vor mich her.

Zufällig fand ich dann im Internet die Lösung, auf die zu kommen eigentlich nicht so schwer ist. Warum nicht das Rückschlagventil am Ende des Schlauches anbringen über das die rausgepumpte Bremsflüssigkeit abfliesst?! Die Funktion und Wirking sind identisch, aber man braucht nur ein Ventil, egal wieviele Entlüftungsnippel man wo hat!

Umgesetzt hat dies die Firma Edelmann und das beste daran, die Investition dafür hält sich absolut in Grenzen! Denn das Ventil kostet keine 10 EUR!

Die Frage war jetzt, funktioniert das genauso gut wie das Stahlbusventil!? Meine Antwort dazu ist ein ganz einfaches: Ja! Wenn nicht sogar besser!

Ich hab jetzt die vordere Bremsanlage mal eben damit mit neuer Bremsflüssigkeit befüllt und entlüftet. Das ganze war so einfach, das ich gleich noch die hydraulische Kupplung frisch gemacht habe! Das schwierigste daran war eigentlich den Gummischlauch über die Entlüftungsnippel zu bekommen. :)

Von mir also ein klarer Kauftipp!

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