Heute kam Helmut vorbei und brachte meine Monster, mit frisch gemachtem Service und dem Gabelumbau von HPC. Endlich ist die Dame wieder zurück! :)

Ich konnte es dann nicht lassen und habe sofort den Scheinwerfer abgeschraubt und ein paar Dinge für den Umbau ausprobiert. Zuallererst kamen mal die ABM MultiClip Stummel dran. Helmut war so nett die Befestigungsschellen schon an den Gabelholmen anzubringen, wo er die ja für den Gabelumbau eh draussen hatte.
Ich musste also nurnoch die Stummel draufstecken, fertig! Naja, fast.

Für die ganzen Befestigungsnippel der Armaturen muss ich noch Löcher in die Stummel bohren, dazu muss ich aber erstmal die für mich optimale Position der Stummel rausfinden.. die finde ich nur raus, wenn ich mal damit fahre. Hmm. Eventuell Nippel alle abfeilen und freie Bahn haben? Mal sehen ob ich der Dame das antue.

Die Fittings an der Brems- und Kupplungspumpe müssen auch noch ein bisschen verdreht werden, so wie sie jetzt sind bekommt man die Pumpen nicht weit genug auf die Stummel geschoben da sie mit den Stummelaufnahmen kollidieren.

Nachdem der LSL Lenker dann ab war hab ich mit dem Verkleidungshalter weitergemacht. Meine Prototypen der Halter an den Lenkkopf geschraubt und dann den Verkleidungshalter dran. Ging eigentlich problemlos, bisschen was nacharbeiten muss ich noch aber im großen und ganzen tun die wie sie sollen.

Im Verkleidungshalter hab ich sogar einen prima Platz fürs Cockpit gefunden, erstmal nur provisorisch fixiert… wie so oft! ;)

zweite Anprobe - 03

Inzwischen bin ich ja wieder ein bisschen weg von der Idee eine Vollverkleidung an die Monster zu zimmern, ich beschränke mich vielleicht im ersten Anlauf jetzt auf eine Bikiniverkleidung. Bei eBay hab ich für sehr wenig Geld deswegen eine Rennverkleidung geschossen. Sie muss ursprünglich mal von Kämna gekauft worden sein, allerdings ist sie schon sehr sehr durchgerockt.

Ein erstes Anhalten brachte dann auch gleich ein Problem zu tage: die Verkleidung ist zu lang hinten und liegt auf dem Tank auf. Uncool! Ich hab dann lange lange überlegt was ich nu mache und dann habe ich zur Säge gegriffen! Die Verkleidung ist eh schon so demoliert, selbst wenn ich die total Schrotte ists nicht schade drum.

bla bla bla

Nach dem ersten Schnitt tat es dann auch nicht mehr im Herzen weh und so hab ich sie erstmal ganz plump und gerade gekürzt. Feinschliff kommt später!

Ich finde das kommt schon ganz gut, auch wenn die Verkleidung noch nicht ganz dort ist wo sie hin soll. Was jetzt noch ansteht ist die Halter am Lenkkopflager für den Verkleidungshalter aus dem Prototypenstadium rauszuholen und in Alu anfertigen zu lassen. Dann muss ich noch die Sache mit den Fittings erledigen, ich denke das mache ich im gleichen Atemzug wie Bremsflüssigkeit wechseln. Des weiteren muss ich mir überlegen was ich jetzt in Sachen Verkleidung mache. Ich werde an der jetzt vermutlich erstmal die Passform ausbaldovern, aber ob ich die sonstigen Schäden noch repariere oder doch einfach etwas in besserem Zustand besorge und dann die Form übertrage, weiss ich noch nicht.

Endlich hat DHL das Paket mit dem Verkleidungshalter einer 900SS bei mir abgeliefert, nachdem sie es fröhlich aus dem Schwarzwald nach Berlin transportiert und dort kurzerhand entschieden haben das es meine Adresse nicht geben würde. Sie es wieder zurück in den Schwarzwald zum Verkäufer lieferten und dann nach kräftigem Vogelzeigen im DHL Shop durch selbigen, es wieder durch die Republik nach Berlin verbrachten. Ökobilanztechnisch ist das gute Stück nun etwas vorbelastet. ;)

Jedenfalls hab ich mich heute mal daran gemacht aus einem Stück Holz einen provisorischen Geweihhalter zu schnitzen. Schön mit der Stichsäge und dem Bohrer. Dann das gute Stück per Kabelbinder ans Lenkkopflager fixiert und das Geweih angehangen. Tada!

Klar ist das nicht sonderlich fest, muss es aber auch nicht. Ist ja nur eine Anprobe!

Dann hab ich die Seitenverkleidungen der 900SL genommen und am Geweih angeschraubt und grob mit Kabelbindern fixiert. Auf der linken Seite wird das schonmal nix mit dem Seitenständer. Auf der rechten Seite ist der Krümmer doch arg im Weg.

Die Lösung wäre also vermutlich da Teile der Verkleidung ab oder auszuschneiden. Bevor ich das aber mache, halte ich nochmal Rücksprache mit Helmut von ducaberti, dem hab ich meine Idee beschrieben und er fand sie spontan geil. Nächste Woche bringe ich die Monster eh zu ihm, dann kümmert er sich um den Gabelumbau bzw. Inspektionsarbeiten. Da denke ich werden wir das mal erörtern.

Von der Linie her finde ich auf jedenfall das die 900SS Verkleidung sehr gut zur Monster passt! Auch finde ich, das mal jemand mein Büro aufräumen könnte! ;)

Ansonsten sind inzwischen Wuchtbock und Reifenmontiermaschine bei mir angekommen, alles im dezenten KTM Orange. Warum auch immer. :)

Reifenmontierkram

Zum selbst Reifenwechseln fehlt jetzt nurnoch bisschen Kleinkram.

PS: Das Geweih bzw. Verkleidungshalter der 900SS wiegt Serie ca. 1,80 kg, mit meinem Rennklimmbimm dranne 1,87 kg.

Ich glaub, ich bin angefixt. Mit Rennstrecke und so!

Fest steht also, ich will weiter Rennstrecke fahren im nächsten Jahr. Nur des aufsetzenden Krümmers mache mir Sorgen, also war für mich jetzt die Frage was dagegen tun?

Nach einem Telefonat mit ducaberti war dann die Idee meine Gabel überarbeiten zu lassen, mindestens aber härtere Federn einzubauen. Denn die Vorspannung ist schon komplett ausgereizt.
Letzteres ist relativ günstig und könnte ich auch selbst machen, hab ich bei der SV ja auch gemacht. Aber ehrlich gesagt würde ich, wenn ich diese Baustelle aufmache, das gleich wirklich richtig machen wollen und dazu muss die Gabel beim Profi überarbeitet werden!

Dann ist da noch die Reifenproblematik. Auf der Landstraße reichen mir eigentlich auch aktuelle Tourensportreifen, die haben vollkommen ausreichenden Grip und sind bei Nässe spitze. Ich fahre auf der Straße zwar flott, aber doch eher defensiv. Aber da ich ab und zu auf der Rennstrecke fahre, fahre ich halt auch auf der Landstraße Sportreifen, weil wechseln ist halt blöd wenn man das nicht selbst machen kann. Am besten wäre, ein zweiter Satz Felgen, dort Supersportreifen für die Renne drauf und auf der LS Tourensport fahren. Bringt optimale Reifen für beide Einsatzzwecke ohne sich die guten Sportreifen auf brandenburger Landstraßen eckig zu fahren.

Schon ist man bei einem schönen Sümmchen angekommen das man investieren muss und da stellte D. während der Harztour die korrekte Frage: kannste dir dann nicht gleich nen Motorrad für die Rennstrecke kaufen?

Der Gedanke hat mich jetzt ein paar Wochen beschäftigt. Angebote angeschaut, Investition durchgerechnet, die Sache mit der Frau besprochen, hin und her überlegt, nochmal Budgets durchgerechnet, Möglichkeiten abgesteckt etc.pp.

Inzwischen bin ich zu dem Schluss gekommen das ich mir nicht noch ein Rennstreckenmotorrad zulegen werde. Mir ist die initiale Investition zu hoch, zumal das ja nicht nur das Geld fürs Motorrad wäre sondern auch dort wieder Verbesserungen nötig wären die weiteres Geld kosten. Die EVO hab ich schon, sie hat Traktionskontrolle, sie hat Anti-Hoppingkupplung und der Motor hat genug Dampf. Eigentlich ist sie schon ganz gut bestückt. Davon abgesehen finde ich das Motorrad toll! Die Verbesserungen an der EVO kann ich Schritt für Schritt machen.

Ergo fahre ich weiter die EVO auch auf er Rennstrecke und als Winterprojekt werde ich sie dahingehend optimieren, wobei ich alles so machen möchte das ich sie auch weiter auf der Landstraße fahren kann. Einige geben das auf, da bin ich noch nicht.

Ich will so zwei bis dreimal im Jahr fahren. Transporttechnisch bedingt vermutlich in Groß Dölln, STC, vielleicht mal am Lausitzring oder sowas. Den Kurvenrausch auf jedenfall wieder! Erstmal will ich eh nur weiter fahren lernen, mich verbessern, schneller werden.

Auf dem Plan steht also:

– Gabelüberarbeitung, da wird dann wohl bald ein HPC Aufkleber drauf sein
– zweiter Felgensatz oder Reifenmontiergerät/Wuchtbock
– Reifenwärmer, wäre so oder so dran

Eventuell, je nachdem vielleicht auch ein neues Federbein und eine Motorabstimmung. Aber das ist erstmal Sekundär und kann auch bis nächsten Winter warten.

Und da ich auch was zum Basteln will, hab ich mir überlegt ob ich für die Rennstrecke nicht irgendwie eine Vollverkleidung an die Monster bekomme. Das hat den Vorteil das wenn man sich doch mal ablegt, man noch die Verkleidung zwischen Motorrad und Asphalt hat. Windschnittiger ist man natürlich auch. ;)

Mich reizt auch das Projekt an sich, weil viele es andersrum machen. Sich einen 2-Ventilmotor in ein Supersport chassis ala 999 oder ähnlichem bauen. Ich versuche es quasi andersrum, die Verkleidung der guten alten 900SS soll an die EVO.

Ein wenig mit dem Bildbearbeitungsprogramm hantiert habe ich auch schon. Heute abend hole ich in Steglitz etwas verschrabbelte Seitenverkleidungen für einen schmalen Taler bei jemandem ab und im duc-forum gibts einen Verkleidungshalter. Dann fehlt mir noch die Verkleidungskanzel, die gibts aber auch für relativ wenig Geld. Und dann schaue ich erstmal ob das überhaupt irgendwie grob passt, danach überlege ich mir wie die Halter zu bauen sind. Und wenn die Verkleidung so nicht machbar ist, dann verscheuer ich die Teile halt wieder und fahre nackig. :)

1100EVO-900SS

Heute bimmelte Helmut von Ducaberti, meine Reifen wären da! Da sass ich gerade arbeitend am Büroschreibtisch während der Gasthermenonkel den Druckbehälter der Gastherme tauschte. Fertig war er dann gegen halb eins. Und dann halt Freitag ab eins macht jeder… Kurz überlegt, schaffst du das bis 17 Uhr wieder zuhause zu sein um das Kind aus der KITA auszulösen? Gibts Alternativen? Samstag hat Helmut keine Zeit, Montag hat er zu, Dienstag hab ich den Tag über das Kind weil die KITA Inventur hat.. muss jetzt wohl klappen!

Also rauf auf den Bock und den Expressweg über die Autobahn genommen. Macht zwar keine Laune, aber ist einfach am schnellsten. Zwischendrin gab es dann mal ein Stück freie Bahn ohne Limit und wie ich da so mit 150 km/h im 6. Gang dahinglitt dachte ich mir, jetzt könnte man doch mal Vmax bestimmen. Also Helm auf den Tank und rechts auf Stereo gestellt. Ab ging das Ding. Eins-zwei-fix war ich bei knapp über 230 km/h. Ein Ritt mit dem Orkan! Mehr konnte ich dann nicht, vermutlich kam dann auch nicht mehr. Nu weiss ich das ich trotz leicht geänderter Übersetzung doch noch jede Menge Vmax habe die ich nie brauche und ansonsten das Mopped doch wohl ganz gut geht. Hut ab Herr Deussen, das geänderte ReXXer Mapping taugt!

Kurz nach 14 Uhr bollerte ich bei Ducaberti auf den Hof, Helmut hat sich der Sache gleich angenommen und was folge war eine lustige verquatschte Stunde neue Reifen (Bridgestone S20 sinds geworden) aufziehen. War sehr nett! Dann noch die finanziellen Dinge regeln und wieder rauf auf den Bock, Abflug ca. 15:20 Uhr. Dann ging meine Tanklampe an, da hat wohl der Tiefflug ordentlich am Tank genuckelt und sich einen Expresszuschlag gegnnt. Trotzdem bin ich erstmal auf die Bahn und dann in Joachimsthal an die Tanke. Ich hab nicht schlecht gestaunt, passten doch 13,53l ins Spritfass. Ducati gibt die Tankgröße mit 13,5l an. Na sowas!

Kurz wieder auf die Bahn geworfen, in Bernau-Süd runter und durchgeschlängelt. So schob ich den abkühlenden und tickernden Zweiventiler gegen 16:45 ins Büro. Ungefähr 10 Minuten später war Touchdown in der KITA. Uff. Punktlandung.

Wie der Reifen so taugt kann ich jetzt natürlich noch nicht wirklich sagen, ausser das neue Reifen einfach immer super toll fahren wenn man die eckigen Schlappen von vorher gewöhnt ist. Aber immerhin hab ich den Reifenwechsel jetzt von meiner Todo für den Kurvenrausch runter! Was nicht geklappt hat war mal eine db-Messung mit meinem Telefon zu machen, in dem Moment in dem ich mal messen wollte, meinte die App nur als Wert “-Infinity”. Ah.. ja.. klar.

Achja ich hab nebenbei heute mal mein neues Bluetooth Headset von SENA ausprobiert, ein SMH5. Kurzes Fazit bis jetzt, tolle Sache das.. bisschen lauter könnte das alles sein, mein Helm ist halt nicht der leiseste und ich fahre ja immer mit Ohrstöpseln. Aber es reicht um die Anweisungen der Navigationssoftware auf dem Telfon zu verstehen oder zumindest dann im richtigen Moment aufs Telefon zu gucken. Auf dem Rückweg hab ich auch ein wenig Musik gehört, für die Autobahn schon ganz nett! Das beste an den Dingern ist, wenn man mehrere davon hat können sich die Fahrer untereinander unterhalten. Für ne Tour bestimmt cool, wenn noch jemand sowas hat.

Der Kurvenrausch rückt immer näher und so langsam macht sich bisschen Panik breit. Es stehen noch ein paar Dinge auf der Todo die vorher erledigt werden müssen.

Immerhin ist der Transport geklärt. Das Laden der Monster in den Yaris klappt platztechnisch zwar, aber irgendwie hab ich ein bisschen Muffensausen was das Verzurren angeht. Vor meinem inneren Auge sah ich mich auf der Autobahn fahrend, Hinterrad des Motorrades dort wo normalerweise der Beifahrersitz ist und dann kippt die Fuhre langsam auf meinen Schoss… neee, vielleicht doch lieber nicht. Kurzerhand hab ich im duc-forum nach einer Mitfahrgelegenheit gefragt und prompt hat sich jemand gefunden der mich mitnimmt. Supercool! Zu zweit ist ja eh lustiger.

Was jetzt noch aussteht ist der Reifenwechsel, ich hab getreu dem Motto “support your local heros” und trotz der etwaigen Mehrkosten zu einem Internetanbieter diesemal die Reifen bei ducaberti geordert und Helmut meint die Reifen sind bis Donnerstag bei ihm. Dann muss ich nurnoch dort vorbei und die aufziehen lassen.. hoffentlich passt das.

Bleibt dann nurnoch das rennfein machen der Bella und das zusammensuchen allen Zeugs. Also alles wieder umbauen, Ölfilter sichern etc.pp. Ich fürchte das schaffe ich dann doch erst am Abreisetag. Gut das ich das Kind am Vormittag bei den Großeltern abwerfen kann und es dort die Tage verbringen kann, während ich im Kreis fahre.

Achja und ich sollte mal testen ob ich die Lautstärkegrenze für Groß-Dölln einhalten.. *sigh*

Wird schon werden…

Ich bin zwar dieses Jahr schon gefahren, aber bisher nur mit der SV kurz durch die Stadt und mit der Monster über die Stadtautobahn. Heut ergab es sich das ich den Tag frei hatte und passend dazu der Frühling nun doch noch angefangen hat!

Also das Kind in die Kita gebracht und die mobile Lärmbelästigung aus dem Büro geschoben, kurzer Luftdruckcheck und einmal volltanken, los gings. Ganz entspannt und gemütlich, noch traue ich den Straßen nicht, teilweise sieht es draussen in Brandenburg auch aus als ob die Straßen unter Mörserbeschuss gestanden hätten, riesige Löcher, total hinüber der Belag.

Die Hausrunde war aber noch im Kopf und da ich dann schonmal im Norden unterwegs war, dachte ich ich besuche Helmut von Ducaberti in seiner neuen Werkstatt in die er letztens erst umgezogen ist. Leicht zu finden war er nicht, er hatte noch keine Zeit sich auszuschildern und das Navi wollte einen abenteuerlichen Weg über 1,4 km Sandweg nehmen!

Schlussendlich rollte ich aber auf den Hof, wirklich sehr nett gelegen mit Pferdehof drumrum. Vor dem Werkstatttor standen schon zwei Sport Classic rum und die Besitzer und Helmut waren am quatschen. Drinne hab ich mir dann den SC1000 Beastard welchen Helmut für einen Kunden aufgebaut hat angeschaut. Was soll ich sagen, eine sehr geile Karre! Echt schön geworden. Auch am Motor wurde Hand angelegt und der Ausdruck vom Prüfstand bei DSB bestätigte eine Drehmomentkurve vom feinsten!

Ich muss sagen, die Sport Classic Modelle von Ducati sind immerwieder schön anzusehen und wenn weder Geld noch Platz eine Rolle spielen würden, ich hätte so ein Ding!

Beim ganzen Gequatsche hab ich dann bisschen die Zeit verpennt und so musste ich auf dem Rückweg die Expressroute über die Autobahn nehmen, denn das Kind wollte ja auch aus der Kita wieder abgeholt werden! Kurz vor Berlin musste ich noch tanken, 13,23l liefen in den Tank rein nach knapp 230 km. Viel weiter wäre also nicht mehr gegangen, denn der Tank hat ja nur 13,5l Fassungsvermögen!

Die Änderungen am Luftfilter, Auspuss, Mapping und die zwei Zähne mehr auf dem Kettenblatt haben sich auf jedenfall gelohnt. Die Kiste geht, meiner bescheidenen Meinung nach, echt verdammt gut ab. Aber nach so einem langen Winter kommt einem vermutlich jedes Moped schnell vor! :)

Auch wenn der Bruchstrich auf meinem Kennzeichen unten eine 11 stehen hat, neigt sich so langsam aber sicher die Saison dem Ende entgegen. Umso dringender musste ich die vermutlich letzten schönen Tage dieses Jahr nochmal nutzen und mit der Monster rausfahren. Erstens wollten die neuen Sparks mal in freier Wildbahn probiert werden und dann musste ich mir ganz dringend die ganzen bunten Bäume angucken. Denn wenn der Herbst auch meist sehr feucht und isselig ist, zumindest gibt es ein wunderschönes Farbenspiel.

Also bin ich heute Mittag auf den Bock gesprungen und losgebollert. Da mein Luftdruckmessgerät im Büro am Vorderreifen nur 2,05 bar anzeigte, wollte ich an einer Tankstelle um die Ecke zuallererst mal den Luftdruck korregieren. Aber ich staunte nicht schlecht, hatten doch die Tankstellenbesitzer den undichten Luftschlauch mit Tesafilm gefixed! Gaffa hätte ich ja beinahe verstanden, aber das war nu wirklich armseelig. Kopfschüttelnd bin ich dann eine Tanke weiter gefahren. Ich hab das Messgerät jetzt immer mit dabei und pumpe meist den Reifen grob auf und lasse dann händisch wieder Luft ab, bis mein Gerät den von mir gewünschten Wert anzeigt. Diese Luftdinger an den Tanken sind echt meistens totaler Mist!

Als Runde bin ich meine normale Hausrunde gefahren und da ich dabei immer bei Ducaberti vorbeikomme, bin ich dort rangefahren um mal zu schauen was der Helmut treibt. Zur Jubiläumsparty hatte ich es ja nicht geschafft. Ich glaube wir haben dann ca. ne Stunde mit Kaffee auf seiner Couch gesessen und über Motorräder im Allgemeinen und Ducati im Speziellen gequatscht. Sehr nett, aber irgendwann muss der Mann ja auch mal weiterarbeiten und so bin ich weitergebollert. Am Ende sind dann 224 km zusammengekommen und es war eine sehr angenehme und entspannte Runde. Von mir aus kann das Wetter bis zum Frühling jetzt so bleiben!

Achso die Spark sind übrigens prima. Bollern schön tief, aber sind nicht unbändig laut. Sehr dezent aber bestimmt, möchte ich sagen. Macht Laune!

Das Team von Ducaberti aus Templin hatte heute zum Oktoberfest auf Italienisch geladen und das genügte mir als Ausrede um mal wieder eine kleine Runde auf der roten Zora zu drehen. Auch die letzte Woche erfolgte Inspektion musste ja einer Fahrprobe unterzogen werden.

In Templin gab es dann lecker Nudeln, Kuchen und Kaffee. Logischerweise gab es auch Motorräder zum bestaunen. Am abgefahrensten fand ich das Heck einer Benelli Tornado, ob das jetzt gut aussieht oder nicht bleibt jedem selbst überlassen aber faszinierend ist es auf jedenfall. Eine alte AWO war auch da und jemand fuhr tatsächlich mit einer Moto Guzzi Falcone vor.

Nachdem mein Bauch voll war und die Sonne ganz ordentlich auf meinen Kopf gebrannt hatte, bin ich dann zum abkühlen eine Runde gefahren. Tatsächlich kann man sich im Herbst beim Motorradfahren abkühlen. Einfach in einen Wald fahren, durch Schatten! Der Oktober zeigte sich aber von seiner allerbesten Seite. Sonnig mit bunten Blättern und trockenem Laub auf der Straße. Besser gehts nicht. So sind dann am Ende doch 277,7 km zusammen gekommen.

Ich fürchte ja beinahe das war die letzte Runde in diesem Jahr. Ab Mittwoch soll es dann oll werden und dann ist auch schon bald Winter. Mist, hab ich irgendwie überhaupt keinen Bock drauf!

Nachdem gestern ja der Himmel über Berlin gebrochen ist hab ich es heute dann geschafft die Zora bei Motorrad Schütze abzuholen. Gekostet hat es “nur” 120 EUR! Der größte Teil natürlich Arbeitszeit.

Bremskolben, -zylinder und die Manschetten sahen nach Aussage der Werkstatt optisch 100% gut aus. Trotzdem hat das austauschen der Bauteile, wie von Ducaberti prognostiziert, dafür gesorgt das jetzt der Druck nicht mehr flöten geht. Irgendwie unklar, aber immerhin geht es wieder und der Herrentagestour morgen steht nix mehr im Wege!

Irgendwie hatte ich heute um 17 Uhr keine Lust mehr auf irgendwas, lauter nervige Sachen am Tag erledigt, nu musste es sein. Noch eine Runde über die Stammstrecke! Der Regen auf dem Radar war weit genug weg, also nix wie los!

Irgendwann nach der Autobahnetappe und in einem kleinen Dorf an der Ampel fühlte sich meine Vorderradbremse dann komisch an.. so matschig, verlor ihren Druckpunkt.. bis der Hebel am Griff anlag! Ohje, dachte ich, was denn nun schon wieder?!

Wenn man voll reingelangt hat, dann bremste alles noch prima. Aber länger auf der Bremse bleiben, da ging der Hebel dann immer gen Griff. Glücklicherweise wusste ich ja wo es eine Motorradwerkstatt auf dem Weg gab. Am Wochenende gerade hatte ich Ducaberti in Templin entdeckt. Das Stücke ging jetzt auch noch dachte ich mir und rollte auf den Hof. Ich wurde sogleich von Sebastian begrüßt und die Bremse in Augenschein genommen. Nach dem Aufschrauben des Ausgleichsbehälters, welcher sich als Randvoll herausstellt, gab Helmut (der Chef) dann seine Prognose ab: Handbremspumpe hinüber! Die verliert innen ihren Druck, die Bremsflüssigkeit läuft dabei zurück in den Ausgleichsbehälter. Schnelle Hilfe war jetzt erstmal nicht möglich, warum sollte er auch eine Handbremspumpe für eine SV650 rumliegen haben. Aber bis nach Hause sollte ich damit noch locker kommen.

Also schnackten wir erstmal eine Runde, ich erzählte wie ich zu den 45.000 km auf meinem Tacho komme, über die Probefahrt mit der EVO und dann bestaunte ich noch seine Sport 1000 Classic! Wirklich ein nettes Team dort!

Ich hab mich dann wieder auf die Zora geschwungen und bin weiter meine Runde gefahren, halt ein bisschen langsamer als sonst.. ein bisschen! ;)

Kurz vor Ende gab es dann doch noch eine Dusche, aber die Luft war warm.. was solls! Nach 177 km war ich wieder zuhause. Morgen werd ich wohl mal bei Fuhrmann anklingeln, mal sehen was das wieder kostet.. aber egal, zum Herrentag muss die Fuhre startklar sein!