Puh schon ne Weile nichts mehr geschrieben. Viel mit Arbeit und leider Krankheit zu tun gehabt die letzten Monate, da war zwar auch immer Zeit auch mal zu schrauben aber nicht zu schreiben.

Was ist also der Stand?

Bambi, da passiert nix. Also ausser das ich Sprit aus den Vergasern gelassen habe und es mal neue Zündkerzen geben sollte.

Der Admiral steht wie zum Geburtstag da, dort hat sich nichts getan.. bis auf das ich ihn der Rahmenhülse für den Bursigständer beraubt habe um die 999 in die Luft zu bringen.

Selbige (999) steht mehr oder weniger komplett zerlegt auf der Hebebühne. Es gab eine Ventilspielkontrolle ohne Auffälligkeiten, dafür musste echt das halbe Moped zerlegt werden. Dann musste ich feststellen das jemand die Ventildeckel komplett mit Silikon abgedichtet hatte, was auch dicht war, aber leider fürs weitere Abdichten das große Elend war denn das Silikon da wieder runter zu bekommen war leider eine totalen Scheissarbeit! Danach wieder zusammenbauen und selbst mit wenig Dichtmittel abdichten, hoffe das ist mir gelungen.

Kühlmittel ist auch raus und Kühler war runter, weil man sonst ja nicht vernünftig an den liegenden Zylinderkopf kommt. Was hab ich geflucht. Mehr noch bei der Airbox die auch runter war um eine fehlende Mutter im Airboxdeckel zu ersetzen. Wow war das elend. Frische Riemen gab es auch, die alten waren auf jeden Fall schon…. alt. Wenn ich so an der 999 schraube, merke ich erst wie Pflegeleicht der Admiral ist..

Die Bremssättel habe eine äusserst gründliche Reinigung bekommen, ich vermute ihre erste. Die Gabel der 999 ist auch komplett zerlegt, da gibts einmal alles frisch. Das übliche also, Moped kaufen und erstmal durchservicen. Schraube -> Kopf. Dann in 03 muss das Gerät zum TÜV, mach ich mir aber nicht wirklich Sorgen.

Krümel hat nun endlich die finale Änderung am Vorderrad bekommen, nachdem letzten Winter auf SBK Bastardgabel umgerüstet wurde, erstand ich jetzt endlich ein KTM SuperDuke 990 Vorderrad für einen vertretbaren Preis. Mit Axel hatte ich schon im Frühling 2023 Adapter fertigen lassen damit solch ein Vorderrad in Ducati SBK Gabel benutzen kann. Ein Paar Adapter ging in seine Shyster, das andere Paar steckt nun mit entsprechendem Vorderrad in Krümel und ich kann endlich die Bremssattelspacer weg lassen, da jetzt der Abstand der Bremsscheiben zu den Bremssattelaufnahmen passt. Frische Bremsscheiben gab es schon vor einer Weile.

Der Blauwal hingegen steht ein wenig bedröppelt in der Ecke. Vorbereitet für den Verkauf und annonciert, wartet er vermutlich auf den Frühling und das ihn irgendwer aufnimmt. Viel Interesse gibt es da bisher nicht, aber ist jetzt ob der Jahreszeit auch nicht wirklich verwunderlich.

Ob der Jahreszeit ist es auch nicht besonders muckelig in der Werkstatt, Heizweste hilft zwar aber es sind dann halt doch eben nur so 4-5°C wenn man ankommt.

Rennstreckentermine sind für 2024 auch schon gebucht, muss aber noch würfeln zu welchem Termin ich welches Moped ich mitnehme.. Luxusprobleme!

Anyway, Frohes Neues!

Jetzt wo ich mit dem Blauwal wieder ein StVO geprüftes Motorrad mit vom Hersteller verbauter Airbox und Auspuffanlage besitze, besteht wieder die Möglichkeit auf dem Sachsenring zu fahren. Das letzte mal in 2019 war ich noch mit der Monster 1100 EVO vor Ort die ja inzwischen verkauft ist. Also Slicks vom Admiral drauf und einpacken. Tatsächlich musste ich den 180/55 TD hinten drauf ziehen den ich noch vom Admiral übrig hatte, denn es stellt sich raus das ein 180/60 schlicht nicht in die Schwinge des Blauwals passte…

Angemeldet haben wir uns über HPS Racing, mit denen wir ja jetzt auch schon in Groß Dölln und in 2020 schon mal einen Tag Pitbike fahren waren. Ich muss sagen das ich den Veranstalter immer mehr mag. Bisher flogen die immer ein bisschen unterm Radar bei mir, obwohl es die jetzt auch schon seit 20 Jahren gibt. Die Veranstalten zwar kein High-Class Catering oder all-inclusive Pampering Events, bis auf Kaffee, Obst und Sweets muss man sich z.B. selbst ums Essen kümmern, aber da wir sowieso immer Selbstversorger sind, stört uns das nicht. Auch gibt es keine zwei Tage Gruppen-Instruktion inklusive in der langsamsten Gruppe, wie es oft üblich ist, sondern HPS setzt auf Einzel-Coaching das man sich dazu buchen kann, wie ich es in Groß Dölln hatte, und welches in den langsamen Gruppen dann günstiger ist. Ganz klar funktionierte Ihre Organisation und Buchung bisher problemlos, sie machen keinen Stress, das Team ist sehr nett und ihr Herz sitzt am passenden Fleck.

Da vor drei Jahren auch noch recht viel Regen im Spiel war, war für mich die Linie am Ring wieder vollkommen unklar. Dazu noch ein nie auf der Renne von mir bewegtes Motorrad unterm Popo, ich tat gut daran mich für meine ersten Runden in Gruppe C hinter einem Strucki einzufinden. Es gibt zwar kein Gruppen-Coaching, aber HPS bietet in den Gruppen C und D in der ersten Session immer eine “Besichtigungstour” an, ergo der erste Turn kann im Gänsemarsch hinter einen Strucki gefahren werden. Schlau übrigens fand ich dieses mal auch, dass die Streckenbegehung gleich am Abend des Anreisetages angeboten wurde, auch wenn ich es dort nicht hingeschafft habe.

Also fuhr ich hinter dem Strucki auf seiner RSV Mille (Zufall) raus und schaute mir erstmal die Linie an, während ich versuchte mich darauf einzustellen wie dieses Motorrad gefahren werden will. Komplett andere Nummer als der Admiral, viel mehr Gewicht, komplett andere Sitzposition und Motorcharakteristik. Aber nicht unangenehm!

Die folgenden Sessions, es gab fünf Stück a 20 Minuten, lief es dann immer besser und so langsam kam ich auch mal dazu ein bisschen Gas zu geben. Immerhin unterbot ich dann meine, eh nicht grandiose, Bestzeit auf der EVO ein Stückchen und landete am Ende des Tages bei einer 1:51.4, womit ich locker in der Gruppe C weiter mitschwimmen konnte und das Ziel für den nächsten Tag auch klar war: unter die 1:50 kommen!

Am zweiten Tag kam ich dann ab der zweiten Session gut rein und ich konnte die 1:51 in beinahe jeder Runde wiederholen, jetzt war der Zeitpunkt gekommen mal ein bisschen das Tempo zu erhöhen und so fiel die 1:50 in der dritten Session recht konsequent mit mehreren Runden knapp darunter. Die Session nach dem Mittagessen war dann eher entspannt, weil Bauch voll und dröge, aber in der letzten Session kam dann noch meine Bestzeit für dieses heraus: eine 1:47.3. Da bin ich erstmal zufrieden mit, die Auswertung vom Laptimer zeigt dann auch noch sehr hohe Ungleichmäßigkeit in den Geschwindigkeiten der Runden. Da ist noch jede Menge Luft. Aber der Sachsenring ist auch keine einfache Strecke und ich hab nicht erwartet sofort wahnsinnige Zeiten in den Asphalt zu brennen.

Foto von sport-fotografie.de

Mit dem Blauwal bin ich im großen und ganzen zufrieden, das Fahrwerk braucht aber noch Zuwendung. Irgendwie fand ich das Gefühl fürs Vorderrad nicht ganz so klar wie ich das von den Ducatis gewohnt bin und die Feder hinten scheint mir zu hart für mein Gewicht. Da bin ich aber im Kontakt mit dem Strucki der die Mille fuhr, seine Feder ist ihm eigentlich zu weich und vermutlich werden wir einfach tauschen. Was auch verbesserungswürdig ist, ist die Bremse. Die Beläge waren mir eher zu zahm und die von Aprilia gewählte axiale Bremspumpe ist irgendwie auch nicht so das gelbe vom Ei. Mal sehen was man da machen kann ohne aus dem StVO Bereich zu kommen. Denn da soll der Blauwal weiterhin hauptsächlich zuhause sein.

Aber wenn es mal wieder Sachsenring werden sollte, dann darf der Wal gerne wieder dort schwimmen.

Ich muss nächste Woche auf die andere Seite der Stadt, ich hab aber keine Lust dort mit dem ÖPNV hinzufahren, also hab ich mich endlich mal durchgerungen dem Blauwal frischen TÜV zu verpassen. Kurzerhand Termin gemacht und noch mal die Batterie geladen, den originalen Schalldämpfer angebaut und die Schaltumkehr gegen die originale getauscht. Man muss ja keine schlafenden Hunde wecken, selbst wenn das eigentlich alles legal wäre.. denke ich.

Sorgen bereitete mir eigentlich hauptsächlich der Hauptscheinwerfer, ein übliches Problem der alten Mille ist das die transparente Plaste rissig wird von Sonne und Wetter. Auch die Chrombeschichtung gammelt gerne. Letzteres ist noch nicht so doll bei mir, aber rissig ist der Scheinwerfer definitiv. Der nette Herr in der Prüfwerkstatt war aber sehr gnädig, wies mich nur darauf hin und war aber ansonsten mit dem Gerät zufrieden, so das ich bis 2025 erstmal Ruhe habe.

Da freut sich der Säugefisch!

Weil das alles so gut geklappt hat und das Wetter sonnig, bin ich noch einen kleinen Umweg zurück in die Werkstatt gefahren. Dabei hab ich dann auch gleich meine frischen Fahrzeugpapiere einer netten Dame von der Rennleitung zeigen dürfen, die da ihrem Tagesgeschäft zur Staatskassenaufbesserung nachgingen. Ich war wo links abgebogen wo man aktuell Baustellenbedingt nicht links abbiegen darf, wo das aber alle machen die da in der Ecke öfter unterwegs sind. Naja, gibt dann halt ein erhöhtes Straßennutzungsendgeld von 30 EUR. C’est la vie!

Jetzt freue ich mich darauf mal irgendwann eine kleine Runde mit dem Blauwal zu drehen, dazu muss die Schaltumkehr aber wieder dran, sonst gibts Klumpen im Hirn, und der Zubehörauspuff. Mal sehen wann man sich einen Tag freischaufeln kann!

Heute einen prima Werkstattabend gehabt, Besuch von einem alten Werkstattnachbar noch aus der Zeit in der Hochstraße!

Lauter Dinge von der Todo abgearbeitet. Den Bursigadapter für den Blauwal fertig gestellt, somit ist das Gerät jetzt bereit für seinen Ausflug an den Sachsenring und TÜV kann auch kommen.

Dann noch den Bursigständer vom Admiral umgebaut auf von oben einschraubbare Befestigungen der Rollen. Eine echte Lebensqualitätsverbesserung!

Und dann noch den Admiral auf die Bühne geschoben und mal eben Ventilspiel gecheckt. Immer wieder fantastisch wie Servicefreundlich das Motorrad ist! Könnte aber auch daran liegen das es schon ein paar Jährchen Optimierung hinter sich hat. ;)

Alle Werte waren wunderbar und wichen auch nicht von den Werten vom letzten Jahr ab, alles fühlt sich richtig an, da muss genau nix eingestellt werden! Riemen wieder drauf und fertig.

HorizontalOpenClose
IN0,13<0,04
EX0,13<0,04
VertikalOpenClose
IN0,13<0,04
EX0,15<0,04

Bei der Gelegenheit hab ich auch mal mit der Endoskopkamera in die Zylinder geschaut. Der Stehende sieht 1a aus, der liegende hat ganz leichte Riefen an ein zwei Stellen und im Brennraum ist er recht verkokt. Vielleicht sollte ich da bei Gelegenheit mal die Ventilschaftdichtungen tauschen. Aber nichts was mega dringend ist.

Im neuen Jahr, welches ja jetzt inzwischen schon leicht angegrabbelt ist, hab ich die neuen Lager ins Hinterrad gedengelt und auch die Schwinge hat ihre neuen Nadellager samt zweilippiger Wellendichtringe bekommen. Dafür hab ich mir extra einen Eintreiber gedreht damit sie auf die korrekte Tiefe kommen und nicht weiter rein. Telfon Unterlegscheiben hab ich an der Schwinge auch noch dazwischen getan, ebenso am Knocken der Umlenkung. Allerdings waren da die mitgelieferten nicht passend, weil sie von 17mm Bolzen im Lager ausgingen und bei Racetorx wohl 20mm Durchmesser angesagt ist. Aber kurz mit dem Stufenbohrer auf 20mm aufbohren und fertig. Blöd war nur das davon nur drei dabei waren, also musste ich mir einen vierten aus POM zurecht drehen. Gar nicht so einfach so dünnes weiches Material abzustechen.

Links POM, rechts Teflon.

Dann konnte ich endlich den ganzen Umlenkungströdel samt Öhlins Federbein wieder einbauen, die Verkleidung wieder anbauen und das Gerät wieder auf eigene Beine stellen. Denn als nächstes Stand auf dem Plan eine kleine Modifikation zu basteln. Von meinen Ducatis bin ich ja gewöhnt mit umgekehrtem Schaltschema zu fahren, also 1. Gang ist nach oben, hochschalten nach unten. Damit ich mich nicht umgewöhnen muss auf der Mille, wollte ich das dort auch haben. Nun hat die Mille aber von Hause aus einen Direktschalthebel an der Schaltwelle, ergo kann man da nicht einfach was umstecken.

Gesucht wurde ein Schaltgestänge wo man beim drauf treten, die Schaltwelle gegen den Uhrzeigersinn dreht, fürs Hochschalten. Blöd hinzu kommt allerdings, das die Verkleidung verhindert das man den Hebel auf der Schaltwelle nach unten auslegt. Da ist schlicht kein Platz. Ergo muss der Hebel nach oben zeigen und am Fußhebel muss die Schaltstange ebenfalls oben angebracht sein.

Ich hab mir von einer RS125 erstmal das Schaltgestänge besorgt, denn ich las irgendwo das der Hebel für die Schaltwelle die gleiche Verzahnung hat wie die RSV. Da konnte ich zumindest schon mal diesen draus nehmen und auch die mitgelieferte Schaltstange weiter benutzen. Der Fußhebel selbst war ungeeignet (s.o.).

Nach ein wenig wühlen im Regal fand ich dann einen Fußbremshebel aus irgendeiner Ducati, wenn man den auf dem Kopf montiert, zeigt die Befestigung für die Schaltstange nach oben. Man kann natürlich für viel Geld solche Fußhebel auch kaufen.

Jetzt brauchte es nur noch eine passende Befestigung an der Fußraste, welche ja immerhin schon mal ein passendes Befestigungsloch ab Werk hat. Ich hab dann eine Gewindemuffe bis auf ein Stückchen Sechskant abgedreht, so das sie gerade so durch das Loch in der Fußrastenhalteplatte durch geht. Dann kamen noch ein paar passende Abstandshülsen dazwischen und schon konnte ich den Fußhebel ordentlich festschrauben, so das er noch sein nötiges Spiel zum Bewegen hat. Die Schaltstange wurde dann noch passend eingekürzt. Trocken Schalten funktioniert schon mal problemlos, spannend ist dann natürlich ob es beim Fahren auch funktioniert. Ganz 100%ig sicher bin ich mir mit dem Verhältnis der beidem Hebel auf Schaltwelle und am Fußhebel noch nicht, aber ich werde das einfach mal ausprobieren. Die Nase in der sonst der Stempel für den Bremslichtschalter steckt muss ich noch weg machen.

Nachtrag:

Ich hab durch Zufall noch einen Umkehrschalthebel von LSL für die RSV4 gefunden den es günstig in den Kleinanzeigen gab, den hab ich heute mehr oder weniger Plug&Play auf meine Modifikation bauen können und das ganze ist noch mal eine ganze Ecke besser. Erstens war ein Kugelgelenk mit Linksgewinde dabei uns zweitens ist der Hebel länger als der Ducati-Hebel und es passt das originale Fußteil vom Schalthebel. Man kann das ganze jetzt also wunderbar feineinstellen.

Als letzte Werkstattarbeit für 2022 hatte ich mir den Austausch der Radlager in der Mille Hinterradfelge vorgenommen. Die neuen Lager hatte ich schon zuhause in den Tiefkühlschrank getan und dann mit Kühlakku in die Werkstatt transportiert.

Der Plan war simpel, alte Lager raus, neue Lager rein. Was auch sonst. Leider gestaltete sich das “raus” schwierig. Erstens waren die Lager schon etwas angegammelt und zweitens waren die Aussparungen in der Hülse zwischen den Lagern, in welchen man eigentlich einen Durchschlag oder Abzieher ansetzen kann, sehr klein und der innere Rand der inneren Lagerschale war abgerundet. Damit war es quasi unmöglich einen Durchschlag anzusetzen, man rutschte immer wieder ab. Auch mein Abzieher fand keinen Halt und rutschte immer wieder durch. Die Abstandshülse selbst war auch so fest, das man sich nicht verschieben konnte.

Am Ende blieb mir nichts anderes übrig als mit einem Dremel das Loch in der Abstandshülse aufzufräsen, dann konnte ich endlich Kraft mit dem Durchschlag auf das Lager ausüben und nachdem es sich gelockert hatte, war auch genug Luft damit der Abzieher halt fand.

Das ganze hat bestimmt 3h gebraucht, weswegen ich dann keine Lust mehr hatte die neuen Lager einzubauen, sondern hebe mir das fürs neue Jahr auf.

Dafür hab ich mich dann noch an die Nadellager in der Schwinge gewagt, die waren dann mit einer Gewindestange und ein bisschen improvisieren relativ schnell draußen, wo einem dann auch die Nadeln schon entgegen fielen. Die neuen Nadellager haben einen Lagerkäfig.

Am Tag der Abfahrt in den Silvesterurlaub kamen dann noch Ersatzteile für die Umlenkung an. Ich hab von dem netten Menschen der mir schon das Öhlins Federbein verkauft hat, die komplette Umlenkung gekauft. Die besteht aus einem Knochen von Racetorx welcher deutlich stabiler ist als der originale Knochen, einmal allen Lagern, Dichtungen, Lagerbolzen und noch den Dreiecksplatten. Allerdings sind diese wohl von einer Heckhöherlegung, da muss ich mir noch überlegen ob ich diese überhaupt verbauen möchte.

Aber das gehe ich erst im nächsten Jahr an. Denn jetzt ist erstmal Urlaub angesagt, von daher bis nächstes Jahr und guten Rutsch!

Um das Öhlins Federbein in den Blauwal zu bekommen, kommt man ja an der Federbeinumlenkung nicht vorbei. Da ich an verschiedenen Stellen schon gelesen habe das die Nadellager der Umlenkung ein gern übersehenes Verschleißteil bei der Mille sind, hab ich die Gelegenheit natürlich genutzt um dort auch mal nachzuschauen.

Dazu musst das ganze Gerät erstmal entsprechend aufgebockt werden, also Gewindestange durch die Schwingenachse und Jack-Stands drunter, die passten mit ca. 5mm links und rechts neben den Rahmen und mit ca. 3mm Luft zwischen Bühne und Hinterrad reichte es dann auch zum ausfedern des Hinterrades. Glück gehabt, sonst hätte ich das ganze neben der Bühne oder an der Laufkatze aufhängen müssen.

Da jetzt das Hinterrad in der Luft und vor allem für die Schrauben an der Umlenkung im Wege war, kam das auch gleich raus. Das war eine gute Idee wie sich rausstellte, denn die Radlager waren etwas gruselig. Interessanterweise waren die Lager im Kettenradträger hervorragend, während die Lager im Rad selbst hinüber sind. Da braucht es also neue.

Weiter ging es mit den Verschraubungen am Umlenkungsdreieck. Nachdem ich den Endschalldämpfer aus dem Weg gebaut hatte, gingen zwei von denen so auf, die dritte konnte ich erst mit dem Schlagschrauber überreden. Schon die Muttern liessen auf nichts gutes schließen.

Und leider bewahrheiteten sich die Vorahnungen dann auch, zwar sind die Lagerbolzen jetzt noch nicht rostig und festgegammelt, aber sie haben auf der Druckseite doch ganze ordentliche Laufspuren. Wenn man mit dem Fingernagel drüber fährt merkt man wo die Nadeln der Lager sich eingearbeitet haben.

Nach dem reinigen der erbeuteten Teile stellte ich dann noch fest das der Knochen sich wohl auf den Rollen verschoben und an den Dreiecksplatten gerieben hat. Wenn auch nicht fatal, doch etwas ärgerlich. Vier PTFE Ringe für ein paar Cent links und rechts vom Knochen hätten das verhindern können.

Nun ist zumindest mal klar was alles kaputt und was neu muss, Ersatz ist auch schon geordert. So lange warte ich jetzt noch mit dem Einbau des Federbeins und putze erstmal die jetzt, aber sonst nicht, gut zugänglichen Stellen.

Der Blauwal braucht vor dem Einsatz im nächsten Jahr ein bisschen Pflege, so gab es als erstes mal neue Brembo Serie Oro Bremsscheiben und frische EBC Beläge, auch wenn die alten Beläge noch viel Fleisch haben.. die Scheiben waren kurz vor der Verschleißgrenze und arg wellig. Vom Dreck in den Bremszangen ganz zu schweigen. Also erstmal ordentlich sauber gemacht.

Dann warf ich einen Blick in die Airbox und wunderte mich was das für ein komischer Papierfilter war, bis ich feststellte das es sich um einen K&N Filter handelte der wohl schon sehr lange keine Wartung mehr gesehen hatte und quasi kein Filteröl mehr drin hat. Den erstmal trocken und dann nass zu reinigen hat echt eine Weile gedauert, dann gab es frisches Öl. Wo die Airbox schon mal offen war, hab ich noch einen Blick in Richtung Ansaugmuffe geworfen.. da war doch schon mal wer dran oder? Wo der Tank schon oben war, gab es noch neue Hitzeschutzmatte für die Tankunterseite, die alte wurde nur noch notdürftig von Gaffatape gehalten.

Der nicht ganz originale Ansaugkanal und der verbaute Akrapovic ESD liessen mich dann vermuten das auch in Richtung Steuergerät nicht mehr alles so ganz original sein könnte. Ein Blick zu PIN16 bestätigte das, den hat jemand mit Hilfe einer Lüsterklemme getrennt. Interessante Idee. Wo ich in der Ecke schon mal war, schaute ich auch noch ins Steuergerät und da kam ein EPROM von Dynotec zum Vorschein. Jemand ne Idee für welches Setup die so sind?

Was ich jetzt noch auf der To-Do habe ist nach der Lagerung der Federbeinumlenkung zu schauen und wenn ich die eh schon auseinander habe, dann kann ich auch gleich noch was schönes einbauen. Aber dafür muss ich den Wal erstmal an die Laufkatze an der Decke hängen. Das mach ich ein andernmal.

Vor ein paar Wochenenden schon folgte ich einer spontanen Eingebung ins Brandenburger Umland und kam mit einer 2001er Aprilia RSV Mille wieder nach Hause. Das Gerät hat ca. 53.000 km auf der Uhr, ist aber, zumindest auf den ersten Blick, in sehr gut gepflegtem Zustand.

Klar gibts ein paar Dinge zu tun, zB. hab ich schon neue Bremsscheiben und Beläge organisiert, denn die Scheiben sind die originalen ab Werk und keine zehntel Millimeter vor Verschleißmaß. Die Reifen sind nicht mehr die frischesten. Das ein oder andere muss ich noch checken und sicherlich werden noch ein paar Service-Items dazu kommen. Aber große Umbauten gibt es erstmal nicht.

Der Plan damit ist, ein bisschen auf der Straße damit zu fahren (im März braucht sie noch neuen TÜV und ja ich weiß eigentlich wollte ich das nicht mehr.. hab ich aber schon mit Bambi damit gebrochen) und sie dann mal über die Rennstrecke zu jagen um zu schauen wie einem so ein 128 PS Gerät so taugt. Ursprünglich hatte ich mich, schon letzten Herbst, nach einer Ducati 848 umgesehen, aber die werden selbst für runter gerockte Exemplare für unglaubliche Preise gehandelt das man keine Lust hat so etwas “mal auszuprobieren”. Klar ist die RSV älter, schwerer (218kg) und nicht so agil. Aber die RSV war halt dagegen günstiger als eine Monster 600.