Da wir in Groß Dölln letzte Woche einen Tag haben sausen lassen, haben wir spontan beschlossen den diesjährigen 1. Mai mit Flatratefahren am STC zu verbringen, denn die Wettervorhersage war hervorragend und es sollten dann auch über 20°C mehr sein als in Groß Dölln.

Der Van war quasi schon gepackt seit der Rückfahrt aus Groß Dölln, allerdings musste noch mal alles raus weil sowohl ich als auch Axel doch noch etwas schrauben mussten. Er tauschte die Bremspumpe und ich hatte ja noch das nervige quietschen an der Bremse von Krümel. Also Bremssättel und Vorderrad raus und angeschaut, auf einem Bremssattel gab es innen komische Schleifspuren, an dem Absatz der den Bremsbelag im Sattel hält. Hatte da etwa die Bremsscheibe Kontakt mit dem Sattel?

Im Winter habe ich ja eine KTM SuperDuke 990 Felge nebst selbst hergestellten Spacern verbaut, das haben wir so auch für Axels Shyster so umgesetzt. Dort ohne Probleme. Was aber bei Krümel anders ist, sind die 5mm Brembo Bremsscheiben! Also mal das Rad und die Bremssättel ohne Bremsklötze verbaut und siehe da, der rechte Sattel hat eben an der Stelle wo es die Schleifspuren gibt Kontakt mit der Bremsscheibe! Beim damaligen Messen zum Herstellen der Spacer mit 4,5mm Bremsscheiben gab es das Problem einfach nicht! Jetzt für den Termin griff ich zu einer low-tech Lösung und unterlegte den rechten Bremssattel mit zwei sehr dünnen Unterlegscheiben. Dann noch die Scheiben gesäubert, die Bremsklötze ein wenig abgezogen und zur Sicherheit packte ich noch ein 999 Vorderrad mit 4,5mm Bremsscheiben ein. Nur für alle Fälle.

Der Tag am STC war dann wunderbar, vor allem Axel fühlt sich mit seiner neuen Street Triple pudelwohl! Ich kam relativ schnell auf meine üblichen tiefen 1:4Xer Zeiten, schaffte es aber nur maximal auf eine 1:41. Das Datarecording meint, gebremst hab ich oft später als 2022, dafür aber zu viel. Damit war ich zu langsam am Scheitelpunkt und selbst das konsequentere Gas geben aus der Kurve raus konnte das nicht mehr ausgleichen.. tja, so ist das halt mit einem langsamen Moped. Nimmst du den Schwung nicht mit, haste verloren. Und dann war ich im Omega stellenweise noch 10km/h langsamer in Schräglage als 2022, da weiß ich jetzt auch nicht warum. Vielleicht ist der SC2 hinten doch mal langsam fertig? Oder ich muss noch mal am Federbein bisschen an den Settings drehen. Das TPS signal recording lässt mich erahnen dass das Vertrauen ins Hinterrad nicht 100% da war.

Die Bremse quietschte den ersten Turn noch ein wenig, verlor dies aber dann im zweiten Turn. Von daher ist das Problem damit behoben, auch wenn die Lösung nur temporär ist. Vermutlich werde ich am Bremssattel selbst etwas Platz schaffen. Das muss ich mir aber noch mal genauer anschauen.

War anfänglich noch der Plan den Admiral und die 999 in Groß Dölln im Vergleich zu fahren, lachte mich das Wetter für diese Idee ein bisschen aus. Je öfter man auf die Vorhersage schaute, desto schlechter wurde diese. Erst war es nur kalt, dann sollte es Regen und irgendwann war sogar Schneeregen angesagt. Den gab es wohl auch.

Dementsprechend dynamisch war auch unsere Vorbereitung. Erst überlegten wir doch in einer Pension zu nächtigen, dann reservierten wir ein Hotelzimmer. Ich switchte von der Paarung Admiral/999 zu nur Krümel und zwei Tage vor dem Event war klar, wir lassen den Montag auf Grund des Wetters aus, laden Krümel und die neue Streety von Axel am Sonntag in den Van und fahren, bei okayer Vorhersage, am Dienstag ganz früh in die Uckermark.

Die Vorhersage war dann am Montag für Dienstag okayisch. Nicht nur 6°C wie Montag sogar 9°C und tatsächlich kein Regen und zumindest am Vormittag sogar Sonne. Genau so kam es auch. Lag bei der Fahrt nach Groß Dölln noch Nebel auf Wiesen und Feldern, lichtete sich das ganze im Fahrerlager und die Sonne kam raus.

Nach kurzer Fahrerbesprechung konnten wir uns Anmelden und schafften es sogar vorher noch auszuladen und die Reifenwärme einzustecken. Ab 0900 konnte man losrollen. Der Zeitplan für das Event bestand aus 45min open pitlane sessions, unterbrochen von 15min Instruktortraining und um 18 Uhr war Feierabend. Es gab also genug Fahrzeit, so das ich die ersten 45min erstmal zum Umziehen und fertig machen verstreichen ließ.

Ab dem zweiten 45min Fenster spielte ich dann mit, erstaunlicherweise waren die gelernten Dinge aus dem letzten Jahr noch im Gehirn vorhanden und das fahren ging ganz gut von der Hand. Nur die Vorderradbremse von Krümel machte zicken, immer wenn man ordentlich anbremste fing sie ab einem bestimmten Punkt unangenehm an zu singen. Es pulsierte nicht im Hebel und es bremste auch, nur das Geräusch war irritierend und half nicht gerade dabei ordentlich in Richtung Scheitelpunkt zu bremsen. Ich hab dann mit einer Feie die Bremsklötze entgratet, mir sogar Kupferpaste von einem Nachbarn geschnorrt und hinten auf die Pads getan, es half alles nichts. Die Bremse sang. Ein bisschen bildete ich mir ein das es von der Temperatur abhing, je heißer die Bremse desto weniger war es, auch meine ich das den Frontfender mit Gaffatape zu bekleben das Geräusch verminderte, es kann auch einfach sein das ich es lernte es zu ignorieren. Ich werd nicht schlau draus.

Ab dem vorletzten Turn war ich dann gut eingefahren und die Zeiten, wenn kein Verkehr war, lagen relativ konstant bei tiefen 1:3Xern. Ich bleib dann für 15 Runden draußen, also ca. 25min Fahrzeit am Stück, Danach musste Axel auch kurz das Moped halten damit ich gefahrlos absteigen konnte. :)

Bestzeit war dann eine 1:32, was von meinen 1:29 noch ein bisschen weg ist, aber angesichts der Bremse und der kalten Witterung durchaus okay ist.

Im großen und ganzen haben wir alles richtig gemacht, wenn wir auch nur einen Tag gefahren sind haben wir uns den besseren der zwei ausgesucht und vermieden teuer im Hotel zu schlafen oder sinnlos in der Kälte im Fahrerlager zu hocken. Eventuell holen wir den einen verlorenen Fahrtag am 1. Mai nach, da soll schönes Wetter sein und der STC hat flatrate fahren im Angebot!

Puh schon ne Weile nichts mehr geschrieben. Viel mit Arbeit und leider Krankheit zu tun gehabt die letzten Monate, da war zwar auch immer Zeit auch mal zu schrauben aber nicht zu schreiben.

Was ist also der Stand?

Bambi, da passiert nix. Also ausser das ich Sprit aus den Vergasern gelassen habe und es mal neue Zündkerzen geben sollte.

Der Admiral steht wie zum Geburtstag da, dort hat sich nichts getan.. bis auf das ich ihn der Rahmenhülse für den Bursigständer beraubt habe um die 999 in die Luft zu bringen.

Selbige (999) steht mehr oder weniger komplett zerlegt auf der Hebebühne. Es gab eine Ventilspielkontrolle ohne Auffälligkeiten, dafür musste echt das halbe Moped zerlegt werden. Dann musste ich feststellen das jemand die Ventildeckel komplett mit Silikon abgedichtet hatte, was auch dicht war, aber leider fürs weitere Abdichten das große Elend war denn das Silikon da wieder runter zu bekommen war leider eine totalen Scheissarbeit! Danach wieder zusammenbauen und selbst mit wenig Dichtmittel abdichten, hoffe das ist mir gelungen.

Kühlmittel ist auch raus und Kühler war runter, weil man sonst ja nicht vernünftig an den liegenden Zylinderkopf kommt. Was hab ich geflucht. Mehr noch bei der Airbox die auch runter war um eine fehlende Mutter im Airboxdeckel zu ersetzen. Wow war das elend. Frische Riemen gab es auch, die alten waren auf jeden Fall schon…. alt. Wenn ich so an der 999 schraube, merke ich erst wie Pflegeleicht der Admiral ist..

Die Bremssättel habe eine äusserst gründliche Reinigung bekommen, ich vermute ihre erste. Die Gabel der 999 ist auch komplett zerlegt, da gibts einmal alles frisch. Das übliche also, Moped kaufen und erstmal durchservicen. Schraube -> Kopf. Dann in 03 muss das Gerät zum TÜV, mach ich mir aber nicht wirklich Sorgen.

Krümel hat nun endlich die finale Änderung am Vorderrad bekommen, nachdem letzten Winter auf SBK Bastardgabel umgerüstet wurde, erstand ich jetzt endlich ein KTM SuperDuke 990 Vorderrad für einen vertretbaren Preis. Mit Axel hatte ich schon im Frühling 2023 Adapter fertigen lassen damit solch ein Vorderrad in Ducati SBK Gabel benutzen kann. Ein Paar Adapter ging in seine Shyster, das andere Paar steckt nun mit entsprechendem Vorderrad in Krümel und ich kann endlich die Bremssattelspacer weg lassen, da jetzt der Abstand der Bremsscheiben zu den Bremssattelaufnahmen passt. Frische Bremsscheiben gab es schon vor einer Weile.

Der Blauwal hingegen steht ein wenig bedröppelt in der Ecke. Vorbereitet für den Verkauf und annonciert, wartet er vermutlich auf den Frühling und das ihn irgendwer aufnimmt. Viel Interesse gibt es da bisher nicht, aber ist jetzt ob der Jahreszeit auch nicht wirklich verwunderlich.

Ob der Jahreszeit ist es auch nicht besonders muckelig in der Werkstatt, Heizweste hilft zwar aber es sind dann halt doch eben nur so 4-5°C wenn man ankommt.

Rennstreckentermine sind für 2024 auch schon gebucht, muss aber noch würfeln zu welchem Termin ich welches Moped ich mitnehme.. Luxusprobleme!

Anyway, Frohes Neues!

Genauso wie das Fahren im Oktober ein kleine Glücksspiel sein kann das man verliert, kann man auch beim Saisonanfang Ende April nicht so tolles Wetter haben. Hatten wir aber auch schon anders, letztes Jahr zum Beispiel war alles schön. Dieses Jahr war es einfach nur kalt und vor allem total windig!

Immerhin blieb der vorausgesagte Regen weitestgehend weg, bis auf einen kleinen Niederschlag am zweiten Tag blieb die Strecke trocken. Einen Turn drehte ich sogar im leichten Nieselregen auf Slicks und war erstaunt wie gut das noch funktionierte, im Turn danach der eigentlich trockener hätte sein müssen, rutschte dann aber das Vorderrad kurz in der noch feuchten Wittekurve, da hatte ich es wohl bisschen überreizt.

Krümel steht das rote Renndress ganz gut finde ich!

Generell hatte ich das die beiden Tage mit einer suboptimalen Vorderradbremse zu tun, scheinbar hat eine der beiden Scheiben an Krümel einen ganz leichten Schlag und beim anlegen der Bremse gab es unschöne Vibrationen, dass kann man zwar ein Stück weit ausblenden wenn es ansonsten gut bremst, aber 100% Vertrauen gibt es dann halt auch nicht. Auch komisch war eine ab und zu niedrige Leerlaufdrehzahl unter 1000 RPM und auch ein leichtes Auspuffknallen während der Motorbremse, allerdings nicht immer und nicht in allen Turns. Das ist noch unklar, Vermutung ist eventuell doch leicht zugesetzter Vergaser.. da muss ich wohl mal bei. Das komplett umgebaute Fahrwerk funktionierte aber wunderbar.

Am ersten Tag konnte ich meine Bestzeit vom letzten Jahr zwar nicht erreichen, sondern es kamen nur die 1:43er Zeiten von vor zwei Jahren raus, aber angesichts einer Streckentemperatur von nur 24°C und der problematischen Bremse war das auch okay. Der zweite Tag war dann noch kälter, keine 13°C Lufttemperatur und ein eisiger Wind den ganzen Tag. Nach den Turns kam ich mit kalten Füßen und Händen rein. Da war nichts zu holen an Zeiten und das höchste der Gefühle irgendwas um 1:45. Auch machten mir die Mitspieler in meiner Gruppe irgendwie keine Freude. Klassisches Beispiel war eine RSV4, welche mich partout nicht sehen wollte wenn ich mich innen oder aussen neben sie bremste und dann mit viermal so viel PS wie Krümel auf der Geraden wieder davon brauste, oder das japanische BigBike wo der Fahrer sich nach der Waldkehre 3-4 Runden nacheinander zu mir umdrehte um zu sehen ob ich noch da war.. seufz. Aber so ist das halt mit 54 PS am Rad, ist ja selbst gewähltes Leid. Man hat halt immer das Gefühl es fehlen 10-15 PS.

Am ersten Abend gab es noch Sonne

Vor zwei Wochen wollte ich endlich mal den neuen Tank von Krümel testweise befüllen und den Motor anwerfen. Immerhin steht der erste Termin am STC in ein paar Wochen schon im Kalender.

Zuerst mal Benzin reingekippt und festgestellt das an der Hauptdichtung Benzin vorbei fliesst. Als Ursache stellten sich dann leicht zu lange Schrauben raus, die in den Sacklöchern anschlugen und damit die Dichtung nicht vernünftig komprimierten. Das war schnell behoben und nachdem dort kein Tropfen mehr raus kam, ging es ans anwerfen.

Da die Schwimmerkammern über den Winter abgelassen wurden und überall Luft im System ist, war mir klar das ich einen Moment den Starter laufen lassen muss damit die Unterdruckbenzinpumpe die Schwimmerkammern ausreichend befüllt. Aber nach einer ganzen Weile orgeln tat sich immer noch nichts. Mit Bremsenreiniger lief Krümel aber. Also mal den Schwimmerkammerablauf aufgemacht, nichts! Komplett trocken.

Die Schlauchkonstruktion im Tank.

Okay, erste Theorie, die Benzinpumpe schafft es auf Grund der vielen Luft im System nicht da genug Unterdruck aufzubauen und auf Grund der Konstruktion mit dem 180° Schlauch zum Filter im Tank wird das nichts. Also Tank runter und mit einer Spritze das System manuell befüllt und siehe da, Krümel lief! Wunterbar, also jetzt Tank wieder drauf und angeworfen. Läuft. Aber dann eben auch nicht mehr. Ging wieder aus. Komisch.

Zweite Theorie, die Unterdruckpumpe schafft es generell nicht durch das Schlauchkonstrukt im Tank Benzin zu ziehen. Ich wollte ja schon eine Weile auf eine elektrische Pumpe umbauen, allerdings war die erste welche ich erstanden hatte damals defekt und so hab ich das Projekt erstmal auf Eis gelegt. Jetzt kam mir das wieder in den Sinn und während ich eine Woche im Urlaub war, lieferte mir das Internet eine Pumpe.

Heute dann also wieder ans Werk gemacht, aber zwischendrin noch eine Idee gehabt. Ich entferne das Schlauchkonstrukt im Tank, so das der Sprit einfach so per Schwerkraft schon aus dem Tank laufen sollte, dann müsste das auch mit der Unterdruckbenzinpumpe funktionieren. Also Tank wieder auf, Schlauch rausgenommen und wieder zusammen, Tank drauf. Orgeln, nichts. Hä?

Da war ich etwas ratlos. Anspringen tut das Motorrad mit Bremsenreiniger, Zündung ist also da und es fehlt nur Sprit. Unterdruckbenzinhahn und Pumpe funktionieren auch, wenn ich händisch Benzin ins System bringe. Hänge ich den Tank dran, geht nix. Durchmesser vom Tankstutzen? Nee. Irgendwo eine Restriktion? Nee. Benzinschlauch-Schnellverschlüsse komisch? Warum sollten sie. Oder sollten sie? Hmmm!

Kurzerhand geschaut ob da überhaupt etwas durch läuft wenn ich die Schnellverschlüsse der Benzinleitung verbinde und siehe da, da kommt nichts durch! What?! Die ganze Fehlersuche war komplett am Problem vorbei, es waren schlicht nicht funktionierende Schnellverschlüsse?!

Gegen welche getauscht wo ich weiss das die funktionieren, zack sprang Krümel ohne Probleme an. Krass. Ich muss die bei Gelegenheit mal zerlegen, die waren neu gekauft bei dem Laden wo ich die immer kaufe aber ein Test mit Luft zeigt: die sind dicht! Kein Durchfluss.

Naja, damit war aber das Ziel erreich, Krümel läuft mit neuem Tank und ist bereit für den ersten Rollout am STC!

Ich habe ja kein rotes Motorrad mehr. Alle die rot waren habe ich verkauft, die SV und die 1100 EVO. So ein Leben ohne rotes Motorrad kann man machen, aber so ganz richtig ist das für mich nicht! Also musste Krümel dran glauben und ein neues Farbkleid bekommen.

Ich irgendwoher für Krümel einen roten Ducati Monster 620 Tank bekommen, einer aus Plastik. Der ist schön rot, aber eben für ein Einspritzmodell. Diese haben die Benzinpumpe innenliegend, bei den Vergasertanks geht man ja davon aus das die Unterdruckpumpe den Job erledigt und im Tank eigentlich nichts weiter ist.

Der Tank kam ohne die Grundplatte für die Pumpe, also musste ich mir eine passende besorgen. Ich fand dann eine von einer, ich glaube, MTS620 oder so. Die Benzinpumpe. Druckregler und Tankgeber flogen alle raus. Auch der Kabeldurchlass kam weg, dafür hab ich ein Drehteil gemacht welches mit dem originalen O-Ring das Loch abdichtet. Man hätte auch den Kabeldurchlass drin lassen können, aber ich wollte die unnötigen Kabel loswerden.

Da es beim Vergaser keinen Rücklauf gibt, wurde der Anschluss dafür mit einem originalen Schlauchanschluss und einer benzinfesten Gummikappe verschlossen (kommt noch eine Schlauchschelle drauf) der andere Anschluss wird weiter benutzt. Noch schnell eine Halteplatte für den Ansaugrüsssel nebst Grobsieb gefeilt und fertig war die Grundplatte. Hoffentlich ist sie dicht, das muss ich noch testen.

Ganz Naiv hab ich mir dann eine Schnalle für den Tankverschluss bei Stein-Dinse bestellt, aber leider stellte sich raus das sowohl die bestellte als auch die originale vom schwarzen Tank nicht mit rotem Tank und Vergaserrahmen harmoniert. Ich nehme an die Stelle wo die Spange am Rahmen einhakt ist bei den Einspritzrahmen anders. Nach ein wenig Grübeln habe ich mich dann entschieden aus einem Stück Schweißdraht einfach eine neue Spange zu biegen die länger ist.

Und wie sieht das ganze dann aus? Nun ich hab als ich den Tank vor mehreren Monaten bekam mal noch die rote Heckabdeckung die bei Bambi dabei war drauf gesteckt und ich finde das sehr prima! Wie immer kommt das rot aber auf den Bildern nicht so leuchtend rüber wie man sich das so wünscht. Als letzte Baustelle bleiben jetzt noch die Schlauchtüllen für den Anschluss vom Tanküberlauf unter dem Tank, dann ist das neue rote Kleid für Krümel fertig. Achja, Krümelmonster Aufkleber kommen natürlich auch wieder drauf. ;)

Krümel sollte eine kleine Überarbeitung des Fahrwerks bekommen. Wirklich triftige Gründe gibt es dafür nicht, allerdings brauchten wir für Bambi noch ein Federbein und da mir ein Technoflex mit externem Ausgleichsbehälter (heutzutage Wilbers) über den Weg lief, gibt es da einen kleinen Tausch und das YSS von Krümel wandert in Bambi.

Federbein

Um den externen Ausgleichsbehälter fürs Federbein irgendwie unter zu bringen, musste eine kleine einschraubbare Querstrebe ins Heck gesetzt werden. Für diese konnte ich die ursprünglich für den Sicherungshalter vorgesehenen Verschraubungen nutzen. Mit Hilfe von zwei P-Schellen mit Gummischutz konnte der Ausgleichsbehälter dann dort wunderbar untergebracht werden ohne das er mit der Sitzbank in Kollision kommt. Bonus, einfach die Sitzbank runter nehmen und man kommt an den Dämpfungseinsteller.

SBK vs. Monster/SS/ST Showa Gabel

Für die Front sollte es ein kleines Experiment geben. Was mich ja schon immer nervt ist, dass ich für Krümel nicht die Vorderradfelgen benutzen kann die auch im Admiral stecken. Es wäre doch praktisch einfach die Admiral Felge mit Slick XY in Krümel zu stecken um damit zu fahren. Das geht aber nicht, vor allem weil die Bremsscheiben bei Monster/SS/ST einen anderen Abstand haben als bei den SBK Gabeln wie sie im Admiral steckt.

Was ist also der Unterschied zwischen den SBK Showa Gabel und denen von Monster/SS/ST? Die Gabelfüße! Bei den Showa Gabel von Monster/SS/ST sind die Gabelfüße bzw. die Befestigung der Bremszangen 5 mm weiter nach innen verlegt und beiden Bremsscheiben sind 10 mm weiter zusammen. Bei den SBK Rädern hat man sich wohl gedacht das weiter aussen laufenden Bremsscheiben eine bessere Kühlung erfahren.

Wie bekommt man jetzt also eine Gabel in Krümel die SBK Gabelfüße hat? Naheliegend wäre jetzt die noch rumliegende 749S Gabel in Krümel zu verpflanzen. Allerdings würde es dafür eine neue obere Gabelbrücke benötigen, denn die Monster/SS/ST Gabel haben eine 50/54 Klemmung und die SBK Gabel 53/53. 53mm in 54mm klemmen geht mit Shims, aber 50mm auf 53mm aufspindeln.. naja. Außerdem wollte ich meine AEM Gabelbrücke gerne behalten.

Ein weiterer Vorteil der SBK Innereien wäre, das diese deutlich besser sind als in den anderen Showas. Torbjörn, mit dem ich bei der ganzen Geschichte auch in Kontakt stand, hat da mal einen sehr langen und ausführlichen Artikel zu geschrieben.

Es kam jetzt also die Frage auf, ob man nicht einfach die Innereien, also Gabelfüse, Innenrohr nebst Dämpferelementen, aus der SBK Gabel in ein 50/54 Außenrohr verbauen kann. Die kurze Antwort lautet “Ja”, die lange Antwort lautet “Ja, aber”!

Not all are created equal

Zu allererst braucht man eine 50/54 Gabel bei der die Außenrohre der Länge der Außenrohre der SBK Gabeln entsprechen, sonst sind diese zu kurz für die Innenrohre! Die Länge der Außenrohre ist bei SBK Gabeln 500 mm. Die einzigen 50/54 Gabeln in der gleichen Länge gibt es bei der Einspritzer SS. Also alle Modelle 620/750/800/900 SS i.e. und die 1000 DS haben 500 mm lange Außenrohre. Allerdings kommen davon wiederum zwei Modelle nicht in Frage und zwar die 620 und 800 SS i.e., denn diese haben Gabeln von Marzocchi, welche zwar die gleichen Dimensionen haben, bei denen allerdings das Gewinde der Gabelkappen einen 0,3 mm kleineren Durchmesser hat, weswegen die Einstellbaren 50 mm Gabelkappen von Showa dort nicht passen. Ask me how I know.

Mix it

Man braucht natürlich auch noch einstellbare Kabelkappen selbst, in 50 mm. Ein weiteres Teil fehlt auch noch für das Puzzle und zwar die obere Gleitbuchse auf dem Innenrohr der SBK Gabel muss von einer mit 1.5 mm Stärke, gegen eine mit 1.0 mm Stärke getauscht werden. Also genau die, welche in 50/54 Gabeln eh verbaut wird. Denn das Außenrohr der 50/54 Gabel hat einen 1 mm geringeren Innendurchmesser gegenüber der SBK Außenrohren.

Nun kann man das SBK Innenrohr nebst Gabelfuß und Simmerringen in dem 50/54 Außenrohr verbauen. Ganz normal wie man das so gewohnt ist bei Showa.

Jetzt noch an den Gabelkappen die kurze Dämpfungsstange der 50mm Gabelkabel nach unten rausdrehen, die sind übrigens aus Bronze, und die laaaange Dämpfungsstange (die sind aus Aluminium) aus der 53 mm SBK Gabelkappe dort wieder einschrauben. Passt einfach so. Aber aufpassen, da drin ist eine kleine Kugel für den Klicker der Dämpfungsverstellung. Wenn die rauskullert ist sie oft für immer einfach weg. Ask me how I know.

Oben der lange Dämpfungsversteller der SBK Gabel aus Alu, unten der kurze aus der Monster Gabel aus Messing.

Tja und jetzt hat man alles zusammen und eine SBK Gabel mit 50/54 Klemmung. Öl noch rein und schon kann man die Gabel einbauen. Noch ein Carbon Frontfender einer 999 dazu. Fertig.

Allerdings ist der Überstand an der oberen Gabelbrücke jetzt natürlich Größer, die SBK 50/54 ist ~2cm länger als die Monster 50/54 Gabel. Steht jetzt statt 13 mm ganze 32 mm über. Sieht halt ein bisschen komisch aus. Oder man kaschiert den Überstand mit etwas Schwarzem.. mal sehen.

Adapter drehen

Was jetzt noch zum Glück fehlt sind Adapter für Bremsen oder Räder, je nachdem welche man benutzen möchte.

Die Monster Räder passen jetzt natürlich nicht mehr, da die Bremsscheiben nicht weit genug auseinander sind (s.o.). Aber das lässt sich relativ einfach durch 5mm Abstandshülsen aus Alu oder Edelstahl für die axialen Bremssättel lösen. Längere Schrauben nicht vergessen. Gibts alles fertig zu kaufen oder man wirft die Drehbank an.

Für die SBK Räder braucht es entweder die SBK Achse mit SBK Radhülsen oder man benutzt die Monsterachse weiter und dreht sich neue Radhülsen für die SBK Räder.

Das muss ich noch erledigen, aber dann ist das ganze fertig und ich kann sowohl die Monster- als auch die SBK-Vorderräder in Krümel fahren.

Der in Groß Dölln abgerissene Kettenspanner musste ersetzt werden. Aber wenn man schon mal dabei ist, kann man ja auch versuchen Dinge zu optimieren. Als erstes bedurfte es eines Ersatzes des linken Kettenspannerdeckels, das war aber relativ einfach denn bei used-italien-parts gibts die in nachgebaut und gefräßt in neu.

Die bisherigen einfachen Schrauben wollte ich jetzt aber mit Gewindestangen und selbstsichernden Muttern ersetzen. Der Vorteil ist, das man die länge der Gewindestangen messen kann um festzustellen ob das Rad gerade eingebaut ist und damit die Kette gerade verläuft. Zumindest wenn man sorgsam arbeitet!

Dazu benötigte ich erstmal zwei mehr oder weniger Exakt gleich lange Gewindestangen die ich in der Drehbank auf einer Seite möglichst Plan bearbeitet habe. Diese wurden dann durch die Kettenspanner durch geschraubt und dann mit selbstsichernder Mutter und Schraubenkleber gesichert. Die Gewindestange soll ja beim drehen der Mutter die aussen liegt sich nicht im Spanner drehen. Wichtig dabei natürlich, dass das Ende welches dann aus dem Kettenspanner raus schaut exakt gleich lang bei beiden Spannern ist.

Dann noch flugs eingebaut und dann testen. Die Kette mit dem Kettenlaser auf so einstellen das es passt und dann festmachen und den Überstand der Gewindestangen messen und siehe da, bis auf den Millimeter genau. Passt also.

Die Schrauben werden dann noch durch selbstsichernde ersetzt, da sollte sich also nie wieder was von alleine los rödeln. Unter den Schrauben sind noch zwei schöne Edelstahl Unterlegscheiben, soll ja nicht auf dem Eloxal rumkratzen.

Es gibt so Momente im Leben wo man sich und sein Handeln auf Grund von Ereignissen in Frage stellt. Jetzt in Groß Dölln war so ein Moment. Aber der Reihe nach.

Wir waren zu zwei Tagen auf AB gebucht, einpacken und anreisen wie üblich. Ich hatte mir überlegt nur Krümel mitzunehmen, da hatte ich schon eine Referenz diese Jahr was Rundenzeit und Daten angeht. Lager aufschlagen und ab zur technischen Abnahme, welche dieses mal zum Glück Gründlich war! “Einer deiner Bremsbeläge ist verkehrt herum drin!” WHAT?! “Und mach mal deine Kette lockerer.” Na gut.

Ja tatsächlich, der rechte äussere Belag war verkehrt herum im Sattel. Also die Reibfläche zu den Bremskolben, die blanke Seite zur Bremsscheibe! Ohje. Wann hatte ich die das letzte mal auseinander? Richtig, vor dem letzten Tag fahren in GD. Ich war also schon einen Tag so auf der Strecke unterwegs gewesen! So sah der Belag auch aus, sauber angeschliffen auf der Rückseite, die Bremsscheibe hatte auch ein wenig gelitten. Gemerkt hatte ich damals davon nichts. Das brauch ich wohl mal alles neu. Jetzt aber erstmal den Belag umgedreht und wieder zusammen gebaut. Peinlichst. Dann noch die Kette ein Stück lockerer.. ob das nun nötig war.

Technische Abnahme war dann auch zufrieden. Ich nicht. Stimmung hatte schon ein wenig gelitten.

Am Abend gab es dann noch ordentlich Regen, wenigstens ein bisschen Abkühlung. Allerdings sorgte die Feuchte dann auch für ordentlich Luftfeuchtigkeit am nächsten Morgen als die Sonne das Wasser verdunstete.

Nach üblicher Fahrerbesprechung ging es raus in den ersten Turn. Man hatte mich, auf Grund von Überhang in anderen Gruppen, in die schnellste Gruppe umsortiert. Bisschen fraglich ob meiner 54 PS am Rad. Aber egal, zum Mittag wird neu sortiert. Die ersten Runden keine Spitzenzeiten fahrend kam ich den Berg runter auf die Gegengerade und merkte plötzlich einen komischen kurzen Ruck im Motorrad. Oha, was jetzt? Doch noch was mit dem Bremsbelag? Etwas irritiert fuhr ich weiter auf meine Linie auf der Geraden, also in der Mitte der rechten Fahrbahnhälfte, schaute kurz links rechts am Moped runter um zu gucken ob ich irgendwo Öl verteile, nichts. Dann auf einmal überholt mich jemand auf einer KTM rechts neben der Fahrbahn auf dem Rasen! WHAT?! Wie zum Geier kommt der dort hin und warum!? Es kam dann auch die rote Flagge, also fuhr ich die Runde raus, was ich auf Grund des komischen Ruckens eh vor hatte und zurück zum Platz.

Dort angekommen schaute ich erstmal was mit Krümel los ist. Nichts lief aus, Motor lief ordentlich. Erstmal unklar. Dann sah ich am Zelt uns gegenüber einen KTM Fahrer und fragte ihn ob er derjenige auf dem Rasen war und ja, tatsächlich! Ich, die ZX10R von seinem Kumpel und die KTM kamen den Hügel runter und genau in dem Moment wo er auf der KTM uns beide rechts überholen wollte, zog die ZX10R auch weiter nach rechts und kollidierte mit der KTM. Die ZX10R kam zu Fall, das Moped machte ein paar Überschläge und der Fahrer landete im neben der Fahrbahn befindlichen Wäldchen. Die KTM ging weiter über den Acker, zum Glück ohne Sturz und überholte mich dann quasi.

Ach-du-kacke.

Dann bemerkte ich die Ursache für den Ruck an Krümel, die linke Kappe des Kettenspanners hatte ich verloren! Das unnötige Kettenspannen am Vorabend hat wohl dafür gesorgt das ich die Schraube nicht fest genug gemacht hatte, die hatte sich los gerödelt, die Kappe war runtergeklappt und dann vermutlich vom Kettenrad eingeklemmt und dann riss die Schraube ab und das ganze Teil flog vom Moped. Scheisse.

Rest von der Schraube dann mit Loctite gesichert und so gut es ging festgezogen.

Zum Glück kam der ZX10R Fahrer dann, zwar humpelnd, aber auf beiden Beinen zurück zu seinen Platz. Das Moped war allerdings ordentlich zerdengelt. Ich hab dann versucht in Erfahrung zu bringen was genau passiert ist, weil ich schon schiss hatte das mein loser Kettenspannerdeckel das Chaos angerichtet hatte! Er hätte den ja auch abbekommen können! Seiner Erzählung nach war er direkt hinter mir als wir den Hügel runter fuhren. Er hatte sich die Stelle schon in der vorherigen Runde zum Überholen ausgesucht. Mit der ZX10R an Krümel dort vorbei gehen ist eigentlich kein Problem. 54 gegen 160+(?) PS. Noch am Hügel sah er irgendwas von meinem Moped fliegen und dann wäre ich sehr schnell sehr viel näher gekommen. Er wollte dann rechts an mir vorbei um mich zu überholen, nur kollidierte er dann mit der KTM. Wir vermuteten beide das ich eventuell vom Gas gegangen bin. Wieder hatte ich schiss das ich dieses Chaos eventuell verursacht hatte. Der KTM Fahrer fand uns wohl beide zu langsam und wollte auch rechts vorbei und als er schon an der ZX10R vorbei war, zog sie in ihn rein. Er hatte davon eindeutige Kratzer am Kettenschutz.

Den folgenden Turn lies ich aus, erstmal nachdenken und runter kommen. Im Turn vor dem Mittag bin ich dann wieder raus und immerhin eine 1:33 gefahren. Wenn auch mit gewissem Unwohlsein. In der Mittagspause hat mir das dann keine Ruhe gelassen und ich hab die Daten vom Laptimer gezogen und mit meinen anderen Runden verglichen. Ich wollte wissen ob ich wirklich vom Gas gegangen bin und dann diese Kette an Ereignissen ausgelöst hatte! Zu meiner Erleichterung stellte ich fest, ich war nicht früher als sonst vom Gas gegangen, die Daten vom TPS Signal zeigten es recht eindeutig. Auch langsamer als sonst war ich an dieser Stelle nicht gewesen.

Zusammen mit dem ZX10R Fahrer schaute ich mir die Auswertung auch noch mal an. Man will ja verstehen was passiert ist um daraus was lernen zu können. Wir haben uns das dann so erklärt, dass er, das erste mal auf einer 1000er unterwegs, am Gas gedreht hat und die Kiste einfach deutlich flotter vorwärts ging als er das von seiner bisherigen 600er gewöhnt ist und ich deswegen mit meinen 54 PS quasi wie eine Wanderschikane vor ihm schnell größer wurde. Der Rest war dann ein blöder Zufall und sehr wahrscheinlich wäre der Unfall auch passiert wenn nicht mein Kettenspanner weggeflogen wäre. Ursächlich war er dafür jedenfalls nicht. Die Verantwortung für diesen hab ich aber auf jeden Fall, das darf nicht passieren! Eine Idee wie ich dem technisch entgegen wirken kann, habe ich auch schon.

Damit war die Sache in meinem Kopf nun aber geklärt und ich konnte nach der Mittagspause, auch weil man mich eine Gruppe runter gestuft hatte, wieder entspannter rausfahren. Im letzten Turn gab es auch mal eine freie Runde ohne Verkehr und ich konnte eine 1:30 raushauen, womit ich wieder dort war wo ich beim letzten Event aufgehört hatte. Damit war ich wieder im Reinen mit mir.

Am zweiten Tag waren die KTM Fahrer von gegenüber auch in meiner Gruppe einsortiert worden und so fuhr ich den Turn vor dem Mittag hinter ihnen raus und wir fuhren ganz gut ums Eck, dann überholte der eine den anderen quasi an der gleichen Stelle wie am Vortag und in der rechts nach der Gegengeraden rutschte der Überholte übers Vorderrad direkt vor meinen Augen ins off. Na super! Ich würde mal sagen, entweder zu langsam und zu wenig Druck am Vorderrad und/oder überbremst. Dieses mal war ich nur definitiv nicht beteiligt! ;)

Zum Glück war Körperlich nichts passiert und das Moped hatte bis auf Sturzteile kaum was abbekommen und so fuhr es beim nächsten Turn nach dem Mittag schon wieder raus. Aber auch dieser Turn wurde abgewunken und die gleiche KTM war wieder übers Vorderrad zu Fall gekommen. Dieses mal auf die andere Seite! Wieder auf der Bremse, jetzt Eingang Omega. Ein Blick auf den Vorderreifen zeigte meiner Meinung nach relativ schnell was das Problem war, DOT XX15. Zwar war der Reifen angeblich gut gelagert und ungefahren, nur.. 7 Jahre alt! Das kann man vielleicht mit einem gut gelagerten Straßenreifen machen, aber mit einem Slick sollte man das eventuell nicht tun!

Nunja, einen Turn hatte ich noch. Ankommen war das Ziel. Also raus und endlich passte mal alles! Nur einer den ich einsammelte und auf der Bremse überholen konnte und dann stand auch schon 1:29 auf dem Laptimer! Yes! Finally! Von wegen nur Ankommen. Was für ein wunderbarer Abschluss dieses Wochenendes das eine emotionale Achterbahnfahrt war. Die Dusche danach hat sich schon lange nicht mehr so großartig angefühlt. Auch weil es so ätzend heiß die ganze Zeit war, mit über 30 Grad im Schatten!

Krümel!!

Beim Einladen war ich wieder durchgeschwitzt und dann musste natürlich noch ein Malheur passieren. Nachdem ich Krümel, mit Hilfe eines der KTM Fahrer, in den Bus geschoben hatte, kippte er ganz langsam samt Vorderradstände im Auto um! *quieeetsch*klonk* Hä?! Nunja, Krümel ist zäh, meine Laune war gut und am Ende ist nur ein bisschen Sprit aus dem Tank gekleckert. Lieber so, als anders auf der Seite liegen! :-)

Was lerne ich aus der ganzen Geschichte nun? Checkt euer Motorrad oder lasst noch mal jemand zweiten drüber schauen, hinterfragt ruhig noch mal ob ihr an alle Schrauben gedacht habt und geht alle Schritte noch mal hinterher durch. Ach und spart nicht am Reifen! ;-)

Jetzt ist erstmal Sommerpause, die Schulferien und damit der Familienurlaub stehen vor der Tür. Weiter geht es im August in Most. Das könnte auch sehr sehr warm werden!

Dienstag Abend klingelt das Telefon, Marek am Apparat: “Hast du Lust am kommenden Sonntag mit mir in Groß Dölln AB zu fahren? Da wäre ein gebuchter aber jetzt freier Platz..” “Moment, ich halte Rücksprache mit der Regie”! Die beste Ehefrau der Welt meinte “Ja, klar, mach doch!” Also machte ich.

Aus organisatorischen Gründen noch den Van von Axel geliehen, damit die Familie ihre Wochenendplanung nicht umwerfen musste, und am Sonntag Morgen vor allen anderen mit Krümel im Gepäck gen Norden aus der Stadt in die Uckermark gefahren. Lautstärkemessung (95dB bei 4.000 rpm), Anmelden und los geht der Spaß.

Vor einer Woche noch am STC im Kreis gefahren, jetzt schon wieder auf der Piste. Da stellt sich quasi ein Trainingseffekt ein, als ob die Woche dazwischen nicht existierte. Erster Turn zum warm werden und die doch recht komische Gruppeneinteilung (einige hätten doch lieber mit Strucki fahren sollen) betrachten. Als ich wieder zum Van zurück kam musste ich feststellen, dass ich mich aus dem Auto ausgeschlossen hatte. Na super, Marek hat dann aber Axel per Mail kontaktiert und der Schwang sich auf seine Hyper mit dem Zweitschlüssel in der Tasche. Bester Mann! Mille Grazie!

Im zweiten Turn machte es dann richtig Laune, ich kam um den Verkehr drumrum und fuhr gleich mal eine neue Bestzeit in Groß Dölln mit Krümel. Schneller sogar als mit dem Admiral letztes Jahr dort.

Die 20 Minuten Turns mit drei Gruppen gaben jede Menge Fahrzeit und so konnte man prima an sich und seiner Rundenzeit arbeiten. Groß Dölln find ich immer wieder schön von den Kurvenkombinationen her. Sehr technisch und anspruchsvoll, aber sehr flüssig irgendwie. Weniger anstrengend als der Spreewaldring.

Im vorletzten, also unserem letzten, Turn gab es dann noch die 1:30.85 und damit war der Tag dann auch schon rum. Einpacken ging ruckzuck, für nur so einen Tag braucht es ja wenig Dinge.

Das war eine wunderbar spontane Aktion, die mir sehr gut gefallen hat! Danke Marek!