Die Stummel von Krümel bedürfen eines Tausches, denn die alten haben ein paar Spannungsrisse und coolerweise gab es neue Stummel beim Kauf dazu. Da die obere Gabelbrücke abnehmen bei der Monster auf Grund des Lenkschlosses immer ein bisschen fummelig ist, dachte ich mir die Gabel rausnehmen ist der einfachere Weg. Ist ja auch schnell gemacht und man kann mal eine Bestandsaufnahme machen.

Dazu muss aber das Vorderrad in die Luft! Für die anderen Motorräder habe ich da den Bursig Ständer, das wäre genau das richtige. Also mal geschaut und nicht schlecht gestaunt, die Adapterplatte des Admirals, also 999, passt prima bei der M600 sofern man die Fussrastenanlage aus dem Zubehör an der linken Seite demontiert. Sind ja nur zwei Schrauben. Mit ein bisschen abflexen an der Adapterplatte könnte das auch so passen. Dazu später mal mehr.
Eine Rahmenhülse hatte ich noch rumfliegen, die hintere Motorachse von rechts nach links durchstecken und anbringen. Fertig!

Also lernte Krümel fliegen! Als dann das Vorderrad so in der Luft schwebte und ich am Lenker nach der Demontage der Stummel schaute, viel mir auf dass das Lenkverhalten sich irgendwie komisch anfühlt. War dass das Lenkkopflager? Erst mal die Kabel aus dem Weg genommen und wieder geschaut, wow.. das ist wirklich das Lenkkopflager! Das war kein Rastpunkt, das war ein Rasttal!

Gut, Vorderrad und Gabel müssen eh raus, da kann ich ja dann weiter schauen. Also alles demontiert und mit jedem Teil das weniger an Gewicht auf das Lenkkopflager brachte wurde es schlimmer! Am Ende, nach dem wirklich nur noch die Gabelbrücke auf dem Lager lastete, konnte man die Gabelbrücke kaum noch mit einer Hand von Links nach Rechts bewegen!

Klarer Fall, das Lager ist komplett im Eimer und muss getauscht werden! Also doch die obere Gabelbrücke ab! Dabei beinahe noch die Klemmschraube für den Lenkschaft der oberen Brücke rund gemacht, weil das blöde Lenkschloss so im Weg ist und dann fielen unsere Augen auf folgenden Anblick:

Oha! Das ist ja dann doch eher trocken Gelagert! Lenkschaft raus inkl. unterer Brücke und dann mal ein Blick auf den Rest werfen.

Diese Rollenlager haben es deutlich hinter sich! Das bisschen Nässe dort ist WD-40 das wir zum Lösen eingesprüht hatten, sonst war das alles absolut trocken! Das obere konnte man quasi kaum noch mit der Hand drehen und als es sich drehte, drehte sich keine der Rollen mehr mit. Ich glaube das nennt man dann Gleitgelagert oder so? ;)

Dementsprechend sahen die Lagerschalen auch aus, hier in noch eingebautem Zustand oben:

Und hier nach dem Ausbau und in geputzt. Ja die dunklen Stellen sind sauber! ;)



Eine herrliche Kraterlandschaft!

Ich weiss nicht wie alt Krümel genau ist, ich weiss nicht wieviel Kilometer er runter hat und ich weiss aus seiner Historie nur die letzten paar Jahre wo er sehr flott auf der Rennstrecke bewegt wurde. Das könnten die ersten Lager sein, müssen es aber nicht. Ob Ducati damals SKF verbaut hat? Unklar.
Aber bei dem Alter kann man so etwas beinahe erwarten und das war mir auch beim Kauf klar. Krümel wurde auch vom Vorbesitzer nur aus Teilen aus dem Regal zusammen gesteckt, einfach nur so zum Spaß um beim Built not Bought zu fahren. Was ja auch gut funtktioniert hat.
Mich schockt so etwas auch irgendwie nicht habe ich gemerkt, es weckt eher den Drang in mir das dann jetzt mal richtig schön neu zu machen! Und das mache ich jetzt auch! Ersatzteile sind bestellt. :)

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Der Simmerring des linken Holms der SV siffte fröhlich vor sich hin. Ein Blick unter die Staubschutzkappe zeigt das da schön lustig das Öl stand! Also ran an die Wurst!

Gabelholm auseinander gebaut, dabei dreht wieder die Schraube durch welche die Dämpferpflöte im Gleitrohr hält. Wie gut das ich mir damals ein Werkzeug gebaut hatte um von oben kontern zu können und so war die Gabel dann doch relativ schnell zerlegt, gesäubert und vor allem auch wieder zusammen gebaut.

Dabei ist mir mal wieder aufgefallen wie rudimentär diese SV Gabel ist. Leider funktioniert sie auch ungefähr so gut. :/

Leider hatte ich kein frischeres 5W Öl da, also musste das alte wieder in den Holm. Alt ist ja auch relativ, eingefüllt wurde es im Januar 2017 und die Zora wurde seit dem quasi nicht bewegt! Trotzdem erschreckend wie Gabelöl das quasi nicht bewegt wurde so derartige Verschmutzung aufweisen kann! Der andere Holm sifft noch nicht, da hatte ich keine Meinung zu, den auch noch zu machen. Vielleicht im Winter dann.

Nun sifft nix mehr, der statische und dynamische Federweg an der Gabel passt und sie ist Bereit für ein paar Runden auf dem STC!

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Auf dem STC war ich mal die SPS von Andreas einen Turn gefahren, welche über einen Schaltautomaten verfügt. Anfangs fand ich das komisch, einfach so auf den Ganghebel zu latschen und dann schaltet das Motorrad einen Gang hoch. Aber nach jeder Runde fand ich das cooler.
In Most dann gab es wieder lang gezogene Vollgaskurven in denen man durchaus auch mal ein zwei Gänge hochschalten kann oder muss. Dort reifte in mir der Gedanke mir doch auch mal so einen Schaltautomaten zuzulegen.

Nun gibt es da viele verschiedene Systeme und auch für mein Ignijet Steuergerät gibt es eine Schaltautomatenfunktion, allerdings nur wenn man das gegen Geld zusätzlich freischalten lässt und dann muss man sich noch den entsprechenden Sensor für den Hebel kaufen.
Hinzu kommt das die meisten Sensoren im Schaltgestänge verbaut werden, quasi einen Teil der Schaltstange durch einen Sensor ersetzen, ich aber kein Gestänge habe, weil ich einen Direktschalthebel fahre.

Diese Optionen machten mich alle nicht wirklich an. Aber dann tauchte irgendwie der Link zum QuickShifter easy von HealTech in meiner Timeline auf und das System war sehr interessant! Erstens ist es ein komplettes Set für “nur” 289 EUR und zweitens ist der Sensor mit dabei und dieser wird nicht im Gestänge verbaut sondern einfach nur an einer zug/druckbelasteten Schraube am Schalthebel. Kann das funktionieren?!

Ich hab dann ne Weile überlegt und irgendwann bestellt. Als Kit hab ich das für die Monster 1100 EVO genommen, vom Motorkabelbaum unterscheidet sich diese ja zum Admiral nicht.

Das Kit besteht dann aus der Steuereinheit, einem Sensor und einem Motorkabelbaum welcher zwischen die Einspritzdüsen gesteckt und dann an die Steuereinheit verbunden wird.
Die Steuereinheit besitzt Bluetooth und kann per App auf dem Handy konfiguriert werden. Der Sensor wird an den Schalthebel geschraubt und mit dem Steuergerät verbunden.

Der Sensor misst als vermutlich mit einem Piezo ob ein Biegemoment anliegt wenn man auf den Hebel tritt. Das Steuergerät hat einen Schwellwert und eine mindestens anliegende Motordrehzahl eingestellt und unterbricht dann die Einspritzung für einen einstellbaren Zeitraum. All das kann man per App konfigurieren. Jaha, der modere Moppedschrauber konfiguriert sein Motorrad inzwischen per App! ;)

Einfach und vor allem, es funktioniert! Der Einbau zog sich über mehrere Wochen, aber insgesamt war das ganze in 1-2 Stunden durch. Heute bin ich dann mal über den Werkstatthof gedonnert und tatsächlich kann man einfach auf den Hebel treten und schaltet hoch. Wunderbar, ich bin gespannt wie das System auf der Strecke funktioniert!

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Im vergangenen Jahr war ja ursprünglich der Plan das die rote Zora mit der besten Ehefrau von allen zum Twins meets Classics bewegt wird, der Plan wurde ja von meinem grandiosen Schlüsselbeinbruch beim Built not Bought vereitelt und so stand Zora mehr oder weniger seit meinen Vorbereitungen nur rum.

Eigentlich wäre jetzt irgendwann mal TÜV dran gewesen, aber auch die StVO Teile habe ich nicht wieder angeschraubt seit dem. Die niegelnagelneuen Reifen die ich aufgezogen hatte haben quasi keinen km gesehen.

Da mich seit einer Weile die Idee beschäftigt mal mit einem langsameren Motorrad auf die Strecke zu gehen, schaue ich immer mal wieder in die üblichen Verkaufsportale und hatte jetzt vor kurzem eine rennfertige KTM RC390 in CUP-Spec gesehen und war schon beinahe dran diese zu kaufen. Aber dann dachte ich das ja eine Monster 600 auch deutlich langsamer ist und dann viel jemandem ein “Du hast da doch noch eine SV stehen!”. Richtig.

Also ist der Plan, die rote Zora soll nun doch endlich mal auf die Rennstrecke. Nun eben mit mir. Am 9. September wollen wir noch einen Tag am STC verbringen, das wäre passend. Irgendwie hab ich gerade den Drang alle meine motorisierten Zweiräder mal wieder in Bewegung zu setzen.

Nun hat aber leider die Dame scheinbar ein paar Standschäden entwickelt. Die Gabel klackerte beim einfedern, der linke Gabelholm sifft eventuell und das Hinterrad macht komische rubbelnde Geräusche aus Richtung Kugellager. Diese Punkte müssen, auch für etwaigen TÜV, zuerst mal angegangen werden.

Die Gabel hatte ich eigentlich vor dem TmC Plan geserviced und ich bin mir sicher, damals klackerte sie noch nicht! Leider hab ich damals die Simmerring nicht gleich mit getauscht, damals waren die auch noch dicht.

Nun hab ich erstmal geschaut wo das klackern eigentlich her kommt. Es klang als ob die Feder von innen beim Einfedern gegen den Holm dengelt. Also Holm aufgemacht. Als erstes viel mir die gekürzte Vorspannhülse auf. Die hatte ich damals eher schlecht als recht einfach mit der Säge gekürzt. Ganz gerade war das nicht geworden, bessere Lösungen hatte ich damals aber nicht parat. Aber nun hab ich ja eine Drehbank! Kurzerhand eingespannt, abgedreht, gerade! Fein.
Holm wieder zu. Klackert immernoch. :(

Also doch den ganzen Holm ausgebaut, Öl raus, Feder raus, Dämpfermodule raus. Hmm nix weiter drin. Nur die Top-Out Feder klackert. Aber das ist normal. Also alles wieder zusammen gebaut und siehe da: Klackern ist weg! Hä?!

Ich hab keine Ahnung was in dem Holm geklackert hat, noch warum es erst mit der Zeit kam und wieso es jetzt weg ist. Aber gut.

Jetzt also Rubbelndes Hinterrad. Mein Verdacht ist das eines der Kugellager jetzt halt hinüber ist. Also das Hinterrad ausgebaut und die Lager betrachtet. Alle noch prima?! Rad wieder eingebaut und weg war das Geräusch! Hä?!

Ich steh ja nicht so aus unklare Dinge, vor allem nicht wenn das zwei Mal passiert!

Jetzt warte ich jedenfalls auf neue Simmerringe und dann nehme ich die Gabel noch einmal auseinander. Ich hoffe das ist nicht wieder so ein Akt wie letztes Mal.
Mein Plan noch Stummel zu verbauen habe ich auf Eis gelegt, dazu müsste der ganze Lampenhalter an der Front weg, das ist mir zu viel Aktion jetzt vor dem Termin.

Wenn das Fahrwerk wieder okay ist, fahr ich die Zora so auf der Strecke wie sie ist und dann schau ich mal ob mir das was gibt. Wenn nicht überlege ich dann im Frühling TÜV zu machen und die rote Zora tatsächlich zu verkaufen. Denn auch sie, wie die Monster, steht bei mir leider nur rum und Motorräder die man fährt, können kaputt gehen. Motorräder die man nicht fährt, gehen garantiert kaputt!

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Als ich mir eine neue gebrauchte Bremspumpe mit externem Flüssigkeitsbehälter gekauft habe, um andere Stummel als die 999 Originalstummel fahren zu können, war an der Pumpe ein kleiner Flüssigkeitsbehälter verbaut wie er normalerweise an der Kupplung Verwendung findet.
Das funktioniert an sich natürlich auch ohne Probleme, aber man muss halt doch öfter mal auf den Flüssigkeitsstand achten, weil das Volumen des Behälters natürlich deutlich kleiner ist und somit schneller mal leer ist wenn die Bremsbeläge sich abnutzen.
Blöd ist auch, dass wenn man die Beläge beim Radwechsel auseinander drückt, die Suppe auf Grund des geringen Behältervolumens oben quasi überläuft, sofern man nicht mit einem sehr niedrigen Stand unterwegs ist. Selbiger ist dann aber wieder bisschen wenig für meinen Geschmack.

Ich hatte da jetzt die Nase von voll und schon damals als ich die Pumpe kaufte hatte ich einen großen Behälter besorgt. Heute hatte ich nun endlich mal die Zeit diesen zu verbauen. Was mir dazu fehlte war allerdings ein Halter für den Behälter, der für den kleinen war natürlich nicht zu gebrauchen. Also bekam ein Streifen Flachalu ein paar Löcher und ein paar Biegungen. Nach viel viel probieren und messen und wieder probieren kam dann tatsächlich etwas durchaus brauchbares heraus.
Dann fehlte noch einen kleine Hülse um den Behälter richtig verschrauben zu können, kein Problem dank Drehbank, und schon war nach mehreren Stunden basteln das ganze auch schon fertig.

Ein Stück Alu und ne Kunststoffhülse. Man beachte die erleichternde Racingbohrung in der Mitte! Waren insgesamt bestimmt nur 3 Stunden Arbeit!

Dann noch ein passendes Stück Schlauch ablängen und diese furchtbar nervigen Schlauchklemmnippel drüber pröckeln. Bremsflüssigkeit rein, Luft aus dem Schlauch massieren. Neu entlüften? Axel hatte die einfachere Idee, Bremskolben an den Sätteln auseinander drücken, dann sollte Flüssigkeit nach oben fliessen und alle Luftblasen mit in den Behälter bringen. Feritg!

Fast wie ausm Laden! Nur die Schraube an der Pumpe sieht doof aus, hab aber gerade keine andere.

An der Kupplungspumpe hatte ich die letzte Woche schon Spaß. Ich hatte in Groß Dölln das Problem nach Neutral zu schalten. Ich nahm an das die Kupplungshydraulik Luft gezogen hat und damit die Kupplung nicht mehr genug trennte.
Also hab ich mich daran gemacht das System zu Enlüften, neue Flüssigkeit war eh mal dran meinte der Wassergehaltstester. Also schön mit Vakuum die Flüssigkeit rausgesaugt. Komisch war nur, es lief nix aus dem Ausgleichsbhälter nach?! Tja da hatte ich mir prima das ganze System leer gesaugt und aus dem Behälter kam nix nach. Hat wohl die Pumpe nen hau. Mit Druckluft lies sich aber durchpuste. Komisch.
Da ich gerade keinen Ersatz habe und es für die Pumpe scheinbar auch keine Rep-Sätze gibt um die mal zu überarbeiten, hab ich erstmal meine Monster kanibalisiert. Die steht eh nur rum. ;(

Mit der Monster-Pumpe war dann das befüllen und entlüften des Systems kein Problem, aber Neutral finden ist immer noch nicht so richtig pralle. Scheinbar passt da das Verhältnis von Pumpe (12mm?) und Druckgeber (30mm) nicht so richtig gut. Zum Glück braucht ich ja Neutral nicht so oft auf der Rennstrecke..

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Wir suchen noch Mitstreiter für unsere Schraubergemeinschaft!

Bisher schraubten wir im Wedding, dort müssen wir aber leider weg. Jetzt haben wir die Option auf eine Halle im berliner Norden, nähe Blankenburger Straße.

Bisher sind wir drei Auto- und drei Motorradschrauber, letztere mit großem Hang zu Ducati und öfterem Besuch auf der Rennstrecke.

Wir suchen eher niemanden der nur etwas unterstellen will, sondern schon jemanden der aktiv Schrauben mächte und deswegen eine trockene, beheizbare Halle zu schätzen weiss in der man sich gegenseitig auch gerne beim Schrauben hilft und sich langfristig mit seinem Hobby niederlässt.

Momentan stehen wir noch in Verhandlung mit dem Vermieter, aber die Zeichen stehen sehr gut. Der Preis der Halle ist für das gebotene gut, aber geschenkt ist sie nicht. Deswegen kann ich den finalen Preis für einen Platz noch nicht sagen, es wird sich aber eher im Bereich von 100-200 EUR für einen Motorradschrauberplatz befinden, je nachdem wieviel Platz benötigt wird. Autoplätze gibt es auch noch, liegen preislich natürlich anders.

Wer also Interesse an die Option für so einen Platz hat, kann sich gerne bei mir melden!

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Am Rennhobel fahre ich einen Ölkühler der Multistrada 1200. Dieser ist schön groß und passt vor allem hervorragend von den Aufhängungen an den 749 Rahmen! Der momentane Kühler hat schon ein paar Kampfspuren vom Vorgänger und wurde auch schon repariert. Dafür hat er mich damals zwei Packungen Biohackfleisch gekostet.
Normalerweise sind die Dinger deutlich teurer, aber nun wollte es der Zufall das mir mal wieder so ein Schnapper vor die Finger kam und da habe ich zugeschlagen. Kann ja durchaus sein, das man sich den Kühler mal krumm macht.

Dieses mal wollte ich aber wissen ob er dicht ist, bevor er ans Motorrad kommt, die Frage war also wie ich das anstelle. Mein vorgehen war dann relativ simpel, mit Druckluft!
Alle verschraubbaren Löcher des Kühlers wurden mit Stopfen versehen, wobei ein Loch noch dazu diente ein Druckanzeiger anzuschliessen.
Das komplette Konstrukt kam dann ins Wasserbad und dann bekam der Kühler 3-4bar Luftdruck drauf. Ich denke das sollte reichen.

Alle Öffnungen zu und dann Luftdruck drauf!

Siehe da, es blubberte nichts aus dem Kühler hinaus, ich nehme also mal an der ist dicht. Prima!

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In der letzten Saison hat mich die Anti-Hopping-Kupplung mehrfach geärgert. Ich hatte jetzt zwei Möglichkeiten, weiter debuggen und schauen das ich sie zum laufen bringe oder doch mal was kaufen was hoffentlich einfach funktioniert.
Eigentlich bin ich ja quasi Freund des langen schmerzhaften Weges der geschraubten Selbsterfahrung, aber beim Gedanken daran in diesem Jahr wieder Fahrzeit mit Rumgefummel an der Kupplung zu verschenken, liessen mich dann doch kurzen Prozess machen und ich bestellte bei used-italian-parts eine nigelnagelneue Race Anti-Hopping-Kupplung von Kbike nebst neuem Kupplungskorb. Einen neuen Satz Sinter-Reibscheiben von TRW-Lucas hatte ich eh noch rumliegen, hatte ich mir doch den alten Satz mit Motoröl zerflutscht.

Das schöne an der Kbike Race AHK ist, das es keine Spinnenfeder in der Kupplung gibt die brechen kann und das man mit verschieden dicken Kappen auf den Kupplungsfedern das Motorbremsmoment so einstellen kann wie man es gerne möchte und zwar ohne die komplette Kupplung auseinander nehmen zu müssen.

Die Kupplung kam dann auch verdammt flott in ihrem silbernen Koffer ins Haus, so schnell konnte ich gar nicht Zeit finden in die Werkstatt zu gehen! Also lag sie dann erstmal ein bisschen rum.

Ich hab noch einen Koffer in Berlin

Letzte Woche war es dann aber so weit, fröhlich den Weg der geschraubten Selbsterfahrung gehend demontierte ich meine alte AHK (braucht wer eine?) inkl. dem alten Korb der in einem sehr interessantem Muster daherkommt (braucht wer noch einen?).

Ausbau geht immer schnell.

Alter Kupplungskorb von vorne. Das Muster könnte von zuviel Flächendichtmittel sein?!

Alter Kupplungskorb von hinten. Das Muster kann ich mir nicht so richtig erklären.

Dann ging es zuerst ans Montieren des neuen Korbes und ich stellte mit bedauern fest, das ich nicht das passende Flächendichtungsmittel für die Schrauben da hatte welche den Kupplungskorb halten. Doof.

Blöd wenn man keins hat, wenn man welches braucht.

Immer überprüfen ob die Kugeln schön in ihren Rampen liegen!

Ergo gingen wieder ein paar Tage ins Land, aber dann endlich war alles da! Den Korb angeschraubt und die Kupplung nach dem Anleitungsvideo eingebaut! Nur.. die Druckplatte liess sich nicht weit genug auf die Kupplung schieben!? Egal wie, sie wollte nicht. Verdammt!

Wieder ein Tag später hatte ich dann aber die Eingebung, ich hab mal spasseshalber das Entlüftungsventil am Geberzylinder geöffnet und siehe da, die Kupplung lässt sich, wenn auch mit Kraft, komplett reinschieben! Endlich!

Dann nur noch schnell eben und mal wieder die Hydraulik entlüften (ich will ne Seilzugkupplung!) und schon war alles so zusammen wie es sein soll! Auch wenn die Handkraft die jetzt zum Auskuppeln nötig ist doch schon recht beachtlich ist.

Leider ist gerade kein Öl im Motor und es war auch schon arg spät am Abend und so konnte ich nicht mal die blichen einfachen Tests im Stand durchführen. Am Ende muss sich die Kupplung aber sowieso im harten Einsatz auf der Rennstrecke bewähren!

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“Da stelle mer uns mal janz dumm…”

Eben kam ich zurück vom 2,5 Tage Ducati Schrauberkurs von Used Italian parts.

Das letzte Mal als ich mich vor ca. 5 Jahren bei so einem Ducati Schrauberkurs angemeldet hatte, war das noch bevor ich mir meine Ducati Monster 1100 EVO gekauft hatte.
Damals wollte ich einfach wissen, wie so eine Ducati überhaupt funktioniert und dann, nach dem Kauf einer selbigen kurz vor dem Kursbeginn, auch was ich mir da eigentlich gerade auf Basis von blanken Emotionen ins Haus geholt habe.

So ein Kurs dient ja zu allererst mal dazu sich einen Überblick über die Technik zu verschaffen und zu verstehen was die Zusammenhänge sind und das überall nur mit Wasser gekocht und niemand geheime schwarze Magie betreibt.
Natürlich lernt man dort nicht, was Lehrling oder Meisteranwärter in mehreren Jahren lernen und schon gar nicht was jemand an praktischen Erfahrungen sammelt der seit Jahren an Motorrädern schraubt, vor allem für den Lebensunterhalt!
Aber es hilft einem ungemein, eine realistische Einschätzung zu geben was in der Werkstatt passiert bzw. passieren muss und wieviel Aufwand das teilweise tatsächlich sein kann.

Der Unterschied zu dem Kurs damals: inzwischen habe ich 5 Jahre mehr Erfahrung beim Schrauben, habe ein Motorrad alleine zusammen gebaut und fühle mich durchaus in der Lage den Großteil an Dingem an meinen Motorrädern komplett selbst zu erledigen, sofern ich denn Lust dazu habe.
Aber das kommt eben von den 5 Jahren schrauben und vor allem vom selbst Motorrad bauen, nicht von dem Kurs damals.
Bei mir hat der Kurs damals schlicht die Basis für das Schrauben danach gelegt und ohne den Kurs hätte ich mich vielleicht nur nie selbst an die Dampfmaschine gewagt!

Meine Erwartung an den Kurs dieses mal, war also derartiger Natur, mein schon vorhandenes Wissen mit Hilfe von kundigen Augen zu überprüfen bzw. durch Sichtweisen und Fragen anderer Teilnehmer zu beleuchten und die Lücken die ich habe wieder ein Stück weiter zu schliessen.

Also hab ich mich quasi “dumm” gestellt, selbst als es erstmal nur darum ging eine Federgabel zu zerlegen und einen Service an selbiger durchzuführen. Auch dprt gab es Momente wo ich mein vorhandenes Wissen auf den Prüfstand stellen konnte. Auch wenn es an sich, inzwischen nichts neues mehr für mich ist.
Ebenso beim Zahnriemen einstellen (auch wenn es gut zu sehen war, das eine Smartphone App durchaus die gleichen Schwingungsfrequenzen misst wie ein Ducati-Tester) oder Ventilspiel überprüfen und einstellen.
Aber bei letzterem spätestens, gab es dann wieder aha-Momente als auch die Kipphebel Wellen mal gezogen wurden und vor allem mit der Feder auf der Welle des Schliesserhebels wieder eingebaut wurde! Wie geht das? Mit der doofen Feder, die da wieder rein muss.. unter Spannung! Hab ich noch nie gemacht, obwohl ich einen Übungskopf rumliegen habe!

Spätestens beim Einstellen der Schaltung, dem spalten eines Motorgehäuses und dem Ausdistanzieren der Wellen im Motor war ich aus dem Bereich des bei mir vorhandenen Halbwissens raus und es gab tonnenweise Neues zu lernen!
Irgendwann werde ich bestimmt mal an dem Punkt sein wo ich einen Motor spalten und wieder zusammen bauen werde und dafür habe ich jetzt eine Basis auf der ich mich an die Dampfmaschine wagen kann um auf eigenen Beinen meine Erfahrungen damit zu sammeln!

Von daher waren das quasi drei Tage sehr intensives entspanntes Schrauben, gepaart mit jeder Menge Wissen, dargeboten von einem sehr netten Team! Alle die auch so eine Basis für sich schaffen wollen, denen kann ich so einen Kurs also nur wärmstens Empfehlen!

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Ich hab mir jetzt doch noch ein Chinakracher als Geräuschmessgerät besorgt und die ganze Messung des Standgeräuschs wiederholt. Auch hab mich mir einen weiteren Satz dB-Eater für die Endtöpfe besorgt, welche deutlich restriktiver sind.

VauZweiRad 1100 2V - 11093

Gemessen habe ich wieder in 0,5m Entfernung in 45° Winkel zur Fahrzeuglängsachse, Höhe zwischen den beiden Endtöpfen. Werte sind in dB(A) und der Durchschnitte aus mindestens zwei Messungen. Kupplungskorb ist zu und ich halte beim Messen die Kupplung gezogen, macht aber auch keinen wirklichen Unterschied, denn ich hab mit und ohne gemessen.

dB-Eater 4500rpm 4000rpm
normal 105.75 103.7
32BF 99.6 98.7
ohne 105.8

Man sieht das mein anderes Messgerät scheinbar nicht so verkehrt misst. Allerdings kann man sich dort mit dem Umschalten der Messbereiche auch irgendwie ein Ei legen wie mir scheint. Aber die Werte zu meiner zweiten Messung sind nicht so unterschiedlich.

Die gute Nachricht ist aber, das ich mit den restriktiven dB-Eatern die 98 dB(A) schaffen sollte, sofern der Motor ordentlich warm ist!
Die schlechte, es klingt scheisse und frisst vermutlich ordentlich Leistung! Schon im Stand merkt man das der Motor deutlich weniger gut hochdreht.

Aber der restriktivste Termin ist der im April beim Timeroundscup am STC, da muss ich die 98 dB(A) schaffen bzw. 90 dB(A) Fahrgeräusch in 15m Entfernung. Aber das ist für mich sowieso nur ein Einrolltermin.

Beim Built not Bought gibts am STC eine Ausnahmeregelung mit 104 dB(A) Standgeräusch und 96 dB(A) Fahrgeräusch, die könnte ich also sogar mit den normalen dB-Eatern schaffen! :)

Am Lausitzring ist das Limit sehr hoch (102 dB(A) erlaubt!) und in Most weiss man nicht wie “Lautstärkebegrenzung” geschrieben wird!

VauZweiRad 1100 2V - 11091

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