Groß Dölln mit Moto Monster

Dieses Wochenende war es so weit, das erste Mal auf die Piste für 2018. Gebucht haben wir Groß Dölln mit MotoMonster. Groß Dölln ist ja immer wieder eine Reise wert und so war das Fahrerlager dann am frühen Abend auch schon extrem voll. Die Veranstaltung komplett ausgebucht für beide Tage! Gleich vorneweg, MotoMonster macht das auch hervorragend von der Organisation, Hut ab!

Ich war mit meinem Bus gefahren und unserem Gerümpel, Axel auf seiner neuen Duke 990 und Andreas und ein Freund von ihm stiess auch noch zu uns. Auch Rene von Rasch Moto war netterweise mit seinen beiden Demons vor Ort! Die Abende konnten also in netter Gesellschaft schon mal prima werden!

Die erste Aufgabe lautete Anmeldung und Abnahme. Letztere gestaltete sich spannend, denn zuerst wurde versucht mein Motorrad mit der Nenndrehzahl zu messen die auf dem Typenschild steht. Da das Typenschild aber von einer 749 stammt… zum Glück sieht mein Motorrad nun aber umgebaut genug aus und meine Erklärung leuchtete ein, hinzu kam das dann noch ein mir bekannter Instruktor vorbei kam der auch oft beim BnB und Kurvenrausch mitfährt, so konnte die Sache schnell geklärt werden und ich schaffte auch Problemlos das entsprechende Limit. Hätte mich auch gewundert, funktioniert beim STC ja auch immer und gemessen hab ich ja selbst auch schon.

Danach konnte also entspannt der Wagenburgbau beginnen und der komplette Abend verquatscht werden.

Die Nacht im Bus war okay, die Matratze für mich einen Tick zu weich aber die Luftheizung an meinem Bus ist wirklich hervorragend. Wird schön schnell warm im Bus.

Der Morgen ging dann wie üblich mit Fahrerbesprechung los, die Sonne kitzelte während selbiger auch schon an unseren Nasen. Es versprach ein herrlicher Tag zu werden!

Eingeteilt hatten Axel und ich uns in der Grünen Gruppe, also die gemütlichsten Fahrer. Die Einteilung passte aber dann auch ganz gut, denn das Niveau der anwesenden Fahrer war wirklich hoch. Die Strecke kannten wir nur Teilweise. Die vier Teile von Groß Dölln, A, B, C und D bin ich als A+B 2014 das letzte mal gefahren und A+B+C letztes Jahr im Sommer nach meinem Sturz mit der Hyper von Axel. Den Abschnitt D kannten wir beide noch nicht und in Kombination mit den anderen sowieso nicht.

Was mir auch unklar war, wird die Kiste funktionieren? Mit den ganzen Umbauten vom Winter, also anderer Gabelbrücke mit verstellbarem Offset, anderen Stummeln und dem Umbau der Frontverkleidung waren doch etliche Schrauben gelöst, getauscht und vor allem hoffentlich auch wieder festgezogen worden!
Man geht ja gewissenhaft vor und versucht alles genau zu machen, aber so eine Restangst bleibt eben doch. Man ist sich nicht 100% sicher ob alles wieder so zusammen ist wie es soll. :)
Dazu hab ich das Motorrad auch seit dem Sturz und dem Schlüsselbeinbruch beim BnB 2017 nicht mehr bewegt, ausser mal kurz über den Platz bei der Werkstatt.
Und wie ist es mit mir, kann ich das noch mit dem Motorradfahren auf der Piste oder generell? Zwar war ich mit Axel ja letzten August noch in Groß Dölln um dort jegliche Angst wegzufahren, aber dort bin ich ja auch relativ verhalten unterwegs gewesen.. komplett anderes Motorrad, nicht mein Motorrad etc.pp.

So rollte ich dann mit gespannten aber durchaus gemischten Gefühlen um 10 Uhr zum ersten Turn. Zum Glück musste ich mich aber auf die Strecke konzentrieren die so gar nicht in meinem Kopf war, als das ich mich über irgendwelche technischen Sachen Gedanken machen konnte und so rollte ich doch recht behäbig durch den Turn und war danach auch total fertig.
Also eigentlich alles wie immer. Nach dem ersten Turn komme ich meistens rein und denke mir “Ach du Kacke, wie soll das denn je was werden?!”

Aber schon im zweiten Turn ging es deutlich besser und machte vor allem auch wieder Spaß! Was ich aber merkte war, ich brauch mal jemanden der voraus fährt und mir zeigt wo es so ungefähr lang geht. Also hab ich mir kurzerhand für den Turn nach der Mittagspause einen Einzelinstruktor gebucht. Da ich keinen von denen kannte, war es auch relativ egal welchen ich nahm. Ene mene muh!

Kurz mit dem Herren in der Mittagspause alles bequatscht und dann zum Struckiturn raus, mit gelbem Leibchen! :D
Er vorne weg und versuchen dran zu bleiben. Er macht durch schöne Zeichen darauf aufmerksam wo die markanten Punkte auf der Strecke sind und wo und wie es langzugehen hatte. Prima! Kann ich immer wieder empfehlen so etwas.
Bei der Nachbesprechung erklärte ich ihm dann was ich von der Linie verstanden hatte und er gab mir noch ein paar Tipps und Aufgaben mit. Wie immer war auch “mehr mit dem Oberkörper arbeiten” dabei, ich weiss nicht ob ich das noch irgendwann hinbekommen werde!

Aber schon der erste Turn nach dem Struckiturn zeigte erste Aha-Erfolge und war gleich mal 4 Sekunden besser der dritte Turn vor dem Mittagessen und war dann aber auch der beste Turn des Tages.

Am Abend gab es lecker Fleisch von dem Grillmeister der auch immer bei BnB und TmC aktiv ist und dann noch einen Streckenspaziergang mit zwei Instruktoren. Dieser war noch mal sehr erhellend, die Sachen die dort zur Sprache kamen wollte ich unbedingt am nächsten Tag ausprobieren!

Nach eine so lala Nacht war dann am nächsten Morgen der Muskelkater erst mal groß! Vor allem die Schultern hatten es schwer, auch die Seite mit dem Schlüsselbeinbruch. Aber immerhin muss ich sagen, die Titanplatte in der Schulter hat mich quasi nicht beeinträchtigt. Das finde ich sehr gut! Auch wenn der erste Turn des Tages immer nicht so dolle ist, es ging deutlich besser als am Vortag.

Im Laufe des Tages wurden die Rundenzeiten dann auch immer besser, was im vorletzten Turn (den letzten liessen wir aus) dann noch in ein herrliches Finale endete und ich immerhin auf eine 2:49,12 laut Laptimer kam. Das sind immerhin über neun Sekunden schneller als der zweite Turn am ersten Tag. Ich bin damit zufrieden und denke da kann man gut drauf aufbauen wenn man mal wieder alle vier Abschnitte in Groß Dölln fährt.

Auch das Motorrad lief wunderbar, kein Verlust von irgendwelchen Schrauben, keine Aussetzer oder sonstigen technischen Probleme! Dampf war immer vorhanden im Kessel und das Fahrwerk ist wirklich super. Lenkt hervorragend ein und vermittelt in Schräglage aber eine super Sicherheit!
Auch bei den anderen gab es keinerlei technischen Ausfall, die Kiste mit dem Werkzeug blieb die kompletten zwei Tage im Bus stehen. So soll das sein!

In ca. sechs Wochen geht es dann an den Spreewaldring. Dieses Jahr nicht zum BnB, das passt mir dieses Jahr nicht so in den Kram. Aber gleich danach ist das Twins meets Classics und da werde ich mitfahren.

Abschliessend muss ich sagen, so nach dem Sturz letztes Jahr und den verbundenen Schmerzen.. Moppedfahren macht weiterhin Spaß und zwar doll! Ich freu mich!

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