Nach dem ich heute das hier gelesen habe Verdict Reached in Alpinestars/Dainese Airbag Patent Case, dachte ich mir ich probiere mal schnell noch eine Tech-Air Kombi an bevor die aus dem Regal genommen werden!

Kurzerhand bin ich in der Mittagspause zu BIKEFORCE in Tempelhof gefahren, denn die vertreiben sowohl Dainese als auch Alpinestars und haben jede Menge Lederkombis zum anprobieren vor Ort. Dafür halt keinen Onlineshop. Find ich okay.

Der Besuch vor Ort war dann aber schnell erledigt. Ich stellte mich dem freundlichen Mitarbeiter vor und erklärte Ihm was ich suchen würde und in welcher Größe. Die Ernüchterung kam relativ schnell, denn er erklärte mir das weder Alpinestars noch Dainese Airbag-Kombis in der Größe 26 hätten!

Alpinestars hat überhaupt keine kurzen Größen und bietet keine Maßanfertigung an. Dainese hat im allgemeinen kurze Größen, ich habe ja eine, aber nicht für die Airbag Kombis! Maßanfertigung ginge, würde dann aber mit allem drum und dran bei ca. 3.000 EUR landen!

Klar, für Sicherheit gibt es keinen Preis. Aber das liegt dann doch leider irgendwie über dem Budget. :(

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Nachdem ich jetzt einen Sturz mit meiner Airbag-Weste hinter mir habe, hatte ich genug Zeit mir ein paar Gedanken zu der Weste und solchen Systemen im Allgemeinen zu machen.

Meine Weste ist eine Helite Turtle. Das System ist sehr einfach, funktioniert aber recht gut.
Die Weste wird über der normalen Lederkombi getragen, besitzt eine CO2 Kartusche welche im Falle des Sturzes durch eine Reissleine ausgelöst wird die am Motorrad befestigt ist.

Damit die Reissleine auslöst, muss man schon ordentlich an der Leine zerren. Man muss also nicht dauernd Angst haben beim absteigen vom Mopped, dass man das System ausversehen auslöst. Ist mir nie passiert und ich hab es oft vergessen! :)

Wenn die Weste doch mal gebraucht wurde, kann man die CO2 Kartusche einfach austauschen. Das ist in 5 Minuten erledigt und die Weste ist, sofern sie nicht Schaden genommen hat, wieder Einsatzbereit.

Das schnelle wieder bereit machen ist sicherlich einer der größten Vorteile der externen Westen. Weitere Vorteile sind natürlich der relativ günstige Preis und das man die Weste beim Wechsel der Kombi mitnehmen kann.

Für mich hat die Weste aber auch Nachteile. Der größte Nachteil für mich, zumindest bei der Helite Turtle, war bisher die Luftzufuhr bzw. die nicht vorhandene Luftzufuhr. Dadurch das die Weste aussen über der Kombi getragen wird, werden quasi alle Luftschlitze der Lederkombi abgedeckt und die Ventilation ist kaum noch vorhanden. Die Weste ist zwar auch ein Stück weit Luftdurchlässig, allerdings reicht das bei wirklich warmen Wetter nicht!

Ein weiteres Problem war der Kontakt der hinteren Helmkante mit dem Westenkragen beim Hanging-Off.

Ich fahre einen Shoei XR-1100 und der hat hinten so eine Windabrisskante unten dran. Immer wenn ich im Hanging-Off fuhr, blieb der Helm mit der Windabrisskante am Kragen der Weste hängen. Entweder beim bewegen in den Hanging-Off, dann schob es mir den Helm vorne über die Stirn oder beim bewegen aus dem Hanging-Off und dann blieb der Helm ein kurz hängen. Unangehm.

Es wurde besser nachdem ich die Windabrisskante vom Helm gesäbelt habe, aber schlussendlich hab ich den Kragen der Weste ein wenig von Rennleder umnähen lassen. Das war alles noch nicht perfekt, aber nicht mehr so das es total störte.

Diese Erfahrungen können aber durchaus von mir, dem Motorrad, meiner Kombi und Helm abhängen und vielleicht ist das beim Fahren auf der Straße auch nicht so das Problem. Fahre das halt nur auf der Renne so.

Nach meinem Sturz mit der Helite bin ich auch um eine Erfahrung reicher. Die Westen (zumindest meine) haben konzeptionell einfach den Nachteil das sie den Schulterbereich nicht so gut abdecken können. Als Weste müssen ja die Arme irgendwo durch und dann kann dort kein Airbag drüber! Es sieht mir jetzt erstmal nicht so aus als gäbe es da eine Lösung für. Das Sturzszenario ist für diesen Nachteil dann aber eben auch der direkte Kontakt der Schulterpartie mit dem Boden, so wie ich ihn hatte. Aber so selten ist das ja nicht auf der Renne, in Schräglage per Low-Sider absteigen da ist die Schulter schnell mal im direkten Kontakt. Eventuell einer der größten Nachteile der Westen bei der Benutzung auf der Renne!?

Von den in Lederkombis integrierten Systemen verspreche ich mir genau die Lösungen der Probleme der Westensysteme. Allerdings kommen diese natürlich mit eigenen Nachteilen.

Die in Kombis integrierten Systeme können bei der Belüftung natürlich viel besser abgestimmt werden. Das Problem mit der Helmkante existiert natürlich auch schlicht einfach nicht.

Des weiteren bietet das integrierte System den Vorteil das der Airbagbereich auch über die Schulter gelegt werden kann und somit im Falle des Sturzes auch diesen abpolstert. Ob das dann bei einem Schultertreffer ein gebrochenes Schlüsselbein verhindert wäre interessant als Erfahrungswert zu wisssen! Aber gerne aus zweiter Hand! ;)

Wenn ich das richtig sehe, gibt es zwei verschiedene Systeme bisher auf dem Markt und alle anderen Lizensieren diese Systeme. Das eine ist das System von Dainese (D-Air) und das andere ist das von Aplinestars entwickelte Tech-Air. Es gab da wohl auch schon Rechtsstreitigkeiten zwischen den beiden Herstellern bzgl. verletzung von Patenten etc.pp.

Das D-Air System (z.B. in der Misano Kombi) ist Rennstreckenorientiert. Passt mir also eigentlich ganz gut. Ausgelöst wird es elektronisch, das ist bei dem Tech-Air von Alpinestars auch so.
Früher brauchte es dazu glaube Elektronik am Motorrad, die Zeiten sind vorbei. Größter Nachteil dieses D-Air Systems meiner Meinung nach, sobald das System ausgelöst hat muss man die Kombi zu Dainese einschicken für den Refill. Wenn man also die Sturzteile am Mopped getauscht hat, kann man nur noch ohne Airbag weiterfahren. Ausserdem ist das System fest verbaut, will man also eine andere Kombi, kann man das System nicht mitnehmen.

Besser finde ich den Ansatz von Aplinestars. Dort ist das System als Weste unter der Kombi ausgelegt. Es gibt zwei Arten von Westen, eine für die Renne und eine für die Straße. Die beiden Anwendungsfelder sind halt einfach unterschiedlich. Auf der Straße sehen Crashs ganz anders aus als auf der Renne!

Weiterer Vorteil, beide Systeme haben zwei Kartuschen drin und während die Street-Variante beide Kartuschen auslöst, löst die Racing-Variante immer nur eine aus. Das heisst, nach dem Tausch der Sturzteile kann man noch mal hinfallen! Toll ne? ;)

Ob das so viel Sinn macht mit dem zweimal Crashen weiss ich nicht. Gestürzt bin ich bisher zwei Mal. Nach beiden Stürzen war das Motorrad noch Fahrbereit, ich hätte oder bin also dann weiter gefahren. Aber selbst wenn man nicht weiter fahren kann, weiss ich nicht wie schnell Dainese einem die D-Air Kombi wieder fit macht. Wäre ja doof wenn man das Mopped nach ein paar Tagen schrauben wieder bereit hat, in Itialien aber Ferien sind und man keine Kombi für das kommende Event hat!
Kann bei dem Tech-Air natürlich auch passieren, wer will schon nur mit einer Kartusche zu einem Eventu fahren.

Durch die Auslegung des Tech-Air als Westensystem kann man die Weste theoretisch auch beim Tausch der Kombi mitnehmen. Die Kombis müssen aber Tech-Air Ready sein, man kann also die Weste nicht unter Kombis anderer Hersteller oder non-tech-air-ready Kombis tragen. Hintergrund ist, das die Tech-Air Ready Kombis entsprechende Stretcheinsätze haben, welche sich im Falle des Auslösens dehnen können damit der Airbag überhaupt Platz hat!

Problematisch ist das es mir scheint als ob Alpinestars keine kurzen Größen hat, bei Dainese weiss ich das mir eine 26 einfach passt. Ich muss wohl mal in ein Ladengeschäft.

Günstig sind beide Systeme auf jeden Fall nicht, aber ich denke sie sind ihr Geld wert.

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Beim Motorradfahren spielt Sicherheitskleidung ja eine große Rolle, denn man versucht sich so gut es geht für den Fall eines Falles zu schützen. Beliebig viel Geld kann man dafür ausgeben, Produkte gibt es auf der nach oben offenen Preisskala. Auch wenn man immer hofft dieses Geld quasi umsonst ausgegeben zu haben.

Nachdem bei meinen Rennstreckenbesuchen in 2015 nicht mehr das Motorrad nach Fahrwerkänderungen in Schräglage schliff, sondern die Stiefel ihren Senf abbekamen, waren mir selbige dann doch ein bisschen zu schade für diesen Materialmord! Auch wenn die Daytona Stiefel super bequem sind, es sind Stiefel für Touren über die Landstraße. Bequem, ausreichend geschützt, wasserdicht.

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Aber eben nicht so richtig das passende Material für die Rennstrecke. Aber solches musste nun her und nach langem probieren im Fachgeschäft viel die Wahl auf die SMX-Plus von Alpinestars.

Die Stiefel haben jede Menge Protektoren, Verstärkungen etc.pp. Die wichtigste Frage ist am Ende des Tages aber: sind sie bequem? Nichts ist nerviger als pieckende nicht richtig sitzende Klamotten welche die Aufmerksamkeit vom Fahren ablenken. Vor allem wenn man immer im Grenzbereich unterwegs ist und alle Hirnkapazität für andere Dinge benötigt.

Also habe ich die Stiefel nach dem Kauf einem kleinen Test unterzogen. Natürlich kann ich nicht im Dezember auf die Rennstrecke und sie dort ausprobieren, denn leider hat sich immer noch kein Mäzen gefunden der mir den Winter auf spanischen Rundkursen finanziert (Aussagekräftige Bewerbungen bitte per Mail)!

Was übrig blieb war ein Indoortest: Hausarbeit! Man bekommt Arbeit erledigt die eh getan werden muss und man kann die Schuhe einlaufen und testen. Eigentlich sollte man die Stiefel natürlich in voller Montur testen, aber das konnte aus Gründen des Arbeitsschutzes nicht stattfinden!

Der Test bestand aus saugen der Wohnung, Putzen des Bades und Wischen des gesamten Anwesens.

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Das Urteil lautet: Die Stiefel sind bequem und man fühlt sich bei der Hausarbeit sehr gut geschützt. Auch klimatisch bleibt alles im Rahmen.
Nachteile ergaben sich nur bei der Trittlautstärke.

Ich bin gespannt auf den ersten nicht synthetischen Test im April auf dem Spreewaldring!

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ich fahre seit vier Jahren eine M5 Lederkombi von euch. Ich mag diese Lederkombi, ich mag sie sogar so sehr, daß ich nie ohne sie Motorrad fahre. Ich fahre damit meistens sogar noch wenn andere schon auf Textil gewechselt sind. Ich mag sie auch, weil sie schlicht ist und vor allem weil sie mir hervorragend passt!
Ich hab sie mir damals bei Stadler gekauft, ich gebe zu es gab sie für einen guten Preis. Ich trage immer Funktionsunterwäsche wenn ich sie an habe und seitdem ich sie habe, pflege ich sie, mindestens einmal im Jahr. Ich gebe zu, ich mache sie nicht nach jeder Tour sauber. Sie ist ja schliesslich auch Funktionsbekleidung.

Dieses Jahr also beschloss ich ihr, meiner lieben Lederkombi, mal etwas zu gönnen als ich beim D Store Berlin las, daß man seine Lederkombi für 99 EUR auffrischen lassen kann.

Also hab ich mir heute mal Zeit genommen, habe die Lederkombi ins Auto geworfen und mich auf den 45 Minuten Weg durch die deutlich volle Stadt zum D Store Berlin gemacht und dem netten Herren hinter dem Tresen meine Lederkombi gereicht, damit ihr sie pflegt.

Leider nimmt diese Liebesgeschichte jetzt hier eine Wendung, die ich selber nicht erwartet hatte, denn der Herr hinter dem Tresen erklärte mir als allererstes, daß ich doch jetzt bitte die Lederkombi wieder mit nach Hause nehme und sie grob vorreinige, denn so wie sie gerade wäre könne er sie nicht annehmen. Ich solle sie doch zuhause mit einem nassen Lappen saubermachen. Sie wären von Dainese angewiesen worden darauf zu achten, daß die Lederkombis in einem sauberen Zustand eingeschickt werden, das dort kein Blut, Matsch oder Fliegendreck dranne sein solle.

Liebe Dainese S.p.A., ich fahre also durch die Stadt um meine Lederkombi für eine Reinigung für schlappe 99 EUR abzugeben und man sagt mir sie wäre dafür nicht sauber genug!? Weil vorne Fliegendreck drauf ist? Ich gebe zu, da ist Fliegendreck, genau der welchen man mit einem nassen Lappen in ca. 15 Minuten abwischen kann. Ich gebe zu, ich hab das nicht gemacht. Ich dachte ja ich gebe meine Lederkombi zu einer Grundreinigung. Dainese war für mich immer eine Premiummarke, sagen wir mal wie Mercedes oder sowas. Ein Freund von mir fährt einen Mercedes, wenn der sein Auto zur Reperatur abgibt (und das Auto ist bald 20 Jahre alt!), dann bekommt er es hinterher blitzeblank zurück. Selbst wenn er nur einen Kostenvoranschlag hat machen lassen um festzustellen, daß er sich die Reperatur gerade nicht leisten kann. Das jemand sein Auto nicht bei der Reinigung abgeben kann, weil es zu dreckig wäre hab ich auch noch nicht gehört.

Ich hab dann gefragt, was denn bei der Reinigung genau gemacht wird, wenn ich sie zuhause vorher saubermache. Da bekam ich dann als Antwort, was auch schon auf der Website des D Store steht: “Spezielle Reinigung der Lederoberfläche und hygienische Reinigung des Innenlebens”, “Wiederbelebende Lederpflege” zzgl. eventueller Ausbesserung kleinerer Schäden an den Nähten. Ja, ich hab auch das Kleingedruckte in dem Blogpost des D-Store gelesen. Mir geht es eigentlich eher um die Reinigung der Kombi, nicht so sehr um etwaige Ausbesserungen. Die Kombi hat auch eigentlich nur eine Naht die einer Ausbesserung bedürfte und diese ist an einem Reflektor.

Ich wollte das aber genauer wissen, was jetzt bei der Reinigung gemacht wird, denn auch ich habe ein Dainese Lederpflegeset zuhause, schliesslich säubere ich meine Lederkombi jedes Jahr damit, bevor ich sie für die dunkle Jahreszeit in den Schrank hänge. Als Antwort bekam ich, daß man das nicht so genau wisse und das dies ja auch ein Firmengeheimnis von Dainese wäre. Aber die Lederkombis würden immer Tiptop zurückkommen!

Liebe Dainese S.p.A., ich soll also 99 EUR für etwas ausgeben, wo man mir vorher nicht genau sagen kann was eigentlich gemacht wird und wo ich davon ausgehen muss das es das gleiche ist, was ich zuhause bei einem kühlen Bier mit meinem eigenen Lederpflegeset mache?

Also ich muss sagen, ich komme mir ein wenig veralbert vor!

Ich hab dann meine geliebte Dainese M5 genommen, mich wieder in mein Auto gesetzt und bin die 45 Minuten wieder nach Hause gefahren, habe aus frust 15 Minuten lang den Fliegendreck mit lauwarmen Wasser abgewaschen und den Beschluss gefasst: Ach wisst ihr, wenn ihr mir nichtmal sagen könnt, was genau gemacht wird und ich das Gefühl haben muss hier für viel Geld eine Dienstleistung zu kaufen, bei der die Lederkombi hinterher nicht besser aussieht, als wenn ich das selber mache, dann mach ich das halt wieder alleine!

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Spontan hatte ich heute 3h Zeit übrig und die hab ich natürlich aufm Bock verbracht. Ich hab mir ja schon vor mindestens zwei Wochen einen ReXXer User gekauft. Mit dem Gerät kann man das Einspritzmapping der EVO flashen und noch so ein paar andere Gimicks. Ich hab mir vom Herrn Deussen ein geändertes Mapping mitgeben lassen, damit die Bella im unteren Drehzahlbereich ein bisschen kultivierter läuft.

Was soll ich sagen, war sein Geld wert, fährt sich hervorragend. Endlich auch bei 2.500-3.000 rpm entspannt rumtuckern ohne das die Diva ihre Kette zernagt!

Das Visier mit Verlauf hab ich auch gleich probiert und bin erstmal zufrieden, vermindert deutlich den Blendfaktor für mich.

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Am Freitag hab ich mich kurzerhand entschlossen die 15% Rabattaktion bei Louis zu nutzen und mir einen neuen Helm zu gönnen. Mein Schubert S1 ist zwar nicht schlecht, aber inzwischen vier Jahre alt, min. einmal ordentlich runtergefallen und vor allem total zugesifft. Ich gebe zu, Helmpflege ist nicht meiner Stärke!

Im Laden hab ich dann ein paar Helme ausprobiert, einen Schubertkopf habe ich wohl nicht mehr. Weder der brandneue SR1 noch der Klapphelm C3 haben mir gepasst. Es drückte immer irgendwas. Letztlich passte der XR-1100 von Shoei wunderbar. Stramm und ohne zu drücken. Nachdem ich geklärt habe das ich, falls er doch wiedererwarten nicht passt, ihn zurückgeben könnte, hab ich ihn einfach im Design “El Capitan” mitgenommen. Ich wollte diesesmal was mit Dekor und dies war das einzige welche Ging. Die restlichen waren eher nicht so mein Geschmack.

Passenderweise hatte ich mir heute den Tag zum Motorradfahren reserviert und bin dann mit D. hoch zur Müritz gefahren. Insgesamt sind es 406,7 km geworden in denen ich mich von dem Helm überzeugen konnte. Es war eigentlich alles dabei an Straßen und auch Autobahn sind wir ein Stück gefahren, mit V-Max.

Der XR-1100 ist leichter als mein S1, dafür ein wenig lauter. Da ich aber auf der Landstraße immer mit Ohrstöpseln fahre, hielt sich das in Grenzen. Angenehm finde ich die geringeren Ausmaße, mit dem S1 bin ich beim Schulterblick doch immer mit dem Helm an meine Schulter gekommen, mit dem Shoei hab ich das nicht mehr. Der Doppel-D Verschluss ist gewöhnungsbedürftig, hatte ich doch am S1 einen Klickverschluss. Aber das ist nicht weiter tragisch, man gewöhnt sich recht schnell daran.

Der Helm liegt sehr gut im Wind, ich habe das Gefühl das er Aerodynamischer ist als mein S1, jedenfalls habe ich weniger Winddruck auf meinem Kopf.

Das allerdickste Plus des XR-1100 ist aber seine Belüftung, der Helm hat an der Stirn zwei große Belüftungslöcher, am Hinterkopf gleich vier. Am Kinn natürlich auch noch eine Belüftung. Der Helm ist wirklich sehr sehr Luftig. Heute waren ja durchaus 25°C, aber mein Kopf wahr schön gekühlt. Deutlich besser als der S1 das kann.

Nachteil am XR-1100 ist das fehlende Sonnenvisier, das ist bei Schubert einfach eine feine Sache. Ich hab mir jetzt mit einer Sonnenbrille beholfen, geht auch. Ist nur nicht so praktisch, denn diese darf man nicht vergessen und mal eben ab- oder aufsetzen ist während der Fahrt auch nicht.

Was mich noch stört ist ein klackern oder knarzen auf der rechten Seite, da habe ich noch nicht lokalisieren können woher das kommt. Es tritt auch nur bei bestimmten Geschwindigkeiten auf.

Gut fand ich dass das Visier gleich mit Pinlock ausgestattet ist. Wobei ich eigentlich finde Helmhersteller sollte einfach zwei Visiere mit dazugeben, eines mit und eins ohne Pinlock. Eine weitere feine Sache, die Helmpolster sind komplett herausnehmbar und einzeln nachzukaufen, das erleichtert die Pflege deutlich! Vielleicht schaffe ich es bei diesem Helm ja das er nicht so zusifft! ;)

Im großen und ganzen ein toller Helm, hoffen wir das ich seine Schlagfestigkeit nie einem Test unterziehen muss!

Shoei XR-1100

Gefällt:

  • relativ leicht
  • extrem gut Belüftet
  • mit Ohrstöpseln ausreichend Leise
  • sehr gute Aerodynamik, weniger Winddruck als beim S1
  • geringe Ausmaße
  • Visier vom Helm abnehmen sehr einfach
  • Helmpolster komplett herausnehmbar

  • Gefällt nicht so:

  • kein Sonnenvisier
  • Doppel-D Verschluss
  • ohne Ohrstöpsel recht laut
  • Öffnungslippe am Visier nur auf der linken Seite
  • Ein Review des Helmes gibts von revzilla auf youtube, allerdings heisst der Helm in den USA RF-1100:

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    Eigentlich hatte ich heute ein Kundenmeeting um 12:00 Uhr, aber kurz vor halb Elf flattertet eine Mail rein: “Meeting verschoben, Teilnehmer krank, Grippe etc.”. Tja was soll ich sagen, ich war nur bedingt traurig, zumal das mein einziger fester Termin für diesen Tag war und draussen die Sonne sowas wie Frühling zelebrierte. Klare Sache, dann gibts ne Probefahrt auf der Patchwork-SV!

    Also rauf auf den Bock und losgedonnert, feine Sache. Zum Glück keine Angstzustände vom Unfall mitgenommen, nur erhöhten Respekt für Abstand zum Vordermann. Sollte ich ich mir behalten, den Respekt. Hab ich auch gleich mal versucht zu trainieren, kommt dann zu dem anderen Kram was man so unterbewusst macht.

    Da unten im Unterbewusstsein waren auch irgendwo noch die Landstraßenprogramme, eingestaubt, zerschrabbelt, brüchig. Merkt man sofort, da sind sie, aber eben nicht frisch. Die gilt es jetzt zum Saisonauftakt rauszukramen, zu entstauben und aufzufrischen. Aber die erhöhte Vorsicht hat auch ihr gutes, Brandenburgs Straßen sind ein Meer an Schlaglöchern, Flickwerk und Rollsplit! Nicht das sie vorher eine Augenweide gewesen wären, aber jetzt so nach dem harten langen Winter sind sie eine Katastrophe! Ich seh schon wie das weitergeht, erstmal poppen überall Wanderbaustellen auf und diese hinterlassen dann unprofessionell mit Split geflickte Straßen. “Tritt sich doch fest”, pflegen die Herren vom Straßenbauamt da zu sagen… mir fallen da noch ganz andere Tritte ein.

    Landschaftlich fühlte ich mich an den Film Stalker von Tarkowsky erinnert, so graue abgerockte Landschaft ohne Grün. Die Seen waren sogar noch zugefroren! Anhalten mochte ich da nirgends.

    Die Probefahrt ergab dann auch ein paar Erkenntnisse: die TITAX Hebel sind schick, aber nicht dort angebracht wo ich sie möchte. Aber war ja klar, kann der Mech bei Fuhrmann ja nicht Hellsehen. Muss ich nochmal bei.

    Unschöner ist, ich brauch nen neuen Knitterfreien! Eigentlich wollte ich schon Ende letzten Jahres meinen S1 zu Schuberth schicken, Röntgen und frisch machen. Der war mir runtergefallen, scheisse! Im Karton verpackt steht er hier auch ungefähr schon solange, nur abgeschickt hab ich Trottel den noch nicht. Ich könnt mich..
    Gerade fahre ich den Shoei XR-1000 meiner Lieblingssozia, der tut auch prima in der Stadt so für die Kurzstrecken die man im Winter so fährt. Aber heute während der Probefahrt, so auf Kilometer 60 tat mir dann die Stirn weh. Der Helm ist mir einfach zu klein! Laut ist er auch, so ohne Ohrstöpsel. Sonnenvisier fehlt mir auch. Mist, wo die Kriegskasse doch schon so arg gebeutelt ist.

    Man sieht, da geht noch was. In allen belangen, bei mir, am Mopped, an den Klamotten, an der Landschaft und Straßenqualität. Aber hey, ist ja auch erst Saisonanfang!

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    Jetzt wo der Winter sich nicht mehr verleugnen läßt und selbst bei strahlend blauem Himmel und Sonne die Kraft selbiger nicht ausreicht um mehr als 3-5°C zu produzieren, ist die beste Zeit seiner Lederkombi mal wieder ein wenig Pflege zukommen zu lassen.

    Leder ist ein organisches Material und bedarf deshalb etwas Zuwendung, quasi wie Pflanzen! :-)

    Das Leder muss immermal gefettet und gewachst werden damit es seine natürliche Geschmeidigkeit behält und nicht hart und spröde wird. Besonders den nicht gerade billigen Lederkombis sollte man dort ein wenig Zeit widmen damit man möglichst lange Freude an dem doch deutliche dreistellige Eurobeträge kostenden Schutzkleidungsstück hat! Sprödes und trockenes Leder ist auch nicht so Widerstandsfest wie gepflegtes. Auch Lederhandschuhe und Stiefel sollte man immermal Reinigen und Pflegen, falls diese Wasserabweisend sein sollen empfiehlt sich dazu spezielle Lederpflege mit Imprägnieranteil.

    Dainese Pflegeset.jpg

    Bei meiner Dainese M5 Kombi war beim Kauf im Sommer diesen Jahres gleich ein Pflegeset von Dainese dabei. Es besteht aus einer Reinigungsflüssigkeit und einer Pflegecreme/wachs welches aus Ölen, Wachs und Harzen besteht. Wenn nichts beim Kauf dabei war, dann gibt es in verschiedene Pflegemittel zum nachkaufen. Diese gibt es in vielen Formen wie Sprays und Ölen. Was nun genau am besten ist da scheiden sich die Geister, falls man sich aber beraten lassen will kann man zu seinem Satteler, Schuster oder Reit- bzw. Motorradzubehörladen seines Vertrauens gehen, die kennen sich alle mit Lederpflege aus und empfehlen entsprechende Mittel.

    Zuerst kommt die Reiningung und danach die Pflege. Hilfreich ist ein weicher Schwamm, ich hab die weiche Seite eines sauberen Haushaltsschwammes benutzt. Praktisch ist auch die Kombi an der Tür mit einem Bügel aufzuhängen.

    Reinigung

    Zuerst reinigt man die Kombi mit dem weichen Schwamm und der Reinigungsflüssigkeit. Die Hartplaste Protektoren kann man mit ganz normalem Wasser und etwas Fit reinigen, dann bekommt man auch etwaige Insektenleichen ab. Strechelemente mit klarem warmen Wasser reinigen.

    Das ganze lässt man dann trocknen oder wischt es mit einem fusselfreiem weichen Tuch, zB. Microfaser, trocken.

    Pflege

    Danach kommt die Pflegecreme dran. Einfach wieder mit einem weichen Schwamm die Creme auf der Kombi verteilen und mit kreisenden Bewegungen einreiben. Das Leder saugt sofort die Creme auf und wird schön weich und geschmeidig. Ruhig ein wenig dicker auftragen.

    Dainese M5 Lederkombi.jpg

    Die Kombi dann am besten den Winter über auf einem stabilen Kleiderbügel in den Kleiderschrank hängen oder, wenn sie dort nicht reinpasst, in einem Kleidersack für Anzüge aufbewahren. Ideal ist beides in Kombination. So verhindert man das sie über den Winter einstaubt und man nach dem Winter wieder anfangen darf zu säubern.

    Wenn dann die ersten warmen Tage nach dem viel zu langen Winter kommen darf man sich über eine saubere und weiche Lederkombi freuen die sitzt wie angegossen und in der man sich sofort wohlfühlt! Auf den Sommer!

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    Ich habe festgestellt ich brauche drei Paar: Sommer, Übergang, Winter.

    Bis eben hatte ich nur zwei Paar, Sommer und Winter, jetzt ist ein Paar als Übergang dazugekommen. Warum? Weil ich gerade jeden Tag neu entscheide ob es Sommer oder Winter sein muss und ich die letzten paar Tage dazu übergegangen bin beide Paare mitzunehmen. Eindeutiges Zeichen das da was dazwischen fehlt.

    Sommerhandschuhe

    Meine Sommerhandschuhe hab ich mir noch zu Rollerzeiten gekauft, da war ich gerade frisch in der Fahrschule für den Motorradführerschein angemeldet. Teuer waren sie damals bei Polo nicht, sind auch von deren Hausmarke FLM. Der große Vorteil der Handschuhe ist das sie sehr leicht, kurz und luftig sind. Die fehlende Stulpe ergibt große Bewegungsfreiheit, finde ich sehr angenehm! Genau das richtige für den Sommer!

    Sommer oben.jpgSommer unten.jpg

    Wie man sieht habe ich sie auch recht häufig benutzt, ihre besten Tage haben sie wohl schon hinter sich.

    Großer Nachteil ist natürlich das sie nicht Wasser oder Luftdicht sind, wäre ja auch albern bei reinen Sommerhandschuhen. Für die jetzige Jahreszeit sind sie auch eigentlich zu kalt, das kann man bei kurzen Fahrten in der Stadt allerdings verschmerzen. Wirklich problematisch ist das sie keine Gummilippe zum Visir abwischen haben. Sobald es mal nieselt oder regnet hat man ein Problem, wie das Visir abwischen? Das nervt tierisch!

    Winterhandschuhe

    Die Winterhandschuhe habe ich von einem Bekannten geerbt der das Motorradfahren aufgegeben hat. Ich habe keine Ahnung wie alt die Handschuhe sind, aber sie halten immernoch dicht! Waren auch nicht die billigsten wie es scheint, immerhin von Held und mit GoreTex.
    Die Handschuhe sind verdammt warm und dick gefüttert, auch bei Minusgraden kann man damit noch in der Stadt fahren. Bei hohen Geschwindigkeiten helfen allerdings bei Minusgraden wirklich nurnoch Heizgriffe.
    Winter oben.jpgWinter unten.jpg
    Durch die dicke Fütterung haben sie natürlich den Nachteil das sie sehr klobig sind, einem geht ein wenig das Gefühl für den Lenker verloren. Dafür haben sie eine Gummilippe am linken Zeigefinger, der Retter im Regen.

    Die neuen, Übergangszeit-Mittel-Handschuhe

    Genau um aus der Zwickmühle der Wahl zwischen: Leicht, Kalt, keine Gummilippe und Klobig, Warm, Gummilippe heraus zu kommen war ich jetzt bei Louis um mal zu sehen was die da gerade so haben.

    Ohne Stulpe in Regendicht mit Gummilippe gab es schonmal nicht, also musste es was mit Stulpe sein. Meine Wahl viel auf Handschuhe von Held, sie haben eine Gummilippe und die GoreTex-Membran verspricht trockene Hände in allen Lebenslagen. Die Fütterung ist moderat, für Minusgrade wird es nicht reichen, aber sie wird bei Temperaturen von 15°C bis 0°C ausreichend sein. Irgendwie waren sie preiswerter, wahrscheinlich wegen des 70 Jahre Louis Logos auf dem Klettverschluss und da sie wohl Restposten sind. Kann ich mit leben.

    Übergang oben.jpgÜbergang unten.jpg

    Jetzt werden sie erstmal mit Imprägnierspray bearbeitet und dann dürfen sie zeigen was sie taugen!

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