“Time flys when you are having fun!” heißt es in dem Sprichwort, dabei bleibt ausser Acht das Zeit auch sonst rast wenn man viel zu tun hat. Mir ist als ob wir den Bus nach dem Flatrate-Fahren am STC eben erst ausgepackt haben und der ganze ausgepackte Kram stand auch anderthalb Wochen danach genau noch so rum wie ich ihn nach dem Auspacken hingestellt hatte, inkl. Mopped mit Regenreifen.
Aber das Built not Bought steht quasi vor der Tür, die Vorbereitungen müssen gewuppt werden!

Praktisch ist ja wenn man quasi alles schon beisammen hat, aber ich brauchte zum Beispiel das ganze Werkzeug noch einmal um die SV für den Kurvenrausch nach dem Built not Bought vorzubereiten. Der ganze StVO Trödel musste ab, die Tourensportreifen runter und dafür Supersportreifen drauf. Ein bisschen Feinheiten an der silbernen Brenneisen musste auch noch passieren.

Statt der Tourenpellen gibts frische S20. Sollten gehen für die ersten Meter auf der Renne!

Ohne StVO Gerödel gleich viel besser!

Aber ich denke jetzt habe ich alles bereit, nu muss ich es nur noch alles zusammen packen. Die SV und der benötigte Trödel kommen in meinen neuen Bus (Ich bin jetzt auch Busfahrer!) und mit selbigem kommt die Frau am Sonntag Abend zum STC, während ich und Axel mit seinem Bus die Reise schon am Donnerstag antreten.

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Fürs Wochenende war Regen angesagt, aber unsere Hoffnung lag darauf das es am Spreewaldring ja auch gerne mal nicht regnet, obwohl rund herum jede Menge Wasser vom Himmel fällt.

Aber wir wollten uns für alle Eventualitäten rüsten und so landete das über den Winter organisierte zweite Räderpaar sammt Bridgestone Regenreifen, die Regenklamotten und wasserfeste Hand- und Schuhe im Bus.

Gebucht waren Samstag Nachmittag sowie der komplette Sonntag auf dem STC, Flatrate-Fahren war angesagt. Bedeutet: Buchen und dann soviel fahren wie man möchte und kann. Also kann man theoretisch an einem gebuchten Tag acht Stunden im Kreis fahren! Coole Sache.

Das Fahrerlager war entsprechend der Wetteraussichten sehr übersichtlich. Das Wetter am Vormittag war eher so durchwachsen. Entsprechend gab es auch eher wenig Kurzentschlossene.

Nach dem üblichen Anmelden und Ausladen ging es zur Geräuschmessung, die schaffte ich eher nur so ganz knapp. Schwein gehabt.

Um 14 Uhr ging unser gebuchter Nachmittag los, pünklich geschafft haben wir das natürlich nicht. Aber ist ja egal, ist ja Flatrate-Fahren! Also lieber die Reifenwärmer noch 15 Min mehr die Slicks aufwärmen lassen und dann erst raus. Die Sonne schien, der Himmel bewölkt und es war einigermaßen warm.
Ich war gespannt ob die neue AHK wohl tun würde was ich mir erhoffte, einfach funktionieren!
Der erste Turn war extrem schwierig, das erste mal wieder Motorrad fahren seit September letzten Jahres! Jeder Handlungsablauf brauchte Zeit und Resourcen im Kopf, der Körper total ungelenkig, die Blickführung nicht vorhanden.
Als ich vom Motorrad stieg dachte ich, ich könne kein Motorrad mehr fahren. Jedenfalls nicht irgendwie flott. Aber immerhin das Motorrad funktionierte einfach, inklusive AHK!

Dann kam der Regen.

Nicht nur leichter Nieselregen, sondern der Himmel öffnete seine Schleusen und es schüttete ordentlich.

Normalerweise wäre so ein Tag gelaufen gewesen. Ich erinnere mich da noch an das erste Mal fahren im letzten Jahr am STC. Da bin ich glaube zwei Turns gefahren und dann war der Tag vorbei.

Nicht dieses Mal! Nie wieder!

Denn wir haben Regenreifen! Ha!

Also flugs das Werkzeug ausgepackt und daran gemacht die Räder zu wechseln. Meine Güte machten die anderen das Flott! Ich musste umständlich nach dem passenden Werkzeug suchen. Für die nächsten Male werde ich mir einfach nur ein Set aus Werkzeug nur zum Räder wechseln zusammen stellen.
Was sich aber auf jeden Fall bewährt hat, waren meine mit Edding aufgeschriebenen Drehmomentangaben an den Bauteilen selbst! So muss man die nicht im Kopf haben und sie stehen überall dran.

Die anderen waren dann schon mindestens einen Turn gefahren bis ich fertig war. Dann wollte ich aber los! Hatte aber dann keine Lust mehr die Wasserdichten Stiefel und die Regenhose aus dem Auto zu holen. Also nur die Regenjacke drüber und das Pinlock Visier auf den Helm.

Ich muss ja sagen, auf der Straße hatte ich bisher keine großartige Angst beim fahren im Nassen. Vor etlichen Jahren im Schwarzwald bin ich mal einen Tag lang die schönen kurvigen Straßen nur im Regen gefahren. Danach hatte ich Respekt, aber keine Angst mehr.
Nur bin ich schon ewig nicht mehr im Regen gefahren! Auf der Straße sowieso und auf der Renne glaube bei Twins Only 2014 das letzte und einzige Mal. Damals allerdings mit Straßenreifen. Es war scheiße!

Was diese Regenreifen aber können, das ist eine komplett andere Welt! Am Anfang ist man natürlich gehemmt, aber wenn man sich dann ein bisschen traut dann öffnet sich einem eine großartige Spielwelt! Was da an Schräglagen und Bremsmanövern geht ist echt unglaublich! Alles natürlich im Rahmen!

Das musste ich dann noch einen Turn ausprobieren! Da kam dann aber tatsächlich nochmal eine dicke Fuhre Wasser von oben, so dass es beim Fahren schon ordentlich auf den Helm prasselte und die Strecke stellenweise einem Teich glich. Ab da war es dann nicht mehr weiter sinnvoll zu fahren, vor allem weil das Wasser sich seinen Weg in meine luftigen Stiefel bahnte!

Aber im großen und ganzen was es super im Regen! Jeder der auf der Renne auch nur ein bisschen öfter unterwegs ist kann ich nur empfehlen das mal auszuprobieren! Wenn der Tag eh nur noch Regen ansagt, Regenjacke an und dann mit Regenreifen raus! Den größten Nachteil an Nässe bei Motorradfahren gibt es an der Renne zB. nicht: man hat keine 300km im Nassen bis zum Zielort vor sich und ist einem Kalt und man hat keine Lust mehr, hört man einfach auf!

Dann war der Nachmittag auch schon rum, das Fahren vorbei und dann kam die Sonne raus! Herrlich! Konnten wir so doch noch den Abend gemütlich mit Rene von Rasch-Moto und Matze von Used Italian Parts vor dem Bus sitzen, Essen und Unsinn reden!

Der Morgen danach war relativ entspannt, der Himmel blau und es versprach zumindest am Vormittag trocken zu bleiben. Tat es dann auch! Nach einem nochmaligen Räderwechsel zurück auf Slicks (das übt!) war das Fahren jetzt schon deutlich angenehmer als am Vortag. Scheinbar konnte sich das Stammhirn nun doch wieder an ein paar Bewegungsabläufe erinnern und das Fahren klappte nun doch um einiges besser.
Den letzten Turn des Vormittags schnappte ich mir dann doch mal Matze um mir die Linie zu zeigen und ich hatte einige Aha-Effekte!
Die wollte ich dann nach dem Mittagessen gleich mal umsetzen.

Dann kam der Regen!

Soll er doch, wir haben ja Regenreifen!

Erstmal ging ich aber die Strecke in der Theorie mit Matze noch einmal auf dem Papier durch. Auch immer wieder hilfreich!

Danach wieder das Werkzeug raus, wieder Räder wechseln! Da werde ich auch immer flotter!

Jetzt aber die Regenstiefel und eine Regenhose anziehen! Ich merke nach dem rausfahren aber relativ schnell, das ich in der Regenhose mich kaum bewegen konnte, von daher war das alles sehr steif was ich dort veranstaltete. Ich blieb dann aber trotzdem draussen, nahm Tempo raus und versuchte die mir gezeigte Linie zu fahren und mir einzuprägen. Das ging auch ganz gut, so ohne großes Tempo hat man ja Zeit.

Zum nächsten Turn war die Strecke dann schon nur noch nass, aber es regnete nicht mehr! Jetzt wollte ich die Regenhose weg lassen und einfach so raus. Matze kam dann noch und stellte erstmal alle Dämpfer am Fahrwerk auf komplett offen, “Fahr mal so!” Na gut! Wäre ich ja gerne, wenn mein Mopped noch gelaufen wäre. Es sprottelte nur noch, ging aus und dann nicht mehr an! Na, wer errät es? Richtig, Benzin alle! :)

Also erst Tanken und dann raus. Das war wirklich interessant mit dem total weichen Fahrwerk, viel weniger anstrengend und deutlich flüssiger irgendwie. Ich hatte zwar ein paar schöne Hinterradrutscher, aber die waren alle so soft das sie keine Angst machten. Spannend! Der Track trocknete dann aber schon ganz gut ab, weiterfahren hätte die Reifen kaputt gemacht. Damit endete der letzte Turn des Wochenendes, denn um noch mal Slicks aufzuziehen, dafür fehlte einfach die Zeit. Mussten wir doch bis spätestens 19 Uhr bei der Werkstatt sein.

Ich habe an diesem Wochenende eine ganze Menge neues gelernt muss ich sagen! Angefangen von den Aha-Effekten bei der Linie, über den schnellen Wechsel von Rädern bis zu den Erfahrungen mit Regenreifen. Ich habe mit sehr netten und genauso verstrahlten Leuten das Essen geteilt und ich freue mich jetzt noch eine ganze Ecke mehr auf Built not Bought in vier Wochen.

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Am kommenden Wochenende soll es zum STC auf die Piste gehen! Dementsprechend war die letzte Zeit beim Schrauben viel von Vorbereitungen bestimmt.

Die Kupplung tut leider noch nicht ganz so wie sie soll, zumindest im Stand. Da muss ich diese Woche noch mal ran. Auch das Hinterrad muss ich noch ausrichten und vor allem mit Drehmoment festmachen.
Immerhin is die Front schon einmal korrekt mit Drehmomenten verschraubt.
Sicherungsdraht darf noch verteilt werden.

Neue Gimmicks wird es wohl vorher nicht geben, sowohl die neue Verkleidung als auch die Öltemperaturanzeige habe ich aus Zeitmangel (viel Zeit geht drauf um eine neue Werkstatt zu finden!) nicht fertig bekommen. :(

Immerhin der zweite Satz Felgen ist mit Regenreifen bestückt! Ich muss noch dem Wettergott ein Opfer bringen damit ich sie nicht brauche! Ich werd noch ein Opfer für die Schalldruckgötter mitschlachten, denn am STC gelten 98dB zu der Veranstaltung. Sollte ich mit Eatern eigentlich schaffen, aber man weiss ja nie…

Beim Einsatz am Wochenende muss ich auf jeden Fall den liegenden Zylinderkopf im Auge behalten. Sowohl aus dem Ventildeckel Auspuffseitig (kenn ich schon) als auch am Nockenwellendeckel (jetzt neu!) ölt die Gute ein wenig rum. :/

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Am Wochenende finden in Berlin (wo sonst?) die Berliner Motorrad Tage statt. Michael vom Race Cafe Berlin meldete sich vor einer Woche bei mir, ob er meinen Renner haben könnte um Ihn auf dem BnB-Promostand aufzustellen. Klaro!

Also war ich die Woche noch mal schnell in der Werkstatt und haben die ganze Verkleidung, welche natürlich abgebaut war, wieder dran geschraubt und die Räder festgezogen. Damit war das Motorrad für die Messe wieder fein, geputzt ist es aber nicht! :)

Gestern dann kam ein mir fremder Mann mit einem Kleintransporter, ich half ihm mein Motorrad zu verladen und dann verschwand er damit ins Unbekannte. Einfach so! :)

Wenn Ihr also am Wochenende in Berlin seid und Lust auf Motorrad gucken habt (nicht nur meins, auch andere!) dann schaut doch mal beim BnB Stand vorbei! Ich werd es mir auf jeden Fall angucken! ;)

Übrigens gibt es in jedem BMT Programmheft einen 5€ Gutschein für das Built not Bought 2017!

Update: Am Samstag war ich dann auf den BMT und am Race Cafe gab es ein Wiedersehen! Nicht nur mit der Dame, sondern auch mit diversen netten Leuten von und um das Race Cafe drumrum. :)

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Am Rennhobel fahre ich einen Ölkühler der Multistrada 1200. Dieser ist schön groß und passt vor allem hervorragend von den Aufhängungen an den 749 Rahmen! Der momentane Kühler hat schon ein paar Kampfspuren vom Vorgänger und wurde auch schon repariert. Dafür hat er mich damals zwei Packungen Biohackfleisch gekostet.
Normalerweise sind die Dinger deutlich teurer, aber nun wollte es der Zufall das mir mal wieder so ein Schnapper vor die Finger kam und da habe ich zugeschlagen. Kann ja durchaus sein, das man sich den Kühler mal krumm macht.

Dieses mal wollte ich aber wissen ob er dicht ist, bevor er ans Motorrad kommt, die Frage war also wie ich das anstelle. Mein vorgehen war dann relativ simpel, mit Druckluft!
Alle verschraubbaren Löcher des Kühlers wurden mit Stopfen versehen, wobei ein Loch noch dazu diente ein Druckanzeiger anzuschliessen.
Das komplette Konstrukt kam dann ins Wasserbad und dann bekam der Kühler 3-4bar Luftdruck drauf. Ich denke das sollte reichen.

Alle Öffnungen zu und dann Luftdruck drauf!

Siehe da, es blubberte nichts aus dem Kühler hinaus, ich nehme also mal an der ist dicht. Prima!

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Die neuen 8.5er Gabelfedern von Racetech liegen ja schon eine Weile hier rum. Leider ergab sich beim Einbau ein klitzekleines Problem. Die Federn sind nochmal deutlich kürzer als die 9,0er Wilbers Federn die ich schon verbaut habe.

Während die originalen Federn eine Länge von 300mm haben, haben die Wilbers 290mm und die Racetech jetzt sogar nur 275mm. Bei den Wilbers ging das ja noch mit den Vorspannhülsen, aber die 275mm sind deutlich zu kurz.

Von oben nach unten:
Racetech
Wilbers
original Ducati

Also musste irgendwie die Vorspannhülse verlängert werden. Leider gibts es das Stahlbleckvorspannrohr in passender Abmessung nicht mal eben an jeder Ecke. Irgendwie mit Unterlegscheiben fand ich doof.
Also hab ich die obere Nylondistanz mal ausgemessen und dann entsprechend um den Federlängenunterschied aufgerechnet. Die Distanzen hat mir dann ein freundliches Forumsmitglied aus POM-C gedreht. Das sollte ähnliche Eigenschaften wie Nylon haben und für den Zweck ganz gut funktionieren.

Dann ergab sich durch Zufall das ich einen Gabelsatz für extrem wenig Geld vor die Füsse bekam mit dem Vermerkt “Simmerring müssten mal getauscht werden”. Da ich bei jeder Gabel sowieso erstmal einen Gabelservice gemacht hätte, kam mir das sehr gelegen, drückte es den Preis doch in den “Spottpreis”-Bereich!

Zu meiner Freude war die Gabel in recht gutem Zustand und meine Vermessung ergab das sie komplett Gerade ist! Ergo war der Plan klar, die bisherige Gabel bleibt wie sie ist und die “neue” Gabel bekam eine komplette Revision und die 8.5er Federn. Jetzt sind beide Gabelfedern auch von Einstellbereich der Dämpfung identisch.

Vergleich der Distanzen, links original, rechts aus POM-C mit anderen Abmessungen

Ins Motorrad einbauen muss ich die Gabel noch, dann geht es an Federweg einstellen. Für hinten steht das ja auch noch aus seit der Änderung der Feder des Federbeines.

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Für das Federbein habe ich mir für nächstes Jahr mal eine bisschen härtere Feder besorgt.

Links 80iger Feder, rechts 75iger. Die 75iger war zu weich.

Links 80iger Feder, rechts 75iger. Die 75iger war zu weich.

Ich dachte eigentlich, für das Umbauen der Feder müsste ich mir irgendwie eine Federbeinpresse basteln. Deswegen hab ich erstmal das Öhlins Federbein ausgebaut und das alte kraddelige Showa Federbein in den Rennhobel eingebaut, damit der zumindest rumschiebbar ist. Dazu muss man nur die linke Rastenanlage abnehmen. Praktischerweise braucht es da quasi nur zwei Schrauben für.

Fahrwerk Downgrade, mal was anderes! :)

Fahrwerk Downgrade, mal was anderes! :)

Dann hab ich aber spaßeshalber mal komplett die Vorspannung aus dem Öhlins Federbein rausgenommen und staunte nicht schlecht! Man kann da die Vorspannringe so weit runterdrehen das die Feder überhaupt nicht mehr gespannt ist und es reicht auch locker aus um den Federteller rauszunehmen und kann dann ganz entspannt die Feder tauschen!

Vorspannringe komplett runter gedreht

Vorspannringe komplett runter gedreht

So ist der Federteller frei und man kann die Feder einfach tauschen!

So ist der Federteller frei und man kann die Feder einfach tauschen!

Also alles wieder zusammen, das Showa Federbein wieder raus. Öhlins wieder rein. Fertig!

Man kann also das Federbein inkl. Feder in ca. 30 Minuten wechseln, falls man mal muss. Cool!

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Endlich hab ich mir mal einen Satz Paketwaagen besorgt, damit ich in der Werkstatt auch schwerere Dinge wiegen kann. Zum Beispiel Motorräder! :)

Den Renner gleich nochmal auf die Waage gestellt und das Ergebnis ist, anders als damals, durchaus besser verteilt. Vorne: 79, Hinten: 81. Sprit war jetzt vielleicht halb voller Tank.

Vorne

Vorne

Hinten

Hinten

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Heute kam ein Paket mit Fahrwerksteilen von Öhlins am Sachsenring bzw. RaceSpare bei mir an. Ersteres ist der Fahrwerksservice von Steve Jenkner, letzteres der Shop dazu.
Ich hatte ja beim Lausitzring Termin mein Fahrwerk von Steve begutachten und einstellen lassen. Wie 2015 schon bei der Monster 1100 EVO. Ich bin von Steves Wissen bzgl. Fahrwerk doch schwer angetan!

Er und ich kamen beide unabhängig voneinander zu dem Schluss das meine Federn in der Gabel ein Tick zu hart sind und die Feder im Federbein zu weich. Dort sollte also was weicheres rein, entweder in beide Holme oder zumindest in eins.

vauzweirad-1100-2v-11288

Also hab ich lange mit Steve geschrieben was wir machen. Ich habe ja vorne schon 9.0er Federn verbaut. Weichere gibt es von der Stange bei uns in Deutschland scheinbar nicht zu kaufen für mein Basismotorrad. Weder bei Öhlins noch Wilbers oder sonst wem.
Liegt wohl vermutlich auch einfach daran, das die normale Ducati 749/999 ca. 30-40kg schwerer ist als mein Umbau.
Er hat sich dann schlau gemacht und in den USA passende Federn von Race Tech ausfindig gemacht (deren Website und vor allem den Spring Rate Calculator kann ich nur wärmstens empfehlen)!
Die 8.5er Federn waren dann heute im Paket, zusammen mit einer 80kg Feder für das Öhlinsfederbein. Die zu besorgen war wiederrum kein Problem. :)

vauzweirad-1100-2v-542

Auch mit im Paket war mein Lenkungsdämpfer den ich Steve zum Service geschickt hatte. Der schmatzte und knirschte doch recht arg beim bewegen und man merkte ihm an das er noch nie einen Service gesehen hatte und das wohl auch Luft im System war.
Den Service hätte ich natürlich auch gerne selbst gemacht, aber das ist wohl deutlich komplizierter und die Anleitungen dazu sind rar. Man kann ja auch mal selber machen lassen. :)
Jetzt ist er jedenfalls wieder in einem neuwertigen Zustand, nix schmatzt, nix knirscht. Herrlich!

Was ich aber selber machen will ist die Feder des Federbeines tauschen bzw. eigentlich auch mir das passende Werkzeug dafür bauen. Ich hab da auch schon einen Plan! Mal sehen wie weit ich damit komme vor laute Baustellen. Federn in der Gabel tauschen kenn ich ja nun schon.

Des weiteren hab ich mir jetzt mal zwei Paketwaagen bestellt um endlich mal rauszufinden, ob und warum ich bei meiner Gewichtsmessung so eine komische Verteilung des Gewichtes vorne zu hinten habe.

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Der 2-Ventil EVO Motor hat im stehenden Zylinder einen Temperatursensor mit dem die Temperatur des Motors gemessen wird. Dort wird aber nicht, wie bei allen vorherigen Motoren, die Öl, sondern die Zylindertemperatur gemessen.

Der Matti hat das in seinem Blog hier recht ausführlich beschrieben.

Mit diesem Sensor beschäftige ich mich gerade näher, weil ich diesen Auslesen möchte. Ich hab den Sensor also mal rausgeschraubt um rauszufinden wie der sich so verhält.

Hier wohnt der Sensor, zwischen den Kühlrippen im stehenden Zylinder

Hier wohnt der Sensor, zwischen den Kühlrippen im stehenden Zylinder.

So ein Sensor ist nichts weiter als ein Widerstand, der abhängig von der Temperatur seinen Widerstandswert ändert, welchen man dann wiederrum messen und darauf auf die Temperatur schliessen kann. In diesem Fall ist ein NTC oder auch Heißleiter verbaut. Heisst nichts anderes als, mit steigender Temperatur sinkt der Widerstand.

Als erstes habe ich mal geschaut welchen Widerstand der Sensor bei Werkstatttemperatur hat, bei schnuckeligen 11°C kamen dabei 17,94 kOhm raus. Dann den Sensor in kochendes Wasser gehalten und 1,08kOhm gemessen. So weit so gut. Solche NTC haben als Kennwert gerne einen R25°C Widerstand. Das ist der zu messende Widerstand bei Raumtemperatur (25°C). Ich vermutete dann schon, das dies ein 10kOhm NTC wäre.

Hochwissenschaftliche Messungen!

Hochwissenschaftliche Messungen!

Glücklicherweise steht auf dem Sensor etwas eingeprägt, da kann man dann ja mal Tante G befragen und findet dann auch etwas zu einem “93J NTC Thermistor“. Dies ist tatsächlich ein 10kOhm NTC wie vermutet. Die Tabelle mit den “Resistance vs. Temperature” Werten könnte auch in etwa zu meinen hochwissenschaftlichen Messungen passen.
Was mich aber stuzig macht ist der Messbereich dieses NTC, der geht von -20°C bis 150°C?!

Sensorsonde mit M8x1,5 Gewinde

Sensorsonde 93J mit M8x1,5 Gewinde

Ducati schreibt ihn ihrem Handbuch zum Motor etwas über Temperaturmeßbereiche von -40°C bis 200 °C.
Den deckt der 93J aber nicht ab, entweder Ducati verbaut dort einen Sensor der dies überhaupt nicht leisten kann oder ich habe den falschen NTC gefunden!?

Mein weiterer Plan ist, nur ein Temperaturmessgerät im Cockpit zu haben über welches ich beide Temperaturen angezeigt bekommen kann. So etwas gibt es zB. von Koso, allerdings nur für Sensoren die bis 250°C gehen. Im Ölkühler habe ich so einen Sensor zufällig schon verbaut, auch wenn er dort natürlich nicht nötig wäre.

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