Der Gestern bestellte Plasteniffie war abholbereit, im Baumarkt gabs noch frische Stromdiebe für die Öltemperaturanzeige und dann konnte der Endspurt losgehen!

Elektrisch war alles klar, Zündung an und! FI Fehler! Mist, was denn das? Ahja, ein Steck nicht richtig aufgesteck. Peinlich. Aber hey, immerhin ist es nicht rauchend in einem Kabelbrand aufgegangen! Schonmal ein Erfolg.

Dann gabs keinen Fehler mehr, also schob ich die Zora auf die Straße und betätigte hoffnungsvoll den Anlasser. Aber ausser wildem gerödel des Anlassermotors und einem verzweifelten Gepuffe kam nix. Mehrfach. Scheisse! Dann kam wieder ein FI Fehler im Display.

Also wieder rein, Fehlersuche! Erst hatte ich den Lambdasensor im Verdacht, weil da hatte ich ja die Pins des Steckers umgesteckt. Stimmten aber alle. Nun gut, dann eben Fehlerspeicher auslesen, geht zum Glück recht einfach. Der meinte dann “Spannung an der Einspritzdüse zu gering”. Ohje, hab ich etwas die Kabel verbockt? Bei einem kurzen Blick durch den Rahmen viel mir dann ein Stein vom Herzen, ich hatte schlicht die fiesen Stecker von den Einspritzdüsen nicht fest aufgesteckt! Damit, falls ich doch nochmal ran muss während des geschraubes, ich nicht wieder die komplette Ansaugbrücke abnehmen muss. Glücklicherweise konnte ich schmale Hände mache und durch den Rahmen zu den Steckern greifen und diese fest machen. Wieder rausgeschoben, Anlasser gedrückt und schon rumpelte die Zora los!

Unglaublich, alles lief! Geil Sache und ich stolz wie Bolle! Kurz testweise den Bürgersteig hoch und runter gefahren, jepp auch das ABS tut wie gewollt!

Summa sumarum hab ich daran glaube so ca. 11 bis 12 Stunden gebastelt. Das komplette Wochenende ist dafür draufgegangen. Hat es sich gelohnt? Wenn man meinen Zeitaufwand mal durchrechnet und dann davon ausgeht das ein Profizweiradmechaniker das ganze in vll. 4-5 Stunden schafft. Dann waren die 300 EUR die Fuhrmann kalkuliert hat deutlich fair. Der Kabelbaum allerdings, der hat mich jetzt nur ein Zehntel des Preises gekostet! Am Ende hab ich ausserdem jede Menge gelernt, kenne die Zora an noch mehr Ecken sehr persönlich und das Glücksgefühl selbst etwas repariert zu haben ist sowieso unbezahlbar! Von daher, ja es hat sich gelohnt, aber ich hoffe das dies jetzt wieder eine Weile hält und ich das so bald nicht wieder machen muss! ;)

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Nach dem Desaster von gestern mit dem ABS hab ich mich heute mal daran gemacht zu schauen wo dieses doofe Wasser herkommt. Die bisherige Theorie vom Spritzwasser des Hinterrades kann es ja nicht sein, bin ja nicht gefahren! Irgendwo muss das Wasser aber ja herkommen und der einzige Weg den ich da sehe ist der Kabelbaum selbst! Blöder Kapillareffekt und so!

Also vielleicht irgendwo Loch im Kabelbaum oder bei irgendwas geschlampt! Dank meiner Dokumentation hier im Blog konnte ich zwei Umbauten ausfindig machen die zeitlich passen und bei denen der Kabelbaum indirekt betroffen war. Einmal der Umbau des Hecks auf die roten Teile und dann noch der Lampenumbau auf die SV1000 Lampe.

Angefangen hab ich beim Heck und siehe da, die Kabelführung war mehr als suboptimal. So wie die Kabel dort lagen und so feucht wie das im Heck gerne ist, kann ich mir sehr gut vorstellen das dort Wasser gen Kabelbaum gelaufen und dann durchgesickert ist. Also, alle Kabel hochgelegt so das nichts mehr im Wasser liegt und selbst wenn Wasser im Heck ankommt, was ich kaum verhindern kann, es ungehindert ablaufen kann.

Weiter an der Front! Der Kabelbaum war dann auch gleich an zwei Stellen vorne aufgerissen. Einmal an einer Scheuerstelle wo das Kabel in die Lampe geht und dann noch an einer Knickstelle neben dem Lenkkopflager. Den Kabelbaum hab ich mit dem guten Isolierband ordentlich geflickt und dann die Kabelführung so geändert das dies hoffentlich nicht mehr passieren wird!

Eigentlich sollte man den Kabelbaum komplett trockenlegen, aber da fehlt mir gerade die passende Schraubmöglichkeit für. Das könnte sich aber in den nächsten Monaten ändern!

Bleibt zu hoffen das da jetzt nicht noch unmengen an Wasser aus dem Kabelbaum kommen bzw. das es nicht soviel ist das es wieder im ABS Stecker gesammelt wird. Meine Isolierbandabdichtung hab ich entfernt, damit die nicht dafür sorgt das nichts verdunsten kann.
Ich denke ich werd nach dem Urlaub den Stecker checken, dann sollte eigentlich der Großteil durchgelaufen sein wenn noch was drin ist.

Ich hab dann auch mal den Putzlappen geschwungen und zumindest grob den Winterdreck entfernt, war bitter nötig und ich konnte auch gleich mit dem Wasserschlauch testen wo Wasser reinkommt! ;-)

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Vier Tage stand die rote Zora einfach nur draussen, es regnete, eine Plane war leider nicht drüber. Hab sie keinen Millimeter bei Regen bewegt. Heute dann wieder das ABS mit Fehlercode, wieder Code 35. Trotz Gummimattenabdeckungen um die Einheit und Polfett im Stecker, wieder Wasser drin. Alles wieder sauber gemacht, trockengelegt, Fehlercode resettet.

Ich krieg nen Schreikrampf! Was mach ich nur? Ich bin, ratlos! :-(

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Eben hab ich rote Zora zu Fuhrmann geschafft, das ABS Gerät austauschen und die Stahlflex anbauen. Eigentlich wollte ich das ja selbst machen, aber das klappt zeitlich mit der Arbeit gerade überhaupt nicht.

Bei Fuhrmann meinten sie dann auch das man das ABS Gerät nach dem Einbau sowieso mit dem Computer einstellen muss, das wäre gar nicht gegangen.. nicht das ich nicht von Computer bisschen Ahnung hätte, aber ohne passende Software vermutlich schwierig. ;)

Solange die gute dort behandelt wird darf ich wieder Kackhocker (Roller) fahren, diesesmal einen wunderhübschen 125ccm. Eigentlich okay, aber der 250ccm letztesmal war besser. Interessanterweise bekomme ich vom Rollerfahren schnell Rückenschmerzen, irgendwie ist die Hockerhaltung für mich nix!

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Leider habe ich ja keine Werkstatt in der ich im Winter am Motorrad schrauben kann, ich bin ja schon froh wenn die rote Zora irgendwo überdacht den Winter verbringen darf. Es gibt zwar die Raumfahrtagentur wo ich mal tageweise was schrauben kann, aber das Motorrad da zerlegen und im zerlegten Zustand stehen lassen geht eben nicht, davon mal abgesehen das ich sie bei Schnee und Eis nicht dorthin bewegen kann. Deswegen sammeln sich bei mir eben gerade über den Winter die Sachen an die ich Schrauben will/muss.

Zwei große Dinge stehen da auf dem Plan. Erstens: Tank und zweitens ABS.

Der Tank ist einfach, den muss ich nur gegen den roten Tauschen. Das ABS ist schon schwieriger. Glücklicherweise hab ich jetzt eine ABS-Einheit mit 0 km auf der Uhr für extrem wenig Scheine bekommen, ein wirklich extremes Schnäppchen! Denn neu kostet das Teil bei Suzuki zwischen 800-1200 EUR! Ich hab jetzt quasi nur ein achtel bezahlt! Um die ABS-Einheit zu tauschen muss ich die Bremsflüssigkeit aus der Bremsanlage ablassen, da hab ich mir gedacht das ich dann ja gleich mal auf Stahlflexleitungen umrüsten kann. Bremsleitungen aus Gummi soll man eh ca. alle vier Jahre tauschen und ab Werk hat die SV eben Gummischleuche.

Ich hab mir jetzt bei probrake einen Stahlflexsatz geordert, fünfteilig mit transparenter Ummantelung und silber eloxierten Fittingen, warte quasi nurnoch auf das bimmeln des Packetzubringers. Bin gespannt ob der Bremspunkt sich zumindest ein wenig verbessert, aber das meiste geht vermutlich weiterhin im ABS-System verlustig.

Wenn das dann alles da ist dann.. heisst es warten, bis das mit dem Schrauben wieder geht. So ein murks. Eine richtige Werkstatt wäre es bzw. eine Garage wo man sowohl schrauben als auch Motorrad unterstellen kann! Falls einer der Mitleser sowas im berliner Norden hat, ruhig mal melden!

PS: Ooops, dazu sollte das captcha in den comments auch funktionieren! ;)
PPS: 2 kg wiegt die ABS Einheit übrigens

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Mit geladener Batterie klappte das Starten heute deutlich besser, drei-viermal durchorgeln und dann bollerte sie los. Kurzerhand bin ich dann eine kleine 150 km Runde gefahren, bisschen raus aus der Stadt, mal das Kabel komplett aufwickeln. Erstaunlich wie schnell man vergisst in welch kurzer Zeit so ein Motorrad auf Geschwindigkeit kommt! Leider vergessen das auch die Autofahrer recht schnell. Vor allem wenn man so früh im Jahr unterwegs ist, denken die bei einem einspurigem Fahrzeug mit nur einer Lampe sofort: “Ach das nen Roller, der ist eh lahm und kommt nicht ausm Knick. Da kann ich schon noch den Verkehr kreuzen”! Da muss man echt aufpassen, genauso wie auf die zahlreichen Schlaglöcher die teilweise so groß sind das ein Vorderrad darin platz hat! Beim abbiegen in der Stadt ist auch Vorsicht geboten, da liegt noch haufenweise Streusplit rum.

Spass hat es trotzdem gemacht und ein dickes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Auch wenn mich die ganze Fahrt über die rote ABS-Warnleuchte angefunkelt hat, war ja klar das die wieder angeht. Ich schätze mal der Pin vom Stecker ist jetzt vollends durchkorrodiert! Achso, dreckig ist die Karre auch wie Sau. Noch vom letzten Jahr, aber putzen macht jetzt deutlich keinen Sinn!

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Lange gehalten hat das mit dem letzten ABS-Fix nicht, vor drei Tagen ging die Lampe wieder an und blieb an.

Jetzt wollte ich es mal genauer wissen, leider sieht man ja an der Stelle relativ wenig. Also hab ich den kompletten Batteriekasten ausgebau, damit man von oben auf die ABS-Einheit schauen kann. Ich bin dann zu dem Schluss gekommen das der Stecker deutlich besser abgedichtet sein sollte und so hab ich jede Menge Isolierband drumherum verteilt, damit da nix mehr von oben reinlaufen kann.

So weit, so gut. Nachdem alles wieder zusammen war, hab ich dann auch dank einer originalen Suzukianleitung die Prozedur zum Fehlerspeicher löschen hinbekommen. Man muss nicht 12,5 sec warten bis man mit dem Aus/An anfängt, sondern man muss innerhalb von 12,5 sec das An/Aus Spielchen durch haben und danach den Testschalter auf On lassen bis es fertig gelöscht hat. Das quittiert es einem auch mit einem regelmäßigem Blinken.

Leider kam der Fehler nach dem Löschen immerwieder, irgendwas war also faul. Kurzerhand hab ich wieder alles auseinander genommen, das hab ich jetzt schon so oft gemacht, das geht in 5 Minuten. Zu sehen war aber nichts, Stecker sauber, Buchse sauber.. könnte aber sauberer sein. Also Wattestäbchen genommen und die Pins noch ein wenig sauber gemacht und dann.. oops.. der zweite Pin von unten knickte sehr leicht zur Seite und es bröckelte Rost von ihm. Sch*****. Der ist wohl durch die Feuchtigkeit und die anliegende Spannung durchkorrodiert. :-(

Ich hab den Pin jetzt erstmal mit der Zange ganz sachte wieder geradegebogen, ein bisschen hält er ja noch. Dann Stecker drauf, alles zusammengebaut und siehe da, Fehler weg.

Nur steh ich jetzt vor dem Problem das dies nicht besonders lange halten wird, ich geb dem keine 50 km ehrlich gesagt. Nun muss ich mal schauen, entweder den Pin ersetzen, was nicht leicht wird, oder auf eBay eine gebrauchte ABS-Einheit klicken.. was wiederrum nicht billig wird. Mist.

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Der Gummidichtring der den Stecker der ABS-Einheit gegen das Eindringen von Wasser schützen soll hat wohl anscheinend entgültig aufgegebn. Heute ging mal wieder ABS-Kontrollleuchte nicht aus, das Auslesen des Fehlercodes ergab mal wieder Code 35, Sicherungen alle okay.

Also wieder den Stecker abziehen und nachgucken, da sah man dann auch schon das Problem.. jede Menge Wasser. Dabei bin ich nichtmal groß bei Regen gefahren. Wieder hab ich alles Trockengelegt, den Gummi rausgenommen und mal sauber gemacht. So richtig überzeugt hab mich das aber nicht, denn das Wetter wird ja jetzt erstmal eher schlechter als besser. Ich hab mir dann aus dem Gummifussmatten, die ich mal für ein paar Euros im Baumarkt gekauft hatte, was zurecht geschnitten was hoffentlich für mehr Spritzschutz sorgen. Ich bin gespannt!

Danach hab ich dann das wofür ich eigentlich in die Werkstatt bin. Gestern beim Ölwechsel hab ich meinen zweiten Scheinwerferchromring mal angeschliffen und Mattschwarz lackiert. Heute dann nochmal drübergeschliffen und nochmal fein drüber gesprüht. Ich muss sagen, ich finds schick! Kommt auf den Bildern nur so lala.

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Hab jetzt doch erstmal in Haynes nachgeschaut und den Fehlercode der ABS-Einheit ausgelesen. Dazu muss man nur den Diagnosestecker der ABS-Einheit überbrücken, zB. mit einem Kabel oder halt dem tollen Suzukieigenen ABS-Mode-Switch. Wenn man dann die Zündung an macht, dann blinkt die ABS-Kontrollleuchte einen zweistelligen Code. Erst die erste Zahl, dann die zweite, dann Pause und der nächste Code oder wiederholung. Bei mir waren gleich vier Fehlercodes gespeichert! 35, 42, 45 und 61. Alles Dinge von wegen Sensor kaputt, Spannung hin, Sicherungen durch oder ABS-Einheit komplett im Eimer. Alles zusammen kam mir das schon sehr unwahrscheinlich vor ausser die ABS-Einheit war wirklich komplett fritte.

Vielleicht hab ich ja mal irgendwann Lust die Liste der Fehlercodes abzutippen.

Danach hab ich den Stecker der ABS-Einheit abgenommen, vorher Batterie abklemmen nicht vergessen! Dazu muss das Batteriefach abgeschraubt werden und hochgedrückt, zwei Schrauben am Rahmen und zwei hinten links und rechts im Kasten selbst, sowie der “Spritzschutz” der ABS-Einheit ab, links und rechts von aussen zwei Sicherungsnippel und von unten eine Schraube.
Der Stecker befindet sich dann auf der linken Seite. Am unteren Ende ist ein Hebel, den muss man zum ausrasten des Steckers nach oben drücken. Zum abziehen das Batteriefach hochdrücken.

Als ich den Stecker ab hatte sah ich dann auch schon das Problem, ein dicker ekliger schleimer feuchter Dreckbatzen der sich dort über 40.000 km angesammelt hat. Der hat dann wohl doch jetzt mal Kontakt zwischen zwei PINs ausgelöst.

Erstmal hab ich dort alles mit Wattestäbchen und ein wenig Druckluft trocken gelegt. Danach bin ich die Checks zu den Fehlercodes aus dem Haynes durchgegangen, denn ich wusste ja nicht ob die ABS-Einheit die Schlammpackung überstanden hatte, aber da war soweit alles okay. Also Stecker der ABS-Einheit wieder drauf und Fehlercode resetten. Das stellte sich als schwieriger heraus als es sich so las. Die Prozedur gleicht ein wenig dem was man sich so vorstellt wie Abbruchsequenzen für thermonukleare Langstreckenraketen vom Start abgehalten werden oder auch wieder der Laser des Todessterns kalibriert wird:

Mode-Switch auf ON, Zündung auf ON, Mode-Switch für 12,5 sec (Ja, 12,_5_ Sekunden!) auf OFF, dann wieder ON (für min. 1 Sekunde), OFF, ON, OFF, ON, OFF, Zündung OFF!

Das gemeine ist, es gibt keine Bestätigung ob das jetzt geklappt hat oder nicht! Weder geht die Kontrollleuchte aus, noch ist der Fehlerspeicher wirklich leer und beim erneuten Auslesen sind die Fehler immernoch da! Ich hab dann einfach alles wieder zusammengebaut und bin losgefahren, siehe da.. die Kontrollleuchte ging aus und die Bremstests bestätigten dann eine ABS-Regelbetrieb!

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