Ich war in den letzten Wochen immer mal wieder fleissig. Nach Ostern hab ich es erst Freitag geschafft beim Lackierer vorbei zu fahren und die Lackteile abzuholen. Die Abende vorher hab ich genutzt um am Verkleidungshalter die gedrehten Abstandshülsen anzuschweißen und selbigen zu Grundieren und zu Lackieren.

Leider musste ich inzwischen feststellen das meine Lackierung bzw. Grundierung irgendwie murks ist. Entweder ich hab nicht genug angeschliffen, es war doch zu kalt oder bin sonst irgendwie zu doof. Alles peniebel vorher sauber gemacht und entfettet habe ich. Jedenfalls blättert die Farbe relativ einfach ab, bzw. die Grundierung, und zerkratzt auch recht einfach. Das ist irgendwie doof, aber ich kann damit erstmal leben. Muss ich bei Gelegenheit halt noch mal bei.

Blöd war auch das ich nach der ersten Montage feststellen musste das ich die Löcher für den Spannungswandler doof positioniert hatte, so wie er montiert werden würde, würde der linke Gabelholm anstossen. Also hab ich noch einmal Löcher gebohrt und mich dann auch wieder vertan.. elend! Ich hab dann kurzerhand aus Alu eine kleine Platte hergestellt die den Wandler ausreichend weit nach vorne bringt. Jetzt passt das alles, auch wenn ich an der Gabeleinstellung noch mal was verändern sollte.

Auch ausprobiert habe ich mal Optiglanz zum reinigen der Krümmer. Zum Glück sind meine Krümmer ja nicht so lang und die De- und Montage ist eine Sache von 5 Minuten. Ich war aber doch erstaunt wie gut das ging, so mit Schleiffliess und dem Zeug. Worauf man aber echt ordentlich aufpassen muss bei dem Gebräu, ist es nach der Reinigung gründlichst abzuspülen! Sonst kommt man nach ein paar Tagen wieder und hat lauter Flugrost am Krümmer! Fragt nicht woher ich das weiß! ;)

Für die Abdeckungen der Blinkerlöcher hatte ich mir eigentlich überlegt Schrauben mit Epoxidharzklebstoff von innen auf die GFK Teile zu kleben, aber das ist nur so mäßig erfolgreich. Irgendwie hält der Kram nicht so wie ich mir das vorstelle bzw. ist mir eine Schraube wieder abgerissen beim Versuch des Verschraubens. Vermutlich wäre es doch schlauer gewesen die Abdeckungen mit GFK Matten einzukleben oder so. Aber da hab ich noch weniger Erfahrung mit. :/

Drei von vier Schrauben halten aber, für die ordentliche Verschraubung muss ich noch ein bisschen basteln und die vierte Schraube muss ich mir noch was ausdenken. Zur Not wird fürs nächste Wochenende erstmal mit durchsichtigem Paketband gesichert.

Jedenfalls konnte ich jetzt den Hocker endlich mal nach draussen in die Sonne schieben und ordentlich betrachten. Ich finde das Gerät ist ganz gut geworden. Hab dann mal die Batterie angeschlossen (ist ja nur ein Stecker!) und den Motor angeworfen. Bein drüber geschwungen und mal probeweise über das Gelände der Werkstatt gedonnert. Mein lieber Mann! Ich hab total vergessen wie das Teil abgeht! Ist halt dann doch schon nen Moment her das ich da drauf gesessen habe!

Ich bin gespannt wie das nächstes Wochenende so wird, in Groß Dölln. Bis dahin muss ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen, aber die entscheidenen Baustellen sind damit denke ich erledigt.

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Der Verkleidungshalter braucht noch ein bisschen Zuwendung bevor er auch lackiert wird, diverse Halter die für irgendwelchem Kram der Supersport gedacht waren werden nicht benötigt und können weg. Dazu hab ich erstmal den Frontkabelbaum über den Halter geworfen und die Tachoplatte nebst Tacho provisorisch angebracht um zu schauen ob nicht doch irgendwelche Halter nützlich sind. Die drei Halter welche die Frontlampe halten bin ich mir noch unsicher, die habe ich erstmal gelassen.

Meine neue Stichsäge machte dann mit einigen Haltern kurzen Prozess, das Ding geht durch Metall wie durch Butter! Echt genial! Die Halter an welche man mit der Stichsäge nicht ran kam mussten mit der normalen Säge dran glauben. Danach war der Halter 150g leichter und wiegt somit jetzt weniger als 2kg. ;)

150g Stahlschrott

Dann noch ein bisschen mit der Schruppscheibe die Überbleibsel glatt geschliffen und fertig.

Als nächste Kleinbaustelle sind die Distanzstücke für die Befestigung am Lenkkopfrohr dran. Diese sollen den Abstand zwischen Halter und Aufnahme am Lenkkopfrohr ausgleichen. Zwar gibt es problemlos Stahlrohr in passender Dimension zu kaufen (AD 12mm / ID 6 mm) aber ich hatte noch eine 12 mm Stahlstange rumliegen und da ich ja seit einer Weile eine kleine Drehbank mein Eigen nenne, war das doch eine prima Fingerübung!

Stellte sich dann raus, geht schon, dauert aber ewig. Vor allem die 6 mm ausbohren! Aber ich finde die Hülsen sind ganz passabel geworden. Bisher sind aber nur zwei von vier hergestellt. Die restlichen muss ich noch vom Rohr abstechen. Dann kommt wieder ein bisschen schweißen ins Spiel, die Hülsen müssen ja am Halter angebracht werden, ich hoffe ich bekomm das einigermassen ordentlich hin!

Beim Lackierer war ich heute auch noch kurz, wir haben zusammen mit dem Farbbestimmgerät den silbernen Farbton bestimmt. Scheint was von Honda zu sein! Ich hab mich erstmal für die silberne Verkleidung entschieden. Gespachtelt und geschliffen sind die Teile schon, ich hätte sie Freitag schon abholen können, da ich aber Freitag keine Zeit habe und dann eine Woche im Urlaub bin hole ich sie nach Ostern. Ich freu mich schon! :)

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Ich bin mit der Frontverkleidung am Rennmopped irgendwie nicht so wirklich zufrieden, klassischer Look hin oder her, ich will was anderes.

Mein alter Plan ist die Bikini-Verkleidung der 900SS weiterzuverwenden welche ich ja schon an meiner Monster damals gefahren bin. Nur leider passt natürlich der Verkleidungshalter nicht so einfach an den 999 Rahmen, da dieser eine komplett andere Aufnahme dafür hat.

Deswegen wurde erstmal grob der Halter mit Adapterplatten an den Rahmen gehangen um zu sehen wie das ganze denn so aussieht.

 

Es hat ein Weilchen gedauert ein gutes Verhältnis zwischen Neigungswinkel und Höhe der Verkleidung zu finden, aber schlussendlich hab ich dann eine mir passende Position gefunden. Bei der Farbe gibt es zwei Optionen. Ich habe die Front und den Tank in Rot rumliegen, dazu habe ich ein unlackiertes Heck von Radical Ducati welches Rot lackiert werden könnte. Andererseits habe ich den Tank und das Heck in diesem herrlichen Silber, dazu würde also nur eine Front in gleicher Farbe fehlen! Die Verkleidung gibt es bei ricambi-weiss relativ günstig, der mittlere Teil war über Kleinanzeigen für noch weniger Taler zu bekommen. Das ganze wurde dann gebohrt und auf den Verkleidungshalter angepasst. Nur die Entscheidung welche Farbe ich nehme, die ist noch nicht gefallen.

 

Jetzt musste aber erstmal der Verkleidungshalter angepasst werden, so mit Adapterplatte ist das ja nix. Ursprünglich hatte ich den Plan das ganze aus Alu zu bauen und die Teile zu verlöten. Aber ich bin zu doof zum Löten wie mir scheint. Bleibt noch Schweißen! Glücklicherweise steht beim Werkstattnachbar ein WIG Schweißgerät, ein wenig theoretisches Wissen ist bei mir auch vorhanden und auf YouTube finden sich ja auch dutzendfache Erläuterungen!

Alu kann man auch Schweißen, das ist aber schwieriger als Stahl. Der Plan hier also, erstmal auf Basis des Serienhalters einen Verkleidungshalter in Stahl anpassen, davon eine Lehre bauen und dann irgendwann in Ruhe in Alu wagen. Der Halter ist in seiner endgültigen Form aus Stahl dann halt auch nicht besonders leicht und bringt 2,1kg auf die Waage.

Was folgte war eine Wochenlange Beschäftigung mit dem Thema Schweißen, diverses zusätzliches Werkzeug, Ausrüstung und viele viele Selbstversuche. Inzwischen kann ich zumindest Teile miteinander Verbinden so das es hält. Schön ist es noch immer nicht.

Abkantbank

Die alte Aufnahme am Halter wurde abgeflext und aus Stahlblech eine neue gebogen. Dazu hab ich mir noch eine Abkantbank Marke Eigenbau gebastelt, welche das Stahlblech aber auch nur gerade so gebogen bekommen hat.

Die Aufnahme wurde extra breiter gestaltet als die Verschraubung am Rahmen, da die Aufnahme später dann noch einen Boden bekommt und den Akku beherbergen soll.

Das verschweißen des Verkleidungsgestells mit der Aufnahme war schwierig, vor allem weil man durch die ganzen Verstrebungen immer kaum nah mit dem Schweißhelm herran kam und so kaum sah was man tat. Das Ergebnis war dann auch nicht besonders schön, erfüllt aber seinen Zweck und wird nach dem Lackieren des ganzen hoffentlich eh nicht mehr zu sehen sein.

Leider hat mein Telefon nach diesen Arbeiten einen spontanen Factory Reset hingelegt, weswegen ich einen haufen Bilder zu den Arbeiten verloren habe und jetzt nicht dokumentieren kann. :(

Nun hat der Verkleidungshalter eine feste Verbindung mit dem Rahmen, jetzt war es an der Reihe die seitlichen Befestigungen zu basteln. Ich hab mich dort für Aluwinkel entschieden da dort eigentlich nicht viel Kraft aufgenommen werden muss, es dient eher der Positionierung. Da an der gleichen Stelle auch der Ölkühler verschraubt ist, ist es mir auch lieber die Halter reissen bei einem Sturz einfach ab oder verbiegen sich, statt was anderes kaputt zu machen.

 

Damit ist der Verkleidungshalter positioniert und ich konnte mich daran machen den Boden an der Aufnahme zu schweißen, damit die Batterie dort hinein kann. Gründliche Nahvorbereitungen, freie Sicht und die dankbare Position einfach nur die Aussenseite des Eckstoßes schweißen zu müssen, lieferten dann auch ganz passable Ergebnisse. Hab da ohne Zusatzmaterial gearbeitet, sollte aber denke ich halten.

Das Cockpit selbst wird auf einer Platte im Geweih verschraubt, der ursprüngliche Tacho kommt dabei um 90° verdreht hinein. Hinzu kommt ein noch ein Laptimer den ich inzwischen auch mein Eigen nenne.

Was noch fehlt sind die Distanzbuchsen die hinten in den Halter kommen damit es genau auf die Aufnahme am Lenkkopfrohr passt. Die werde ich mir noch drehen müssen und dann vermutlich auch anschweißen.

Dann fehlt noch der Lack, Lackierer ist schon kontaktiert, und ein paar Kleinigkeiten

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Der Einabu der Gabelbrücke gestaltete sich dann sehr einfach. Alle Lagerschalen waren noch gut, es musste dort also nichts ausgetauscht werden, es wurde also nur alles noch einmal gut eingefettet.

Den IMA Gabelschaft kann man ohne die untere Gabelbrücke in den Lenkkopf einsetzen, weil die beiden ja nicht fest verbunden, sondern über Klemmungen verbunden sind. Irgendwie muss man ja unten dann auch andere Offset-Adapter einsetzen können.

Oberes Lager

Unteres Lager

Gabelbrücke fertig eingebaut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann hab ich die untere Gabelbrücke eingebaut und das Lenkkopflager hab ich mit der Hand so weit vorgespannt bis es kein horizontales Wackeln im Lager mehr gab, die Lenkbewegung aber schön leichtgängig war. Obere Gabelbrücke aufstecken aber nicht festmachen, denn die Brücken müssen sich ja noch zueinander ausrichten wenn man die Gabelholme einsteckt.

Apropos Gabelholme. Die IMA Brücke ist eigentlich für die Öhlins Gabel gedacht, hat also an der unteren Gabelbrücke einen Innendurchmesser für 56mm dicke Gabelholme. Ich fahre die Showagabel, welche mir völlig ausreicht und selbige hat einen Gabelholmdurchmesser von 53mm. Passt also eigentlich nicht. Glücklicherweise hat mir ein Bekannter welcher eine Drehbank besitzt und damit umgehen kann ein paar Adapterhülsen gedreht welche in die untere Gabelbrücke eingesetzt werden und die diesen Unterschied im Durchmesser ausgleichen. Die obere Gabelbrücke braucht so etwas nicht, da ist bei Öhlins und Showa jeweils 53mm angesagt.

Adapterhülse von 53mm auf 56mm.

Adapterhülse in unterer Gabelbrücke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Überstand der Gabelholme hab ich mich an eien Empfehlung gehalten, zwei Ringe sind jetzt sichtbar, das soll wohl ganz gut funktionieren. Die Gabelholme hab ich jetzt auch nur leicht festgezogen, später bekommen sie 7,5Nm und die Lenkkopfmutter ihre 28Nm.

Beim Einbau des rechten Gabelholmes ist mir noch aufgefallen, dass das Tauchrohr im Standrohr spiel hat?! Da muss ich noch mal schauen was da los ist. Kann ja eigentlich nur sein das die Gleitbuchsen irgendwie Spiel haben, was komisch ist, denn die sind neu!

Da aber sowieso noch ein Änderung an den Stummeln kommt und ich noch die Gabel ausrichten will, ist alles wirklich nur Handfest damit das Mopped wieder rollt.

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Das verlängerte Reformationswochenende hatte ich Zuhause sturmfreie Bude und die Zeit nutzte ich gleich mal um mit der Werkstatt vorran zu kommen. Zwischendrin gab es immer mal Abende an denen wir zumindest die Werkbänke und ein paar Regale aufgestellt hatten sowie die Hebebühnen an ihre finalen Plätze verfrachtet hatten. Auch die Lampen und Teile der Stromverkabelung hatten wir schon fertig bekommen. Aber Kram einsortieren musste ja auch noch passieren.

Viele unserer Sachen und vor allem die Motorräder (bis auf Axels Hyper) waren ja noch in der Scheune in Brandenburg bzw. in einem Parkhaus in Kreuzberg eingelagert.

Den Samstag nutzte ich zum abholen der Monster aus dem Kreuzberger Parkhaus, glücklicherweise passte unser Bus von der Höhe her ins Parkhaus und so konnte ich direkt an die Box fahren in der die Monster stand. Zweiter glücklicher Umstand war, die Batterie der Monster hatte immernoch Saft und so sprang sie problemlos an und ich konnte sie mit Hilfe von Motorkraf die Rampe hochfahren, denn meinem linken Arm fehlt immernoch eine ganze Ecke seiner Muskelkraft irgendwie.
Der restliche Tag ging dann für diverse Arbeiten in der Werkstatt drauf. Die restlichen Kisten Zeug einsortieren die sich noch angefunden hatten, ein paar Stromkabel verlegen und so dies und das. Aber es wird immer gemütlicher!

Am Sonntag ging es dann während wütendem Sturm gen Brandenburg in die Scheune, sowohl meinen als auch Axels Kleinbus mit Motorrädern und was sonst noch so übrig war vollpacken. Der Regen war ganz schön nervig, vor allem weil er die Zufahrt zur Scheune in eine Schlammpfütze verwandelte. Aber es gab auch sonnige Momente und die Freude war natürlich groß die geliebten Motorräder wieder nach Hause zu holen!

Ein sonniger Moment!

Alle wieder vereint!

Montag musste ich dann leider arbeiten, aber der Abend brachte dann noch einen guten Fortschritt weil ich endlich eine Lösung für das Aufhängen der diversen Motorradklamotten fand. Auch die Standbohrmaschine bekam einen Unterbau und wurde am Tisch fixiert.

Endlich hängen die Klamotten! Der Holzbalken biegt sich unter der Last, aber links kommt noch ein höhreres Regal hin.

Inzwischen hat quasi alles seinen Platz gefunden und man kann endlich wieder an Motorrädern schrauben statt Hausmeistereien zu erledigen!

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Das Offset der Gabelbrücke oder auch der Gabelbrückenversatz haben beim Motorrad einen direkten Einfluss auf den Radstand und den Nachlauf des Fahrwerkes. “Ein größerer Gabelbrückenversatz („Offset“) ergibt bei gleichem Lenkkopfwinkel einen größeren Radstand und etwas geringeren Nachlauf”[1].

unten originale Gabelbrücke, oben drauf Offset Gabelbrücke. Hier sieht man den unterschiedlichen Offset sehr gut.

Größerer Nachlauf bedeutet stabilere Geradeausfahrt, was wiederrum ein schwereres Einlenken erzeugt, kleinerer Nachlauf bedeutet instabiliere Geradeausfahrt aber leichteres Einlenken. Das Einlenken wird aber, wie oben im Zitat schon erwähnt, noch von einem weiteren Fahrwerksgeometriefaktor beeinflusst, dem Lenkkopfwinkel. Je steiler selbiger ist, desto leichter lenkt ein Motorrad ein. Je flacher, desto schwerer.

Soviel zur grauen (simplifizierten) Fahrwerks-Theorie!

Es ergab sich also das jemand seine Renn-999 zerlegte, weil er diese erstens auf der Renne in den Kies gesetzt hatte als auch etwas neues/anderes wollte. Bei dieser Zerlegung fiel eine Offset Gabelbrücke von IMA an die zwar ein paar optische Zeichen von dem Sturz bekommen hatte, technisch aber in einem unbedenklichen Zustand war.

Dieser Offset Gabelbrücke konnte ich nicht wiederstehen.

Der allgemeinen Erfahrung nach kann man mit so einer Offset Gabelbrücke bei der 999 eine hervorragende Stabiltät (auch in Schröglage) gepaart mit einer sehr leichten Einlenkfähigkeit erziehlen. Die 999 hat an ihrem Lenkkopf die Eigenheit das man dort den Lenkkopfwinkel um 1° verstellen kann, von flachen 24,5° auf steile 23,5°.
Mit der Offset Gabelbrücke verkürzt man jetzt also die Werksseitig vorgegebenen 36mm Offset um mehrere Millimeter auf 25-30mm und erzeugt damit einen größeren Nachlauf, ergo größere Geradeauslaufstabilität. Die damit einhergehende Unwilligkeit zum Einlenken relativiert man mit dem steiler gestellten Lenkkopfwinkel.

Soweit zur grauen Umsetzungstheorie!

Heute habe ich mich an die praktische Umsetzung gemacht, zumindest so weit wie ich gekommen bin. Das hiess erstmal die Front komplett zerlegen, aber das ist ja schnell gemacht. Rad ausbauen kann ich im Schlaf, dann Frontfender raus und Gabelholme ausbauen. So weit so gut, mehrfach schon gemacht.

Alles ab, bis auf die untere Gabelbrücke und den Lenkschaft.

Dann ging es an den Ausbau der Gabelbrücke, ich glaube das ist, kurioserweise, der einzige Teil des Motorrades an dem ich noch keine Hand angelegt habe! Ich hatte damals das Lenkkopflager auf seine Leichtgängigkeit und Rastpunkte geprüft und es als gut befunden. Die obere Gabelbrücke hatte ich auch mal ab, als ich sie gegen eine von der 848 getauscht hatte.
Jetzt also sollte ich sehen ob dem auch so war. Interessantweise war die Lenkkopfmutter, für welche man bei Ducati eigentlich eine Spezialnnuss braucht, nicht mal Handfest angezogen.

Oberer Teil der oberen Lagerschale. Noch auf dem Lenkschaft.

Den oberen Teil der oberen Lagerschale konnte ich dann relativ einfach vom Gabelschaft abtreiben und schon war die Gabelbrücke draussen.
Die Lagerschalen habe ich dann sauber gemacht und genauer angesehen und mein Urteil von damals scheint korrekt gewesen zu sein, es gibt optische oder haptische (Nagelprobe) Spuren oder Rastpunkte auf den Lagerschalen. Die sind alle gut!

Beim nöchsten Mal geht es dann an den Einbau!

[1] Gaetano Cocco: Motorrad-Technik pur. Motorbuch Verlag Stuttgart, 1. Auflage 2001, ISBN 3-613-02127-7

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Ein bisschen mehr als einen Monat ist es her, da haben wir den Mietvertrag für unsere neue Werkstatt unterzeichnet. Die Werkstatt ist eine ca. 90qm große Halle in einem kleinen Industriegebiet in Pankow-Heinersdorf.

Wenn man jetzt schon mal frisch in so eine Halle zieht, lag es nahe erstmal Dinge zu erledigen die man bekanntlich dann nach einem Einzug nicht mehr macht. In diesem Fall war es zB. der Betonboden der Halle. Dieser war doch recht staubig und so ein Betonboden staubt quasi auch immer weiter. Ergo kam der Plan auf den Boden zu versiegeln, damit man spöter nicht dauernd Staub überall drauf hat.

Wir haben uns dann für eine Garagenbodenfarbe entschieden, denn die ist auch gegen die Weichmacher in Gummireifen unempfindlich und löst sich später nicht ab. Aber zuerst mussten wir mal den Boden vom bisherigen Staub befreien. Fegen schied aus, das gab nur Staublunge. Ein Haushaltsstaubsauger macht relativ schnell die Grätsche. Erst ein Industriestaubsauger den wir uns ausborgten schaffte es dann den Boden erstmal Grundsetzlich zu entstauben.

Dann legten wir mit der Farbe los, stellten dann aber leider fest das der Boden wie blöde saugte. Von der Farbe blieb quasi nichts übrig. Also doch Grundieren, mit Tiefengrund. Danach ging das dann auch mit der Farbe einigermaßen.

Der Boden saugt wie blöde! Tiefengrund hilft, will aber auch min. dreimal aufgetragen werden.

An einigen Stellen ist es nicht so super geworden, weil dort noch Reste von Estrich auf dem Boden waren. Aber zumindest das Stauben hat ein Ende!

So sieht ein erster Anstrich aus.

Am Ende haben wir die ca. 90qm vermutlich ca. 4-5 mal gestrichen. 2-3 mit Tiefengrund und 2 mal mit Farbe. Ich hab jetzt die Schnauze voll von Fussboden streichen!

Kurz vorm Ziel ging die Farbe auch mal aus.

Fertig!

Nun endlich können wir mit dem Einziehen beginnen!

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Nach dem ich heute das hier gelesen habe Verdict Reached in Alpinestars/Dainese Airbag Patent Case, dachte ich mir ich probiere mal schnell noch eine Tech-Air Kombi an bevor die aus dem Regal genommen werden!

Kurzerhand bin ich in der Mittagspause zu BIKEFORCE in Tempelhof gefahren, denn die vertreiben sowohl Dainese als auch Alpinestars und haben jede Menge Lederkombis zum anprobieren vor Ort. Dafür halt keinen Onlineshop. Find ich okay.

Der Besuch vor Ort war dann aber schnell erledigt. Ich stellte mich dem freundlichen Mitarbeiter vor und erklärte Ihm was ich suchen würde und in welcher Größe. Die Ernüchterung kam relativ schnell, denn er erklärte mir das weder Alpinestars noch Dainese Airbag-Kombis in der Größe 26 hätten!

Alpinestars hat überhaupt keine kurzen Größen und bietet keine Maßanfertigung an. Dainese hat im allgemeinen kurze Größen, ich habe ja eine, aber nicht für die Airbag Kombis! Maßanfertigung ginge, würde dann aber mit allem drum und dran bei ca. 3.000 EUR landen!

Klar, für Sicherheit gibt es keinen Preis. Aber das liegt dann doch leider irgendwie über dem Budget. :(

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