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Shakedown am STC

Freitag Abend sind wir recht spät am STC angekommen, aber Familieabendbrot musste noch sein!

Die Nacht war so lala, die Campingliege welche ich von meinen Eltern bekommen habe ist aber auf jedenfall eine deutliche Verbesserungzum liegen auf dem blanken Hängerboden. Der Bringer war auf jedenfall eine Wärmflasche zusammen mit einem Wasserkocher. So hat man beinahe die ganze Nacht es schön warm im Schlafsack.

Am Morgen sah alles ganz gut aus, Regenvorhersage sah auch okay aus. Durch die technische Abnahme musste ich ja noch. Die bestand dann auch nur aus der Geräuschmessung. Mit den nicht so restriktiven Eatern war es ein bisschen sehr grenzwertig und so musste ich die 32BF zum Einsatz bringen. Die brachten dann auch 4dB weniger und ich landete bei 95dB. Erste Hürde geschafft!

Der zweite Turn des Tages war meiner, also rauf auf die Kiste und los. Uh ungewohnt, Rasten sehr hoch, umgedrehtes Schaltschema, neue Stiefel. Erstmal Piano!

VauZweiRad 1100 2V - 478

Aber eigentlich lief die Kiste ganz gut, fährt sich sehr sehr handlich und der Motor hat ordentlich Qualm! Das Fahrwerk war aber natürlich Gurke eingestellt von der Dämpfung her.
Leider gab es dann am Ende der letzten Runde auf einmal ordentlich Radau vom Motor und die Leistung war ein weg. Es blies dann fröhlich aus der Öffnung für die Lambdasonde im Krümmer. Da hatte es den Stopfen losvibriert und der war nun verlustig gegangen, doof wenn man die nicht sichert!
Die Runde bin ich dann noch langsam zu Ende gefahren und im Fahrerlager mich nach einer passenden Ersatzschraube durchgefragt und tatsächlich hatte jemand eine im Fundus die er mir geborgt hat!

VauZweiRad 1100 2V - 11138

Dann fing es an zu regnen. Und regnete und regnete und regnete..

Den ganzen lieben langen Tag!

Regenreifen hatte ich natürlich nicht und wollte ich auch nicht. Schon zuviel neues am und ums Motorrad, da brauche ich alle Kopfleistung fürs Fahren und nicht noch für nasse Strecke. Also hiess es den ganzen Tag warten, aber immerhin ein bisschen Zeit um mal ein wenig Fahrwerk einzustellen. Dabei musste ich leider feststellen, dass man durch die Aluachse die Druckstufenschraube am rechten Gabelfuss nicht erreicht. Blöd, unklar warum die Bohrung falsch ist oder was ich falsch zusammen gebaut habe. Doof auch wenn man das nicht schon in der Werkstatt checkt. ;)

Zum letzten Turn tauchte dann aber tatsächliche die Sonne auf und die Strecke trocknete tatsächlich ab. Also nochmal auf die Kiste gesprungen und los! Viel besser mit bisschen Dämpfung an der Gabel!
Alles lief prima, aber dann hat sich lieder am Ende der Gegengerade jemand wirklich übel in die Botanik gemacht. Das Motorrad war total klump, Öl auf der Strecke, Fahrer okay.
Die Reinungsarbeiten waren dann fertig als unser Turn zuende war. Nun gut, dann eben einpacken und heim!

Klar ist auf jedenfall, es sind noch ein paar Kleinigkeiten an dem Motorrad zu verändern, ein paar Feineinstellungen der Hebeleien und so etwas. Im großen und ganzen bin ich aber sehr zufrieden, das Motorrad funktioniert erstmal und macht echt Laune!

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Endspurt für den Shakedown

In zwei Wochen ist Rollout zum TimeRoundsCup auf dem ich meinen Shakedown machen möchte, um zu sehen was alles so abfällt vom Motorrad, bevor es dann zum BnB2016 geht.

Inzwischen sind die großen Baustellen alle erledigt!

Der Verkleidungshalter ist fertig, die Verkleidung gebohrt und die Scheibe auch entsprechend bearbeitet. Lackiert wird vor dem Shakedown nicht, erstens würde ich das zeitlich nicht schaffen und zweitens muss ich erstmal sehen ob das alles überhaupt so hält bevor ich für Geld Lack auftragen lasse.

Den Batteriehalter habe ich fertig gebaut und die Batterie hat ihr kuscheliges Plätzchen im Frontverkleidungshalter gefunden.

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Heute hab ich dann noch das Thema Fahrwerk angegangen. Die Originalen 9,5er Federn waren zu Hart. Ausgelegt für das deutliche Mehrgewicht der 749 mit einem Trumm an Lampenhalter, Wasserkühlung, schwererem Motor etc.pp. So kam ich schon beim Messen des statischen Negativfederweges (nur das Fahrzeug, ohne Fahrer) nicht in den grünen Bereich. Also hab ich mir 9,0er Federn von Wilbers besorgt und diese heute eingebaut und siehe da, passt genau! Sowohl statisch als auch dynamisch (mit Fahrer)!

Die Vorspannung des Federbeines habe ich dann mit Hilfe des Schrauberkollegen auch noch an den grünen Bereich gebracht. Leider passt das nicht so ganz 100%ig wie ich mir das erhofft hatte. Die Feder ist dann wohl doch tatsächlich zu weich! Obwohl es die Feder vom Biposto Motorrad ist. Aber viel weg vom Idealwert war es nicht und ich denke das kann erstmal so bleiben.

Den Lenkkopfwinkel des Motorrades, den man bei der 749S ja verändern kann, habe ich auf Steil gestellt. Mal sehen wie die Fuhre sich so fährt.

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Slicks hat die Gute auch bekommen. Bisher bin ich immer Metzeler K3 gefahren, aber da dieses Motorrad ja keinerlei Straßentauglichkeit bedarf, kann ich mal profillose Rennreifen ausprobieren. Geworden sind es Diablo Superbike Pro von Pirelli. Da bin ich schon sehr gespannt!

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Was bleibt sind noch ein paar Schrauben die ich tauschen möchte und ein paar ölführende Teile die der Sicherung bedürfen. Dann kann es eigentlich, sofern nicht noch was unvorhergesehenes passiert, losgehen! Wahnsinn!

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Hart Löten oder Scheitern

Die letzte große Baustelle am Rennmotorrad ist der Verkleidungshalter. Aus dem Regal gibt es natürlich nichts, es ist also mal wieder Zeit zum basteln.

Ich habe zwar einen Alu-Verkleidungshalter für eine Rennverkleidung der 749, dieser passt aber natürlich auch nicht. Aber den kann man ja passend machen! Schon alleine aus dem Grund, dass er scheinbar schon einen Sturz hinter sich hat und der rechte obere Holm den Abgang macht.

Mein Plan war also den bestehenden Halter zu bearbeiten, die Holme zu kürzen und dann für meine Verkleidung passende Holme anzubringen. Als Verfahren dafür, dachte ich, würde sich das Hartlöten von Alu ganz gut machen. Aber man soll seine Pläne ja nicht ohne die Realität machen! Erstmal war aber dran die Alurohre passend zu biegen.

Nach dem Absägen der Holme stellte sich dann raus, dass das Rohr des bestehenden Halters bei 20mm Aussendurchmesser und 2,5mm Wandstärke wunderbar Rohre mit 15mm Aussendurchmesser aufnehmen kann.
Ergo wurden diese besorgt und mit einem Rohrbiegeapperat solange gebogen bis sie zur Verkleidung passten. Aufs füllen der Rohre mit Sand hab ich mal verzichtet, die quetschung hielt sich in Grenzen und stört jetzt nicht wirklich.

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Danach ging es also ans Löten!

Beim Hartlöten muss man das Werkstück auf ca. 575-585°C erhitzen. Alternativ kann man auch Weichlöten, dann muss man “nur” 430-450°C erreichen. Es stellte sich dann aber schnell herraus, das ich mit dem Brenner den wir in der Werkstatt haben niemals auf diese Temperatur kommen würde. Aber dem hätte man mit einem größeren Brenner ja Abhilfe verschaffen können.
Nur leider ist der Verkleidungshalter schwarz lackiert und schon bei um die 250°C fängt der Lack ekelig an zu stinken und qualmt fröhlich vor sich hin.

Man könnte den jetzt noch entlacken, aber auf Panscherei mit Chemie in der kalten Werkstatt ohne fliessendes Wasser habe ich noch weniger Lust und das jemanden machen lassen, dazu ist der Halter schon zu ramponiert.

Also nix mit Löten, erstmal gescheitert.

Es musste eine andere Lösung her, jedenfalls bevor ich mich daran mache einen komplett eigenen Halter von Grund auf zu bauen. Wenn ich denn da mal zu komme.

Die passende Idee hatte dann der Nachbar aus der Werkstatt nebenan, warum nicht Nieten? Ja warum eigentlich nicht! Passende Blindnieten fanden sich relativ schnell, Löcher in die Rohre bohren ist dank Standbohrmaschine kein großer Akt. Zack bumm, schon waren die Dinger fest.

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Ich denke mal das sollte erstmal halten, die Rohre sind ja ca. 5-6cm ineinander geschoben. Jetzt muss ich noch Befestigungen für die Verkleidung an den Holmen sowie am Rahmen basteln, dann die entsprechenden Löcher in die Verkleidung bringen und noch ein bisschen zurecht schnippeln.
Wenn das alles hält die Scheibe entsprechend mit Löchern versehen und montieren. Dann wäre eigentlich alles fertig zum Lackieren. Ob ich letzteres aber vor dem Termin im April schaffe, schwierig.

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Hier noch ein Bild wo die Reise hingeht:

VauZweiRad-preview

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Öldruckproblem gelöst!

Die vermutliche Ursache des Öldruckproblems hatte ich ja gefunden, 100% sicher war ich mir natürlich nicht. Es hätte ja auch noch was anderes sein können.

Danach bin ich erstmal sehr lange zu nichts gekommen bzw. wurden andere Sachen erledigt. Dann gab es mal einen Schrauberabend und da habe ich dann nach der gründlichen Reinigung des Gehäusedeckels einen neuen Simmerring in den Deckel gepflanzt. Schön mit passender Nuss als Druckstück und viel Öl damit es flutscht. Dann den Gehäuserand auf Deckel- und Motorseite sauber gemacht und mit neuer Flüssigdichtung wieder montiert.

Heute bin ich dann auch mal dazu gekommen den Rest zu finalisieren. Also Ölfilterwechsel und vor allem neues Öl! Ich probiere jetzt mal giftgrünes von Motul. Das Zeug sieht nicht nur aus wie Gummibärchen, es riecht tatsächlich auch so! Ich bin gespannt!

Der Test nach dem Warmlaufen ergab dann auch das alles Dicht ist und vor allem, der Öldruck ist wieder okay! Die Öldrucklampe bleibt brav aus, auch bei heissem Öl! Wunderbar! Wenn ich irgendwann noch mal Zeit habe, messe ich den Öldruck auch noch nach. Aber ich denke der sollte jetzt im grünen Bereich sein, quasi wie das Öl! ;)

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Gewichtsmessung

Mal eine Gewichtsmessung mit der Personenwaage vorgenommen. Komplett ohne Sprit. Mit Seitenständer und Gussfelgen.

Cam-lWHWIAAMN2H

Irgendwie haut da noch die Verteilung nicht hin. 48/52 (V/H) ist zu Hecklastig. 50/50 wäre okay, kommt mit halbvollem Tank auch hin. Eigentlich sollte es aber gen 52/48 gehen. Da muss ich wohl nochmal schauen.

Aber der Gesamtwert stimmt mich froh! :)

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Geräuschmessung, die Dritte

Ich hab mir jetzt doch noch ein Chinakracher als Geräuschmessgerät besorgt und die ganze Messung des Standgeräuschs wiederholt. Auch hab mich mir einen weiteren Satz dB-Eater für die Endtöpfe besorgt, welche deutlich restriktiver sind.

VauZweiRad 1100 2V - 11093

Gemessen habe ich wieder in 0,5m Entfernung in 45° Winkel zur Fahrzeuglängsachse, Höhe zwischen den beiden Endtöpfen. Werte sind in dB(A) und der Durchschnitte aus mindestens zwei Messungen. Kupplungskorb ist zu und ich halte beim Messen die Kupplung gezogen, macht aber auch keinen wirklichen Unterschied, denn ich hab mit und ohne gemessen.

dB-Eater 4500rpm 4000rpm
normal 105.75 103.7
32BF 99.6 98.7
ohne 105.8

Man sieht das mein anderes Messgerät scheinbar nicht so verkehrt misst. Allerdings kann man sich dort mit dem Umschalten der Messbereiche auch irgendwie ein Ei legen wie mir scheint. Aber die Werte zu meiner zweiten Messung sind nicht so unterschiedlich.

Die gute Nachricht ist aber, das ich mit den restriktiven dB-Eatern die 98 dB(A) schaffen sollte, sofern der Motor ordentlich warm ist!
Die schlechte, es klingt scheisse und frisst vermutlich ordentlich Leistung! Schon im Stand merkt man das der Motor deutlich weniger gut hochdreht.

Aber der restriktivste Termin ist der im April beim Timeroundscup am STC, da muss ich die 98 dB(A) schaffen bzw. 90 dB(A) Fahrgeräusch in 15m Entfernung. Aber das ist für mich sowieso nur ein Einrolltermin.

Beim Built not Bought gibts am STC eine Ausnahmeregelung mit 104 dB(A) Standgeräusch und 96 dB(A) Fahrgeräusch, die könnte ich also sogar mit den normalen dB-Eatern schaffen! :)

Am Lausitzring ist das Limit sehr hoch (102 dB(A) erlaubt!) und in Most weiss man nicht wie “Lautstärkebegrenzung” geschrieben wird!

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Prüfstandsabstimmung bei Kämna

Vorgestern war es so weit. Das Zweirädrige war schnell ins Vierrädrige bzw. das Schöne ins Praktische verladen. Dann ging sie auch schon los, die wilde Fahrt nach Otterstedt! Wobei sie so wild nicht war, weil sich das Praktische als ganz schön praktisch und vor allem entspannt rausstellte. 130 auf die Bahn, Tempomat rein, Sitzheizung an.
Wenn ich groß bin, will ich auch so einen Bus!

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In Otterstedt angekommen kübelte es was das Zeug hielt und nach einem kleinen Hallo bei Kämna beschlossen wir das Ausladen auf den nächsten Tag zu verschieben und stattdessen Essen zu gehen.

Die Schandtaten sollten ja eh am nächsten Tag erfolgen, und so war das dann auch. Das Schöne aus dem Praktischen raus, rauf auf den Prüfstand. Abgasabsauganlage rantüdeln, Mopped verkabeln, Ready, Steady, Go!

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Na gut, so schnell schiessen die Norddeutschen nicht. Oder waren es die Preussen? Egal.
Motor aufwärmen muss natürlich sein, Ist-Zustand feststellen und so.
Da gab es dann auch prompt ein Problem. Die von mir mit neuen Reibscheiben versehene Kupplung rutschte munter beim Gasgeben durch. Also auseinander, Stahlscheibe nachlegen, einbauen. Tut sich nix mehr am Kupplungshebel?! Stellt sich raus, die Druckstange ist zu kurz! Sowas. Aber das war schnell mit einem kleinen Distanzstück gefixt. Kupplung rutschte aber trotzdem, allerdings mit der Zeit immer weniger. Die Reibscheiben legen sich wohl an. Da muss ich wohl nochmal bei.

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Erfreulicherweise funktionierte der Rest ganz hervorragend. Die beiden Zylinder arbeiten durch die exakt gleiche Krümmerlänge sehr homogen. Schon das nicht zylinderselektiv abgestimmte Ergebnis war durchaus erfreulich und musste im Schritt des zylinderselektiven Abstimmens nur minimal verfeinert werden.

Das Ergebnis finde ich kann sich durchaus sehen lassen und macht mich durchaus zufrieden. Ich denke man kann sagen, Serienleistung voll erreicht!

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Nach dem Mittagessen kam das schöne Laute wieder in das praktische Große und der Heimweg ist Geschichte. Jetzt geht es dann wohl an die restlichen Baustellen, Verkleidung und vor allem: bisschen leiser bekommen! :)

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Monster Öldruckproblem

Bei Twins Only 2015 hatte ich mit meiner Monster 1100 EVO das Problem, dass nach einem Turn bei Leerlaufdrehzahl und warmen Motor die Öldrucklampe an ging. Das Öl hatte dann so ca. 110°C. Bei “kaltem” Motor bzw. weniger Öltemperatur passierte das nicht. Wir hatten damals vermutet das entweder der Ölstand nicht 100% passt oder der Öldrucksensor defekt ist. Der Motor klingt ansonsten unauffällig, am Lausitzring trat das Problem noch nicht auf und in Oschersleben auch erst nach 3-4 Turns.

Bei der Fahrt letztes Jahr zum TÜV hatte ich das gleiche Problem und habe daraufhin mal den Sensor getauscht, hatte ja noch einen an meinem 2-Ventil Aufbau. Nur leider half das nicht, auch dort tritt bei warmen Öl das gleiche Problem auf. Also den Öldruck mal gecheckt. Laut Handbuch muss da bei 1100-1300 ein Druck von über 0,8 bar anliegen, bei 3500-4000 von über 4 bar.

Gemessen hab ich bei 1100-1300 leider nur bisschen was um die 0,5 bar, bei 3500-4000 eher nur gegen 3,5-4 bar. Ölstand passt, Öl ist auch das korrekte. Irgendwas stimmt also im Motor nicht.

Was könnte also die Ursache sein:

– blockiertes (offen) Überdruckventil
– kaputte O-Ringe zur Ölpumpe
– verschliessene Überdruckventilfeder
– defekte Ölpumpe
– verschliessene Lagerschalen (Kurbelwelle)

Jetzt ging es ans forschen. Dazu musste der Motordeckel auf der Kupplungsseite runter. Schraube raus und dann den Deckel mit dem Gummihammer ein wenig massieren damit die festgewordene Flüssigdichtung lose wird.

Hinter dem Deckel liegt dann vor allem die Ölbadkupplung und die Ölpumpe.

Ich hab dann das Überdruckventil in der Ölpumpe überprüft, aber dort sah alles okay aus.
Dann fiel mir aber der Simmerring auf der zur Kurbelwelle abdichtet. Dort kommt das Öl aus einem Ölkanal, geht am Öldruckschalter vorbei und dann in die Kurbelwelle hinein.
Aus diesem Simmerring hing schon ein Stück des selbigen hinaus. Dieser dichtete also nichts mehr ab.

Monster 1100 EVO Öldruckproblem - 01

Damit ist klar wo der Öldruck hin war. Den Simmering werde ich austauschen, ich nehme mal an das Problem hat sich danach erledigt. Das entfernen stellte sich als nicht so einfach raus. Danach sah der Simmerring natürlich noch viel schlimmer aus.

Monster 1100 EVO Öldruckproblem - 10

Warum sich dieser Simmerring allerdings zerlegt hat, erschliesst sich mir nicht.

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Zweite Geräuschmessung

Die Messung mit dem Mobiltelefon war ja mehr als optimistisch, aber vertrauen kann ich ihr irgendwie nicht. Ich hatte dann die Wahl, ein preiswertes digitales Messgerät aus China oder irgendwas bisschen besseres. Am Ende ist es dann ein gebrauchtes Sobond Labs 33-2055 geworden, quasi für den gleichen Preis wie so ein Chinakracher.

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Nun war es also an der Reihe die Messung zu wiederholen. Wieder Messaufbau gemacht, Motorrad an und dann Messen. Aber ich staunte nicht schlecht, das Messgerät meinte stolze 107dB! Und zwar egal ob mit oder ohne dB-Eater! Egal ob bei 5000rpm oder 3700rpm.
Dann wollte ich nochmal die Messung mit db-Eater und gezogener Kupplung wiederholen um zu sehen welche Auswirkung das hat. Motor aus, dB-Eater wieder rein und Mopped wieder an.
Beim starten musste ich ja immer bisschen Gas geben, weil die Kiste sonst nicht vernünftig anspringt. Da schnellte die Drehzahl mal eben gen 8.000 rpm, ging wieder runter aber dann lief die Kiste auf einmal total unrund?!

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Was war das? Hab ich sie jetzt überdreht?! Neee, kann nicht sein. Trotzdem machte sich leichte Panik breit. Vielleicht Riemen übergesprungen, Ventilsalat? Wilde Bilder blitzten in meinem Kopf auf. Ganz ruhig jetzt!
Sprit gecheckt, genug drin.
Dann mal schauen ob einer der Zylinder nicht mitläuft und richtig, bei der Überprüfung der Krümmertemperatur blieb der vom stehenden Zylinder relativ kalt, während der vom liegenden Zylinder heiss wurde.
Vielleicht Zündkerze hinüber, eben getauscht, half aber nix.

Also gut, in die Werkstatt schieben und auf die Hebebühne.

Dann hab ich erstmal, zum runterkommen, die Lautstärke der Monster gemessen. Die musste Zwecks Öl ablassen, um das Öldruckproblem zu erforschen, eh warmlaufen.

Auch da staunte ich nicht schlecht, denn auch diese Messung ergab 107dB! Das kann nicht sein, denn die Monster hat dB-Eater drin und genau so habe ich sie schon durch so manche Lautstärkemessung an diversen Rennstrecken gebracht. Auch subjektiv sind VauZweiRad 2V und Monster nicht wirklich unterschiedlich Laut. Mit dem Telefon gemessen war die Monster auch im ähnlichen Bereich wie die VauZweiRad 2V.

Es bleibt also nur ein Schluss zu: auch dieses Messgerät misst Mist!
Ich habe jetzt mal einen Eichservice angeschrieben und ein Angebot zur Kalibrierung eingeholt, mal sehen was so etwas kostet.

Danach ging es aber weiter mit dem nicht laufenden stehenden Zylinder.

Erstmal Tank runter um an alles ranzukommen, ich liebe meine Benzin-Schnellverschlüsse!
Gut, was kann sein das der Topf nicht mitläuft? Kein Sprit, kein Zündfunke, Falschluft, keine Kompression.

Mit dem einfachsten hab ich angefangen, die Falschluft. Also mal an der Einspritzbrücke schauen ob irgendwas ab ist. Viel gibts da ja nicht, aber tatsächlich da war etwas ab! Der Stopfen der bei mir die Anschlüsse für den Steppermotor verschliesst, welcher im Standgas die Luftzufuhr steuern würde, war offen! Eigentlich war dort so eine Verkleidungsschraube in einen Gummischlauch eingedreht, aber scheinbar hatte sich diese gelöst und nun zog der Motor durch ein 8mm Loch Falschluft!

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Na das kann ja nicht funktionieren! Die Schraube hab ich sogar draussen noch gefunden. Der Gummi der Verkleidungsschraube war wohl geschmolzen. Ohje. Also kurz für Ersatz gesorgt und alles wieder zusammengebaut.

Japp, läuft wieder die Kiste! Gefühlt sogar besser als vorher! ;)

Mit der Monster konnte ich dann erstmal aus Zeitmangel nicht weiter machen, aber immerhin ist das Öl schon mal abgelassen.

Die Geräuschmessung muss ich nochmal wiederholen, entweder mit geeichtem Gerät oder mit einem wo ich weiss das es funktioniert und realistische Werte liefert. Die Gummistopfen muss ich noch tauschen, mal sehen ob ich was taugliches finde.

PS: Mir ist übrigens eingefallen, dass der Gummi der Verkleidungsschraube nicht geschmolzen ist. Hatte mich schon bisschen gewundert, denn an der Stelle wird es gar nicht so heiss. Das Gummi wurde schlicht und ergreifend vom Benzin zersetzt! Ich werd mal gucken ob ich da so passende Gummikappen finde wie sie auch an Unterdruckanschlüssen für Vergaser zum Einsatz kommen.

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VauZweiRad Pre-Test: Alpinestars SMX-Plus

Beim Motorradfahren spielt Sicherheitskleidung ja eine große Rolle, denn man versucht sich so gut es geht für den Fall eines Falles zu schützen. Beliebig viel Geld kann man dafür ausgeben, Produkte gibt es auf der nach oben offenen Preisskala. Auch wenn man immer hofft dieses Geld quasi umsonst ausgegeben zu haben.

Nachdem bei meinen Rennstreckenbesuchen in 2015 nicht mehr das Motorrad nach Fahrwerkänderungen in Schräglage schliff, sondern die Stiefel ihren Senf abbekamen, waren mir selbige dann doch ein bisschen zu schade für diesen Materialmord! Auch wenn die Daytona Stiefel super bequem sind, es sind Stiefel für Touren über die Landstraße. Bequem, ausreichend geschützt, wasserdicht.

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Aber eben nicht so richtig das passende Material für die Rennstrecke. Aber solches musste nun her und nach langem probieren im Fachgeschäft viel die Wahl auf die SMX-Plus von Alpinestars.

Die Stiefel haben jede Menge Protektoren, Verstärkungen etc.pp. Die wichtigste Frage ist am Ende des Tages aber: sind sie bequem? Nichts ist nerviger als pieckende nicht richtig sitzende Klamotten welche die Aufmerksamkeit vom Fahren ablenken. Vor allem wenn man immer im Grenzbereich unterwegs ist und alle Hirnkapazität für andere Dinge benötigt.

Also habe ich die Stiefel nach dem Kauf einem kleinen Test unterzogen. Natürlich kann ich nicht im Dezember auf die Rennstrecke und sie dort ausprobieren, denn leider hat sich immer noch kein Mäzen gefunden der mir den Winter auf spanischen Rundkursen finanziert (Aussagekräftige Bewerbungen bitte per Mail)!

Was übrig blieb war ein Indoortest: Hausarbeit! Man bekommt Arbeit erledigt die eh getan werden muss und man kann die Schuhe einlaufen und testen. Eigentlich sollte man die Stiefel natürlich in voller Montur testen, aber das konnte aus Gründen des Arbeitsschutzes nicht stattfinden!

Der Test bestand aus saugen der Wohnung, Putzen des Bades und Wischen des gesamten Anwesens.

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Das Urteil lautet: Die Stiefel sind bequem und man fühlt sich bei der Hausarbeit sehr gut geschützt. Auch klimatisch bleibt alles im Rahmen.
Nachteile ergaben sich nur bei der Trittlautstärke.

Ich bin gespannt auf den ersten nicht synthetischen Test im April auf dem Spreewaldring!

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