Manchmal ist Motorradfahren ja wie Fahren mit Autopilot. Man sitzt auf, wirft den Motor an, peilt grob ein Ziel an und das Motorrad trägt einen dorthin. Ohne das man grossartig über das Fahren nachdenkt wird man an grünen Wiesen, an Kornfeldern und Seen vorbei, durch Wälder, Auen und Dörfer getragen.
Man durchfährt schattige Alleen, hitzeschwere Freiflächen und kurvenreiches Geschlängel. Mehr als einmal schaut man sich um, guckt in die Landschaft und einem geht das Herz auf weil es so schön ist, dann seufzt man in seinen Helm, grinst und freut sich.

Irgendwann stellt man dann sein Motorrad ab, setzt sich in ein Cafe und isst ein Stück Kuchen, oder auch zwei, und fragt sich wie man jetzt eigentlich hierhin gefahren ist und warum eigentlich. Wenn der Kuchen dann alle ist, ist einem das aber auch schon nicht mehr so wichtig. Hauptsache nochmal, also wieder rauf auf das Raum- und Zeitkrümmungsgerät welches sich Motorrad nennt und noch eine Runde.

Am Ende kommt man wieder Zuhause an, etwas erschöpft aber sehr Glücklich. Der Popo schmerzt ein wenig und der Kopf kichert vor sich hin, weil er gerade sechs Stunden an nichts weiter wichtiges Gedacht und ca. 400 km Landschaft in sich aufgesogen hat. Feine Sache, dieses Motorradfahren.

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