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Twins Only 2014

Das MO-InTeam veranstaltet, jetzte schon seit ein paar Jahren, einmal im Jahr die Twins Only. Ein Renntraining nur für Motorräder mit minimal und maximal zwei Zylindern jeglicher Bauart. Natürlich sind jede Menge Ducatis unterwegs, aber auch KTM, Triumphs sind unterwegs. Dort mitfahren will ich schon eine Weile und dieses Jahr hat es dann geklappt!

Am Dienstag also holte ich mal wieder am anderen Ende der Stadt den Kastenanhänger vom Verleih. Diesmal dauerte es ewig dort hin und beim Verleiher musste ich auch lange warten bis der Mitarbeiter den potentiellen Kunden am Telefon abgefertigt hatte. Dann mit dem Hänger wieder zurück in die Werkstatt und prompt wieder im Stau. Das ganze hat mich im Zeitplan bestimmt gut eine Stunde zurück geworfen.

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Dann ging es mit dem einladen aber recht fix, inzwischen gibt es da ja Routine beim verspannen des Motorrades und verstauen der ganzen Dinge die man so mitnimmt. Zuhause dann noch Klamotten und Essenskram dazugeworfen und dann rollte ich auch schon los in Richtung Sachsen-Anhalt, Magdeburg, Oschersleben. Aber auf dem Stadtring stand ich dann auch gleich wieder im Stau, es war zum Mäuse melken!
Gut das ich drei Stunden Fahrt eingeplant hatte obwohl das Navi was von zweien sagte. Ich hab dann auch locker eine Stunde gebraucht um aus der Stadt zu kommen. Nebenbei wurde das Wetter immer schlechter, es regnete wie blöde und teilweise sah man auch kaum noch was vor sich. Aber da ich eh nur 100 km/h mit dem Hänger fahren darf, rollte ich einfach entspannt durch die Landschaft.

Kurz nach 19 Uhr fuhr ich durchs Tor zum Fahrerlager. Beim suchen eines ansprechenden Parkplatzes traf ich dann auch gleich andreas und dann erblickten wir auch die anderen Leute mit denen wir uns eine Box teilen wollten. So konnten wir auch alles sofort ausladen und die Motorräder in die Box schieben. Denn am Himmel taten sich schon wieder Regenwolken auf und es dauert nicht lange bis es wieder losging.

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Am Abend bin ich dann mit andreas, der auch zum ersten Mal in Oschersleben war, noch die Strecke abgelaufen. Alles total unklar, aber so ist das halt. Dann noch ein Bierchen in der Streckenkneipe und während ich mit Zuhause telefonierte, schossen die Deutschen sich mit mehreren Toren gegen Brasilien ins WM Finale.

Nach einer Nacht im Hänger und der Feststellung das die neue Luftmatratze irgendwie an Luft verlor, ging es nach dem duschen auch recht schnell zur Fahrerbesprechung. Aber irgendwie hat man das auch alles schon mehrfach gehört, die Flaggenkunde ist auch bekannt und sonst gab es eigentlich nichts spannendes zu erfahren. Spannender war da eher die Frage, wie wird denn nun das Wetter!? Die Vorhersagen war weiterhin trübe, das Regenradar versprach nix gutes. Der Reifenmann vor Ort hatte Pilot Power vorrätig, Regenreifen hatte er keine. Ich grübelte dann ein wenig hin und her. Entweder K3 drauf lassen, nasse Turns sausen lassen und auf Besserung hoffen oder Geld in die Hand nehmen und Straßenreifen drauf ziehen die hoffentlich auch im trockenen ausreichend funktionieren.

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Ich entschied mich dann für letzteres. Also Werkzeugkiste raus und Räder ausbauen, letztere zum Reifenmann, EC-Karte zücken und go. Ich muss sagen, es war eine gute Entscheidung und auch die richtige denke ich. Ich hab dann noch alle möglichen offenen Stecker mit Isolierband verschlossen, Kabelenden in Tüten eingewickelt und das komplette Heck in einer zeitlos schönen Mülltütenhülle eingewickelt. Besser so als überall Wasser drin!




Auch wenn durch die Umbauerei der erste Turn ausgefallen ist und als ich fertig wurde der zweite auch schon lief, ich konnte immerhin noch drei Runden über den Kurs rollen. Mit absolut neuen kalten Reifen und unklarem Reifendruck, mit rutschiger Trennschicht auf nassem Asphalt und unbekannten Kurs. Warum auch nicht, dann halt gaaaaaannzzz langsam! Aber immerhin konnte ich schonmal anfangen mir einzuprägen wann welche Kurve kommt!
Zum zweiten Turn war es dann schon trockener und vor allem hatte ich den Reifendruck angepasst und die Reifen zumindest ein bisschen mit den Reifenwärmern warm gemacht. Der Kurs trocknete auch langsam ab, auch wenn er den restlichen Tag nie so richtig trocken werden sollte.

In irgendeinem Turn gab es für mich dann auch eine Prämiere. Ich kam die Start-Ziel runter geschossen, bog in die Linkskurve danach ein und dann waren da irgendwie Pfützen auf meiner Linie und ich hatte auf einmal Schiss da reinzukommen. Dann traf ich eine Entscheidung in Sekundenbruchteilen und stellte das Motorrad auf, zog die Kupplung und unternahm meinen allerersten Ausflug ins Kiesbett! Durch das pflügte ich durch und kam auf dem Rasen dahinter zum stehen. Uff. Dem Streckenposten winkte ich dann das ich wieder rauf will und kämpfte mich wieder auf den Asphalt. War nicht so einfach, weil alles recht glitschig war! :)

Vor dem letzten Turn fuhr ich dann noch mal zum Fahrwerksprofi, der sollte sich mein Setup mal angucken. Der sorgte erstmal für mehr statischen Negativfederweg am Hinterrad und öffnete die Druckstufe am Vorderrad. Er fand komisch das meine Gabel vorne nicht wirklich weit einfederte. Aber ich solle es mal so probieren. Tat ich dann auch im letzten Turn, aber der Federweg änderte sich nicht. Also Druckstufe noch weiter auf, Vorspannung vorne rausgenommen. Damit am nächsten Tag mal probieren.

Abends gab es dann Grillen, Freibier und eine Band. Letzteres war nicht so meins. In der Box mit den anderen Benzin labern war dann irgendwie lustiger. Ein paar Bilder von den Moppeds in der Boxengasse gemacht, ein paar andere Motorräder zur Probe gesessen und eine Videoanalyse der Aufnahmen vom Tag gemacht. Rundenzeiten lagen bei unterirdischen 2:10! Aber so ist das halt auf einer neuen Strecke, man fängt klein an! :)



Die Nacht im Hänger war dann bisschen besser als die vorherige, was nicht zuletzt daran lag das die Luftmatratze nach nochmaligem aufpusten und noch festerem zuschrauben des Ventils dann doch ihre Luft hielt! Der Morgen war relativ entspannt, denn ich war schon kurz nach sieben wach, der erste Turn ging aber erst kurz nach 9 Uhr los. Also entspanntes Duschen und Frühstücken.

Für den Tag stand auf dem Programm unter die 2 Minuten zu kommen und ich hatte mit Micha verabredet im zweiten Turn mal ein paar Runden hinter ihm zu fahren, damit er mir mal zeigt wo es überhaupt lang geht! Der erste Turn war dann zum warm werden, war dann aber erstaunlicherweise sofort recht flott!
Beim Hinterherfahren im zweiten Turn gab es dann noch ein paar Aha-Erlebnisse was die Linie betraf und dann klappte das schon ganz gut! Da waren wir dann auch bei einer 1:56 unterwegs. Das Tagesziel also quasi schon erreicht!

Der restliche Tag war dann eigentlich gutes bis sehr gutes Wetter! Ein Turn war mal ein bisschen Nass, aber mit den PiPos war das ja kein Problem. Während die Slicksfahrer sehr sehr langsam unterwegs waren, konnte ich ganz gut, wenn auch vorsichtig, meine Runden ziehen.

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Beim Fahrwerksmann war ich auch noch mal und der drehte die Druckstufe komplett raus aber auch das brachte irgendwie keine Besserung. Sein Urteil war dann, das die Druckstufe an sich zu Hart wäre und ich doch beim Fachmann der meine Gabel gemacht hätte noch mal nachfragen solle.

Vor dem letzten Turn gab es dann noch ein Wetterschauspiel. Ich hatte gerade meine Foto-CD gekauft und kam wieder in die Box als es von jetzt auf gleich anfing zu Stürmen und zu Regnen! Der Wind holte in der Boxengasse richtig schwung und blies den Regen parallel zum Boden durch die Gegend und in die Boxen. Wir hatte Mühe noch schnell alles in die Box zu holen und schafften es dann auch nicht mehr das letzte Motorrad reinzuholen! Das stand also draussen im Regen und wackelte von den Windboen auf seinem Ständer hin und her. Ich schnappte mir dann meine Regenjacke, packte alles aus meinen Hosentaschen aus und startete mit Martin einen Rettungsversuch seines Motorrades. Dabei hat es uns beinahe umgeblasen so heftig war der Wind. Mit Mühe schafften wir es das Motorrad in die Box zu schieben und waren sofort durchgenässt!
Den Schauer haben wir dann in der Box abgewartet und dann bin ich zum Anhänger durchs Fahrerlager gelaufen um nachzusehen ob alles okay ist. Das Fahrerlager stand im Wasser, jegliche Markiesen waren abgerissen, zerfleddert oder sonstwie beschädigt. Dem Fotomann war das Vorzelt kaputt gegangen und es hatte quasi alle Zelte im Fahrerlager geerdet sowie alle Mülltonnen durch die Gegend geworfen! Übel.
Am Hänger war zum Glück alles okay, der Stand im Windschatten eines relativ großen Busses.

Danach war aber klar, das die Strecke jetzt vor allem nach der dreifach Links einem See gleichen musste! Da es eh der letzte Turn war, beschlossen wir mehr oder weniger alle diesen ausfallen zu lassen. Vielleicht war es ja ein Zeichen oder so. :)

Also packte ich zusammen und ein bisschen früher als gedacht machte ich mich auf den Heimweg über die Autobahn. Fahren, ankommen, auspacken, heim gehen. etc.pp.

Was bleibt ist die Erinnerung an zwei doch recht lustige Tage! Auch wenn mir die Panigales und ähnlichen Geschossen um die Ohren fuhren, bin ich mit der Leistung meiner 1100er zufrieden. Die Videos vom zweiten Tag ergaben dann immerhin eine 1:52, womit ich durchaus erstmal zufrieden bin.
Was nervt ist das Thema Fahrwerk, ich dachte das wäre durch mit der Gabel und ich wollte eigentlich im Winter das Federbein angehen. Da werde ich nächste Woche mit Ducaberti nochmal drüber schnacken müssen.
Was ich auf jeden Fall überdenken muss ist die Hängersituation, ich muss irgendwie einen brauchbaren Verleih im Norden Berlins finden, zu dem ich nicht im Zweifel eine Stunde unterwegs bin! Blöd ist auch, dass die teuer gekaufte Foto-CD sich als nicht lesbar herrausstellte! Voll ärgerlich, aber ich hab den Fotografen schon angemailt und hoffe die Bilder noch zu bekommen!

Ansonsten waren das jetzt nach 684 km Rennstrecke alle vorgeplanten Termine dieses Jahr, ob ich noch mal fahre ist unklar. Eigentlich gibt das Budget es nicht her, aber vielleicht ist ja noch ein Tag freies Fahren in Groß Dölln möglich!

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