Gen Schwaben

Um acht klingelte der Wecker, ich hatte nicht besonders gut geschlafen da es verdammt kalt war und mir die ganze Nacht kalt war. Eine heisse Dusche brachte immerhin eine gewissen Wachheitsgrad und so fing ich an schonmal vor dem Frühstück meinen Kram zusammen zu packen. Draussen war es grau und nass, der Wetterbericht hatte auch keine erfreulichen Aussichten für den Tag zu bieten.

Das Frühstück war okay, konnte jedenfalls nicht meckern. Nur Saft gab es keinen.  Nachdem ich mich umgezogen und das Motorrad trocken gewischt hatte, sattelte ich in Richtung süden. Als grobes Ziel hatte ich mir ja Würzburg ausgesucht und wollte durch die Rhoen fahren. Eigentlich ists da ja sehr schön, nur leider sah ich davon nicht besonders viel denn alles hin mit dicken Nebelfedeln zu.

Nach der Rhoen besserte sich das Wetter wesentlich, stellenweise kam sogar etwas sonne zum vorschein. Ich hab dann die Bundesstrasse gewählt um nach dem ganzen geierere durch die Rhoen mal ein bisschen Tempo zu machen. In Würzburg hat mich nichts wirklich gehalten, mir war noch nicht genug Strecke zurückgelegt. Die B19 versprach mir Schwäbisch Hall, warum also nicht.

In Schwäbisch Hall angekommen kämpfte ich mich durch die Innenstadt, total unklares Verkehrssystem, Feierabendverkehr und nirgends mal einfach ein Schild auf dem steht “Pension hier lang”. Am Holzmarkt hab ich dann angehalten und bin in den erstbesten Gasthof gegangen. Draussen hatte es wieder angefangen zu regnen und nach ca. 350km Strecke hatte ich keinen Bock mehr. Zimmer, 40 EUR, Frühstück um neun. Fertig. Beim abladen vom Motorrad ist mir dann noch mein Helm runtergefallen. Hat jetzt eine dicke Schramme, scheisse.

Zu Fuss hab ich dann noch die Innenstadt erkundet, die ist eigentlich ganz schön wenn man nicht durch fährt. Mein Magen hing mir in den Kniekehlen und mir wurde schon ganz schwummerig vor Hunger. Aber ein Restaurant war schnell gefunden. Es gab Schweinemedaillons Stuttgarter Art mit Spetzle. Was sonst!

Das komische am Motorrad-Reisen im Herbst ist, das man so bis ca. 17:00 fährt und dann Hotel sucht, einfach weil es dann relativ schnell dunkel wird und der Magen knurrt. Das bedeutet aber das man schon um 18:00 Uhr irgendwo was zu essen will. Damit ist man meist der erste im Restaurant. Wenn man dann fertig gegessen hat kommen die normalen Gäste und wenn man dann Zahlt und vor die Tür geht ist in die Städten niemand unterwegs. Alle sitzen jetzt beim Essen, kein Wundern, denn dann ist es auch 20:00 Uhr. 

So sitze ich jetzt schon wieder auf meinem Hotelzimmer und schaue in die Glotze.  Achja, hier ist GSM Mangelware, im gesamten Hall habe ich nicht mehr als zwei Balken Empfang. Traurig. Ergo gibts GPS Log heute auch nicht.

Morgen ist es nicht mehr weit bis zum Schluchsee, endlich! Das Wetter soll auch wesentlich besser werden und so hoffe ich  eine entspannte Fahrt mit schönen Strecken bei sonnigem Wetter machen zu können. Die ein oder andere Kurvenstrecke nehme ich auf jedenfall noch mit!

 
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