Admiral (VauZweiRad 1100 2V)

Luftkupplung - 2.Akt

Eigentlich sollte jetzt nur noch der Motordeckel wieder drauf und der Drops wäre gelutscht. Aber weit gefehlt! Wenn man die ganze Kupplungsseite mal auseinander hat, sollte man natürlich auch mal in den Korb der Kbike Antihoppingkupplung schauen, ist ja durchaus integraler Bestandteil des Systems.

Leider war die Überraschung eher auf der unschönen Seite.. genauer gesagt ist die Kupplung eigentlich Kernschrott, Kupplungskernschrott. Es stellte sich raus das scheinbar ein paar oder alle Kugeln aus ihren Rampen geflogen sind und munter im Kupplungskern gewütet haben. Stahlkugeln gegen Alukorb, da ist klar wer verliert und entsprechend sehen auch die Einschlagskrater im Korb aus. Schöne Sch*****.

Auch nach der Reinigung der beiden Teile und ein bisschen wegfeilen der entstandenen Grate war das ganze nicht besser. Mindestens eine Kugel klappert da fröhlich im Gehäuse obwohl sie das nicht sollte, wenn man beide Teile aneinander presst. Reicht nur noch für die Tonne.

Also doch nicht den Deckel zu, sondern erstmal überlegen was da jetzt für eine Kupplung rein kommt. Ich bin ein bisschen geneigt da jetzt auf Ölbadkupplung umzurüsten, sollte relativ einfach möglich sein und die APTC aus der Monster 796 sollte passen, sofern ich einen Ölbadmotordeckel benutze.

Aber noch bin ich nicht so weit, es ergeben sich da gerade andere Dinge die nötig machen das ich den Kupplungsteil erstmal pausiere und an einer anderen Baustelle weiter machen. Demnächst dazu mehr.

Luftkupplung - 1. Akt

Eine Trockenkupplung hat einen entscheidenden Nachteil, sie läuft nicht in Öl. Das hat leider auch zur Folge das dort kein Öl das Kupplungspaket kühlt. Dadurch erhöht sich natürlich der Verschleiss, man kann dem aber durch einen geöffneten Kupplungsdeckel entgegen wirken.

Ein Schritt weiter ist dann, den Motordeckel auf der Kupplungsseite aufzufräßen um direkt das Kupplungspaket quasi an die Luft zu setzen. Auf der Straße bekommt man inzwischen ja nicht mal mehr mit offenem Kupplungsdeckel TÜV oder wird von Freund&Helfer aus dem Verkehr gezogen, auf der Rennstrecke zum Glück alles egal.

So lief mir irgendwann ein günstiger Motordeckel in dezenter magnesiumfarbener Lackierung über den Weg und ein freundliches Forenmitglied hat den nötigen Maschinenpark parat um 160g Material vom Deckel in Späne zu verwandeln. Nun noch ein paar Dichtungen etc.pp. bestellt und der Umbau des Motordeckels konnte beginnen.

Zuerst brauchte es einen neuen Simmerring in Richtung Ölpumpe, so einen hatte ich schon mal beim Öldruckproblem der Monster 1100 EVO getauscht. Dann noch einen neuen Kupferdichtring und Verschlussstopfen für den Ölkanal im Deckel und schon war er Einsatzbereit.

Am Motor muss dann natürlich der alte Deckel runter, dazu muss erstmal die komplette Kupplung (gute Gelegenheit die Paketstärke zu kontrollieren) nebst Korb raus. Beim Lösen der großen Mutter welche die Kupplung hält staunte ich nicht schlecht, die Mutter wird mit 190Nm angezogen, diese hier konnte ich quasi mit einer normalen Ratsche lösen. Die hat sich wohl losgemacht, gut das ich mal nachgeschaut habe!

Auch interessant war das leicht dicklich ölige Zeug an der Innenwand der Abstandshülse die sich hinter dem Korb befindet sowie an der Federscheibe dort. Mir scheint, der O-Ring in der Abstandshülse welche der auf der Getriebewelle sitzt, ist nicht mehr 100%ig dicht. Auch gut das mal angeschaut zu haben.

Nun war alles runter was im Weg steht um den Deckel abzunehmen, also konnte die Schrauben raus. Immer sinnvoll bei so etwas, Pappschema vom Deckel machen, Löcher rein für die Schrauben und schon verwechselt und verliert man bis zum Einbau keine Schraube. Achja, Öl ablassen vorher ist hilfreich. Der Deckel bedurfte dann aber einer heftigen Hammerei, er klebte ganz ordentlich mit der Dichtmasse am Motorgehäuse. Irgendwann gab er dann aber endlich auf!

Jetzt war eine gute Gelegenheit mal das Kupplungszahnrad des EVO Motors zu wiegen (1120g, 160g leichter als das einer 749S) und dann hab ich schon mal die übrig gebliebene Dichtmasse vom Motorgehäuse gekratzt. Demnächst geht es dann daran den neuen Deckel zu montieren. Eventuell mit einer Papierdichtung, um sich das gehämmere bei einer etwaigen Demontage zu sparen.

Jahrestag Admiral

Heute vor Sechs Jahren hab ich die erste Schraube für den Admiral gedreht, auseinander nehmen der Spender 749S. Vier Monate später lief dann der Motor das erste mal, mit Geburt des zweiten Kindes zog sich der Prüfstandslauf aber bis Januar 2016, mit erstem Rollout Mitte April.

Seit dem sind wir zusammen 2313 km ausschliesslich Rennstrecke gefahren, haben drei Stürze gehabt, ich zwei Knochenbrüche und jede Menge Spaß und Glücksmomente!

Ich glaube ich muss heute Abend mal in die Werkstatt gehen und mit einem (alkoholfreien) Bier anstossen! Auf viele weitere Jahre!

It's a back!

Was gibt es besseres als Anfang Oktober bei Sonnenschein mit lauter anderen entspannten verstrahlten im Kreis zu fahren? Kaum was.

Der Saisonabschluss sollte dieses Jahr beim Kurvensrausch Twins meet Classics 2020 stattfinden, endlich seit 2014 mal wieder in Groß Dölln! Dazu noch auf der kurzen Anbindung A+B, also Kurven, Kurven und noch mal Kurven.

Mein Plan war relativ einfach wie genial, nach der Pleite am STC soviel wie möglich mit dem Admiral fahren und alles heile lassen!

Mit gewissem Stolz kann ich verkünden das ich diesen Plan komplett umsetzen konnte, so das Krümel das ganze Wochenende ein wenig traurig in der Ecke stand und ich im Winter nichts reparieren, sondern nur pflegen oder verbessern kann! Von körperlicher Unversehrtheit, Muskelkater mal ausgenommen, ganz zu schweigen.

Freitag gab es das übliche Prozedere, einladen von all dem ganzen Kram inkl. vier Motorrädern verteilt auf zwei Kleinbusse. Routiniert schaffen wir das in ~1h. Anfahrt dann im öblichen Freitag später Nachmittag Verkehr, aber weit haben wir es ja nicht nach Groß Dölln. Wir waren dann sogar noch vor der Öffnung des Fahrerlagers da und haben in der Schlange davor gewartet. Sowas.

Rund in Eckig

Plätzchen suchen, Lager bauen. Same same. Technische Abnahme war tatsächlich überhaupt kein Problem, dieses mal mit Kopie eines Fahrzeugschneines von einem Motorrad das einen “ähnlichen” Motor wie der Admiral hat, so dass man auch mal bei 3750 RPM misst und nicht bei 4000-4500 wie das gerne gemacht wird. 96dB(A) waren es, da hätte ich beinahe die öffeneren Eater nehmen können. Krümel dann bei pi*Daumen Drehzahl auch 96dB(A). Vielleicht klemmte auch das Meßgerät?

Achtung Lagerfahrer!

Die Nacht war dann recht stürmisch, zum Glück kann man bei zwei Kleinbussen das Zelt gut mit den Spanngurten vertäuen, so dass es nicht weg fliegt. Aber von den Geräuschen des Windes konnte ich irgendwie nicht so gut schlafen, morgens war ich dann schon relativ matschig im Kopf. Aber hilft ja nichts, raus aus den Federn, Reifenwärmer an, Frühstück, Fahrerbesprechung!

Während ich den Worten Michas lauschte, wärmten sich die Metzeler RaceTec TD Slick auf dem Admiral auf. Den Satz hatte ich mir extra noch frisch für den Saisonabschluss besorgt da die Pirelli Superbike schon bisschen in die Jahre gekommen waren und man ja auch mal andere Reifen probieren soll. Zu den Reifen schreibe ich glaube mal noch gesondert etwas.

Vor dem Turn dann in die Kombi gequetscht und rauf auf den Bock, erst mal hinten anstellen. Das Niveau der Teilnehmer ist ja erstmal unklar, eingereiht hatte ich mich mit Andreas in die rote Gruppe (schnelle Freifahrer). Es wurde dann aber erstmal einen sehr gemütliche Runde mit echt viel Verkehr. Aber gut, erstmal schauen ob die Strecke noch da ist wo sie immer ist, wie das mit der Kurzanbindung so war und ob vom Admiral nix abfällt. Aber der lief super, drehte freudig und posaunte in der Gegend herum. Bisschen Schwerfälligkeit von Krümel gewohnt, fühlte sich der Admiral trotz doppelten Hubraum ein wenig wie eine 600er an und auch sonst geht alles so leichtgängig. Schön.

Wieder am Platz hatten die Slicks aber wegen des Bummeltempos doch deutlich Luftdruck verloren. Es musste flotter werden! Wurde es dann auch, beim Start zum nächsten Turn einfach weiter nach vorne gestellt. Die anderen stellten sich aber auch immer sehr weit weg von der Schranke, so als ob sie auf jeden Fall nicht als erste raus wollten. Dabei ist das doch total super und so machten Andreas und ich dies dann auch die restliche Veranstaltung durch. Als erster Raus und rechts ist Gas! So bekamen wir die folgenden Turns ein paar schöne Runden hin, bis man eben wieder auf Verkehr auflief. 1:31.79 stand dann vor der Mittagspause auf dem Laptimer, immerhin ein paar Sekunden besser als von 6(!) Jahren. Besser wurde es dann den Tag über auch nicht mehr, aber so blieben die Slicks wenigstens auf Temperatur und Luftdruck.

Photograph: Jens Hansen

Am zweiten Tag ging es im Grunde so weiter, der Admiral lief und lief. Der Turn vor dem Mittagessen war dann noch sehr geil, als ich hinter einem sehr schnellen Supermoto Fahrer hinterher bin der mich dann aber vorbei winkte um mir dann wieder rum hinterher zu fahren. Da haben wir es uns dann ganz gut besorgt, so das eine 1:28.7 auf dem Laptimer stand. Geht doch!

Vor dem letzten Turn stellte ich dann noch fest das wohl meine Bremsbeläge nun endlich runter sind, da war nicht mehr viel Fleisch drauf. Meine Idee war also einen sehr entspannten Turn zu fahren und machte den Laptimer gar nicht erst an. Wie so oft wurde aus dem Plan nichts und ich hab noch mal ordentlich Stoff gegeben, so dass da vermutlich wieder eine 1:2x gestanden hätte. Es hat einfach so einen Spaß gemacht!

Die Saison ist damit rum, zumindest was das fahren auf großen Rennstrecken angeht. Denn wir haben uns vorgenommen mal in der Karthalle Pitbike fahren zu gehen. Auf der Liste für die Werkstatt steht in diesem Winter auf jeden Fall Bremsenservice vorne und die Kupplung möchte auch mal angeschaut werden. Ventilspielkontrolle nach dem Einbau der MBP Halbringe ist auch dran. Es wird nicht langweilig…

<3 <3 <3

Kurzhubgasgriff

Schon eine ganze Weile überlege ich am Admiral einen Kurzhubgasgriff zu verbauen. Der Vorteil von so einem ist, dass man zum anlegen von Vollgas nicht die Hand so weit um den Gasgriff wickeln muss. Erreicht wird das durch einen größeren Radius über welchen der Gaszug im Griff gespannt wird. Je größer der Radius ist, desto mehr Zug wickelt sich pro Grad der Drehung auf. Für die gleiche Menge Gas, wird also weniger Weg benötigt.

Jetzt hatte ich mich entschlossen die Investition zu wagen und habe mir einen Domino XM2 inkl. einem Satz universaler Bowdenzüge bestellt, welche man dann entsprechend für sein Motorrad anpassen muss.

Der Admiral hat nur einen Öffnerzug, das Rückstellen der Drosselklappen wird ausschliesslich mit Hilfe einer Feder in der Einspritzbrücke realisiert. Oft haben Motorräder aber zwei Züge, einen zum öffnen und einen zum schliessen. Krümel zB. bedient so die Drosselklappen im Vergaser, auch wenn dort natürlich auch eine Feder eingebaut ist welche die Klappen automagisch zurück stellt wenn man den Gasgriff los lässt.

Beim XM2 ist das egal, dort kann man sowohl nur einen als auch zwei Züge verbauen. Mit dazu gibt es drei Scheiben die einen unterschiedlichen Radius haben um damit verschiedene Profile für den Gasgriff zu ermöglichen. Grün ist normal, Rot ist progressiv und Weiß ist Racing. Ich machte mich also daran erstmal den Gasgriff am Admiral zu demontieren, was sehr simpel geht. Als ich dann mal den Gasgriff neben den XM2 legte, bzw. die Scheiben, musste ich feststellen das der Gasgriff am Admiral einen viel viel größeren Radius besitzt als sogar die weiße Scheibe des XM2. Nanu, das bringt ja dann gar nichts!?

Scheinbar verbaut Ducati an den 2-Ventil und 916 Gasgriffen schon einen Gasgriff (der wohl auch von Domino kommt) welchen man durch den XM2 eher weniger kurzhubig machen würde. Enttäuschung macht sich breit. Na gut, aber ich habe ja noch ein Motorrad bei dem ein Kurzhubgasgriff bestimmt auch fein wäre. Also zerlegte ich den zweizügigen Gasgriff von Krümel, was nicht ganz so simpel ist wie beim Admiral.

Auch hier hielt ich die Rampe vom Griff mal neben den XM2 und es machte sich wieder Enttäuschung breit. Der Radius von Krümel entspricht exakt der weißen Scheibe vom XM2. Hier ist also keinerlei “Verbesserung” zu erwarten. Interessant.

Mit einem Kurzhubgasgriff an meinen beiden Rennmopeds sieht es also eher schlecht aus, da ist nichts zu holen. Mal den Gasgriff von Axels Duke 990 daneben gehalten, dort würde er was bringen. Braucht er aber dort auch nicht. Es bleibt am Ende also nur ein Satz mit zwei X, Domino XM2 war wohl nix.

Testlauf nach Winterschlaf

Die Schrauberpause ist dieses Jahr etwas länger, dass bedeutet aber nicht das man irgendwie super viel mehr geschafft bekommt irgendwie. Aber die Zeit die vergeht ist deutlich länger und so vergisst man tatsächlich irgendwann was man alles schon erledigt hat.

Momentan reden alle von Lockerungen, der Spreewaldring veranstaltet wieder freies Fahren (wenn auch mit sehr restriktiven Bedingungen) und der Trainings-Termin in Poznan rückt näher. Der Veranstalter will am 18.5. final eine Aussage treffen ob dieses stattfindet oder nicht. Ich muss mir bis dahin überlegen ob ich teilnehme oder nicht.

Jedenfalls hielt ich es für angebracht doch wenigstens mal den Admiral anzuwerfen um zu gucken ob er noch läuft oder wo es läuft. Immerhin einmal Ventilspiel, Riemen, umverlegte Benzinleitungen und Ölwechsel sind passiert. Auch hab ich in den letzten Wochen den geschweißten Verkleidungshalter aus Stahl so zurecht gebogen das man ihn verwenden kann. Mit dem Alu komme ich irgendwie nicht weiter.

Also das Gerät gestern Abend an die frische Luft gezerrt, Batterie dran und aufs Knöpfchen gedrückt. *BAMM* und schon lief er! :)

Überraschenderweise kam nirgendwo Öl raus, weder am Auslass-Ventildeckel des liegenden Zylinders noch am Ölfilter. Sonst eigentlich immer die Stellen wo erstmal noch was kommt und man nachziehen muss. Bisschen Öl muss ich noch nachfüllen und eventuell sollte ich mal gucken ob die synchronisation der Drosselklappen passt. Aber ansonsten ist von Motorseite alles prima.

Die Seitenverkleidungen liegen noch im Regal, da bin ich gerade dabei die Abdeckungen welche in den Ausschnitten der Blinker sind mit Silikon einzukleben statt mit durchsichtigem Klebeband wie bisher. Mal sehen ob das etwas wird.

Dann hab ich mich noch ein wenig an die Drehbank gestellt und eine Tankbefestigung gedreht wie sie jemand im ducati1.de Forum vorgemacht hat. Sehr praktisch, Tank lösen ohne Schrauben!

Nun bleibt abzuwarten wie es weiter geht..

Lower Left

Während ich weiterhin auf die Lackteile warte und leider vom Lackierer weiter vertröstet werde, habe ich mich erstmal dem Ritzel und der Fußraste gewidmet. Beim Sturz war irgendwie der Fersenschützer auf der linken Seite arg geknickt worden und die eine Befestigungsöse hat es gehimmelt.

Ich hatte dies zum Anlass genommen mir doch mal Fersenschützer aus Carbon zu kaufen und hatte relativ günstig ein Paar über Kleinanzeigen ergattert. Beim versuch selbige anzubauen musste ich aber feststellen das dort wohl schon mal jemand mit Kleber am Werke war, weil das eine Halteohr wohl schon mal abgeknickt war. Generell machten diese Teile nicht den Eindruck als wenn sie wirklich praktikabel wären und bei nur leicht erhöhtem Druck mit dem Stiefel brechen würden.

Es bröselt vor sich hin

Ich hab dann den Verkäufer bezüglich der geklebten Stelle befragt und zu meiner Überraschung und Freude hat er sich sofort entschuldigt, er hat die auch nur verkauft weil sie an einem Paar Fußrasten dran waren die er gekauft hatte und sie selbst nicht brauchte. Er hat mir dann mein Geld zurück geschickt und es entspann sich noch ein netter Chat über Mopeds und Erfahrungen mit Käufern/Verkäufern auf den Kleinanzeigen.

Nun stand ich aber wieder da ohne Fersenschützer. In der Sturzkiste befand sich leider auch nur ein zweiter für die rechte Seite. Aber wozu hat man Alublech, Stichsäge und Feile? Kurzerhand hab ich was ausgesägt, gebogen, gebohrt und gefeilt und mir schlicht einen eigenen und sehr stabilen Fersenschutz hergestellt. Ich muss sagen, der ist deutlich besser geworden als ich es mir erhofft hatte!

Dann gab es noch einen Schutz fürs Motorgehäuse im Ritzelkasten. Dieser soll verhindern das wenn die Kette doch mal reissen sollte, sie im Gehäuse einschlägt und dort keine Gefangenen macht.

Gab es auch von jemanden auf Kleinanzeigen der die Dinger aus Edelstahlblech auslasert. Hinbiegen muss man sich die dann aber selbst. Gut, das ausschneiden hätte man vielleicht auch selbst hinbekommen können, aber das abmessen hätte deutlich Zeit gekostet und Edelstahl ist ein A-Loch.

An Krümel war das hinbiegen eine Sache von 15 Minuten, beim Admiral musste doch öfter die Flex ran um entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

Vor der endgültigen Montage am Admiral war dann noch ein bisschen sauber machen im Ritzelkasten angesagt und nach wiedermal erfolglosem ausprobieren die Schaltung doch per Gestänge statt Direktschalthebel zu realisieren (es passt einfach nicht mit dem Bursig) konnte ich alles Endmontieren. Damit ist der Bereich am Admiral dann fertig.

Ventilspiel 2020

Im letzten Winter hatte ich ja den Zylinderkopf des liegenden Zylinders wegen ein paar Problemen ausgetauscht, ich bin bisher nicht dazu gekommen die merkwürdigen Probleme des Kopfes weiter zu erforschen, aber nach einer Saison mit dem anderen Kopf war mal wieder eine Ventilspielkontrolle angesagt. Über den Winter hatten sich ja auch MBP Halbringe bei uns angefunden die auch auf ihren Einsatz warteten. Der Vorteil der MBP Halbringe ist, dass sie deutlich weniger arbeiten als die OEM Halbringe, sich also zB. nicht platt drücken oder brechen und das sie die Schliesserhülse sauberer positionieren.

Wie krass sich die OEM Halbringe platt drücken können merkte ich jetzt am Zylinderkopf des liegenden Zylinders. Den Kopf hatte ich komplett neu eingestellt im letzten Winter, natürlich auch frische Halbringe verbaut. Jetzt bei der Kontrolle des Ventilspiels stellte sich raus, hatte ich das Schliesserspiel sowohl Einlass als auch Auslass damals auf quasi Nullspiel (<0,04 mm) eingestellt, zeigten beide Ventile jetzt ein Spiel von ~0,08-0,09mm! Das von Ducati vorgegebene Limit ist 0,05mm. Das Öffnerspiel war hingegen komplett gleich geblieben (0,13mm).

0,04mm ist übrigens meine dünnste Fühlerlehre, da Ducati den Bereich 0,00-0,05mm angibt, versuche ich das Spiel nicht größer als meine dünnste 0,04mm Fühlerlehrer werden zu lassen und versuche ansonsten das Spiel so einzustellen das sich die Hülse, nach Überwindung der Hilfsfeder am Schliesserhebel, noch leicht mit den Fingern drehen lässt.

Beim stehenden Zylinder war interessanterweise nur das Öffnerspiel am Einlass größer geworden (0,15mm) wohingegen das vom Auslass bei 0,13mm geblieben ist. Das Schliesserspiel war wie letzten Winter sowohl Einlass als auch Auslass auf <0,04mm geblieben. Dort hatte ich auch keine neuen Halbringe verbaut, die hatten sich also schon gesetzt.

Es war jetzt also beim liegenden Zylinder nötig wirklich etwas zu tun und der Einbau der MBP Halbringe war der logische nächste Schritt. Die MBP Halbringe scheinen ein bisschen mehr aufzutragen, einfach weil sie satter in der Passung am Ventilschaft sitzen statt nur so halbherzig wie OEM. Deswegen braucht man dann auch Schliesserhülsen die ein bisschen dünner sind. Es fanden sich dann in der Shimkiste auch zwei Schliesserhülsen die das Schliesserspiel auf <0,04mm gebracht haben. Der Einbau der MBP ist ein wenig fummeliger als die OEM Halbringe, aber am Ende des Tages die gleiche fummelige Arbeit und man flucht dabei eh… immer! ;)

Am stehenden Zylinder konnte ich noch ein passendes Öffnerkäppchen für den Einlass finden, so das alle Ventile jetzt ein 0,13mm Öffnerspiel haben, bei von Ducati vorgegebenen 0,10-0,15mm. Die Schliesser waren okay, die lasse ich so wie sie sind und die MBP werde ich dort erst verbauen wenn das Spiel aus der Toleranz ist oder ich nächsten Winter darauf Bock habe. Zwei weitere dünnere Hülsen hätte ich vermutlich eh nicht da gehabt.

Die ganze Geschichte ging auch recht flott von der Hand, insgesamt war ich damit in rund 4 Stunden durch, inkl. alles vor- und nachbereiten. Find ich gut und hab ich auch schon mal länger zu gebraucht. ;)

Ich bin gespannt wie sich das Ventilspiel entwickelt, ob sich da zB. jetzt bei den MBP Halbringen irgendwas zuckt oder ob da jetzt wirklich eher Ruhe ist. Ich schaue zwar jeden Winter nach dem Ventilspiel, aber ich bin nicht unglücklich wenn sich rausstellt das nichts einzustellen ist.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Aktuell komme ich irgendwie nur in kleinen Schritten voran. Leider mussten die Lackteile vom Admiral noch mal zum Lackierer, die Farbunterschiede waren dann doch irgendwie nicht annehmbar. Das hat leider zur Folge das ich mit dem neu bauen des Verkleidungshalters an der Front nicht weiter komme.

Stattdessen ist aber der Krümmer fertig repariert, Rene von Rasch Moto hat mir den Riss zugeschweißt, er meinte ganz richtig zu mir das der Riss sehr wahrscheinlich nicht initial von dem Sturz gekommen ist, sondern sich schon eine Weile reinvibriert hat. Der Sturz hat das ganze dann quasi nur wirklich sichtbar gemacht. Das ursächliche Problem wird gewesen sein, das der Endtopf keinen eigenen Halter hatte sondern nur auf dem Krümmer steckte. Also hab ich jetzt mal einen Halter für den ESD gebaut welcher am Motorgehäuse befestigt ist. Gebaut ist er aus einer Edelstahlhälse, ein bisschen Edelstahlstab und einem Stück Edelstahlblech. Eine gute Gelegenheit mal wieder ein bisschen Schweißen zu üben. Das Ergebnis hält, ist aber nicht im eigentlichen Sinne als schön zu bezeichnen.

An Krümel waren noch ein paar Servicearbeiten fällig. Das alter der Zahnriemen war unklar, deswegen gab es dort neue. Danach konnte ich auch die schwarz mit Plasti-Dip lackierten Zahnriemenabdeckungen montieren. Auch gab es einen neuen Luftfilter von BMC, der alte war doch schon ein wenig eingesifft. Neue Zündkerzen gibt es auch noch, aber die kommen nach dem ersten Start im Frühling erst rein.

Ansonsten gab es noch einen Krümel Aufkleber aufs Heck und eine kleine Halteplatte für das Shift-Light.

Mit Krümel bin ich quasi mit der Todo durch, beim Admiral steht noch die Kontrolle des Ventilspiels und eigentlich der Einbau von MBP Halbringen auf der Liste. Ganz oben in der Priorität steht aber nach wie vor Verkleidungshalter mit dem ich eigentlich schon fertig sein wollte. :-/

Reparatur der Verkleidung des Admiral

Der alte Verkleidungshalter ist beim Crash leider komplett verbogen und ist auch nicht mehr wirklich richtbar. Die einzige Chance war jetzt also zumindest den Batteriekasten zu retten und dort ein neues Geweih anzuschweißen. Selbiges habe ich mir wieder gebraucht organisiert, brauchte ich alleine schon eines um wieder passende Löcher in die neue mittlere Verkleidung bohren zu können die zum Lackierer ging.

Vom neu erstandenen Geweih wurde wieder, wie damals, der Träger zum Lenkkopfrohr abgeschnitten und das Rohr sollte jetzt mit dem alten Batteriekasten verschweißt werden. Leider stellte sich dabei raus das der Batteriekasten auch nicht mehr 100% gerade ist und das die 900SS Verkleidungsträger auch alle kleine Unikate zu sein scheinen. Ich hab viel hin und her geschoben und gemessen, ausgerichtet und getan, bis ich endlich das Schweißgerät in die Hand genommen habe. Das ganze wollte ich mit einer kleinen Platte zusammen bringen. Aber, wie schon beim letzten Mal, war es super schwierig zwischen den ganzen Rohren irgendwie sauber an die zu schweißenden Stellen zu kommen.

Ich hab das ganze dann eher schlecht als recht zusammen gebraten, hab zum Glück kein Bild davon gemacht… aber halten tut es! Ärgerlich war, das scheinbar alles ausrichten und messen nichts geholfen hat und die Verkleidung eben nun doch nicht wirklich 100%ig sitzt. Vollfrust!

Mein Plan ist jetzt noch ein wenig auf die guten alten russischen Langlöcher beim ausrichten zu setzen. Der langfristige Plan ist sowieso einen komplett ausgeschlankten Verkleidungshalter aus Alu zu bauen. Aber das wird bestimmt auch nicht so einfach wie ich mir das gerade so vorstelle, Alu schweißen ist noch mal schwieriger und mein bisherigen Versuche waren auch eher so lala.

Von der Seite sieht man die nicht genaue Ausrichtung natürlich nicht, von vorne ein wenig, vermutlich sieht man sie eh nicht wenn man es nicht weiss. Aber ich sehe es halt. Genauso wie ich bei der letztens vom Lackierer abgeholten Verkleidung sehe, dass die neu lackierten Teile einen leichten Grünstich haben. Auf Bildern sieht man es nicht und wenn man es nicht weiss, eventuell auch nicht. Da muss ich mit meinem Lackierer des Vertrauens noch mal sprechen, was wir da machen. Aber das Heck mit der Nummerntafel hat er super hinbekommen, man sieht nichts mehr vom Sturzschaden.

Den gerissenen Krümmer hatte ich auch überlegt selbst zu schweißen, aber bei meinen gefühlt immer schlechter werdenden Schweißkünsten hab ich mich entschieden selbigen jemandem vorbei zu bringen der so was kann. Das wird aber erst in ein paar Wochen fertig sein.

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