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VauZweiRad 1100 2V

Momentan noch im Aufbau befindlich und als reiner Renner für die Rennstrecke gedacht. Nicht alles ist funktional, vieles auch emotional an dem Motorrad gelöst. Aber so ist das halt! :)

Gründe für den Bau sind: Ich wollte ein Motorrad für die Rennstrecke, einen Cafe Racer eigentlich auch und einen Ducati Zweiventiler in einem SBK Rahmen sowieso. Das Motorrad vereint also quasi drei Motorräder in einem!

Rollout soll in 2016 stattfinden, bis dahin gibt es noch einiges zu erledigen!

VauZweiRad 1100 2V - 366

VauZweiRad_1100Evo_15.1.16

Technische Daten:

  • Motor: 1079ccm Desmodue Evoluzione (Hypermotard EVO)
  • Steuergerät: Ignitech Ignijet ECU
  • Kabelbaum: “Eigenbau”
  • Hauptrahmen: Ducati 749S
  • Heckrahmen: Shed-X Customs
  • Gabel: Showa 749S (TiN beschichtet)
  • Federbein: Öhlins 999S
  • Frontverkleidung:
  • Heckverkleidung: Shed-X Customs
  • Ölkühler: Ducati Multistrada 1200
  • Krümmeranlage: 2-2 “Eigenbau”
  • Endtöpfe: LeoVince GP-Style
  • Luftfilter: PureTEC


  • Posts zur VauZweiRad 1100 2V

    Verkleidungs Déjà-vu

    Nach dem Rennstreckenbesuch ist vor dem Rennstreckenbesuch. Oder so in der Art.

    Die Zeit bis zum Lausitzring muss ich nutzen und die Verkleidung wieder an den Renner pappen. Der Lausitzring ist durchaus schneller als der STC, da macht so eine Verkleidung tatsächlich Sinn.

    Also hab ich eine frische Verkleidung besorgt und wieder mit dem Halter biegen und Löcher bohren angefangen. Ganz genau wie beim letzten Mal ist es nicht geworden, der Fronthalter ist ein wenig aus der Form und die Verkleidungen scheinen je nach Lieferung auch so ihre Formeigenheiten zu haben!

    Jetzt muss ich noch die Scheibe wieder zurecht zuppeln, dort Löcher bohren und dann wieder die Spraydose zum lackieren schwingen. Ich denke aber das sollte bis zum LSR machbar sein.

    VauZweiRad 1100 2V - 524

    Den Luftfilter des stehenden Zylinders habe ich auch mal ausgewaschen und werde ihn neu Ölen, der hat beim Sturz doch ganz ordentlich Staub und Sand abbekommen. Will man ja dann nicht im Motor haben.
    Das Zeug zum lösen des Filteröls stinkt allerdings total erbärmlich, wie auch immer das Zeug Biodegradeable sein soll!

    VauZweiRad 1100 2V - 526

    Zu guter Letzt hab ich dann moch dem Salatdeckel vom Built not Bought einen Ehrenplatz in der Werkstatt verpasst. Dort hängt er jetzt, zusammen mit der Verkleidung welche ich an der Monster hatte. Die kaputte Verkleidung vom BnB muss auch noch an die Wand! ;)

    VauZweiRad 1100 2V - 525

    Built not Bought 2016

    In 2015 gab es ja eine kleine Terminkollision wegen derer ich nicht am Built not Bought teilgenommen hatte. Diese ist aber inzwischen knapp über ein Jahr alt, entwickelt sich prächtig und sagt Papa zu mir. ;)

    Für 2016 stand also dieses Event ganz fest in meinem Kalender. Vor allem da ich ja seit Ende 2014 an meinem 2-Ventil Renner schraube der unter anderem auch für dieses Event entstehen sollte!

    Die Probe am Spreewaldring im April verlief ja eher so mäßig, was allerdings zum großen Teil an einem komplett verregneten Tag lag. Jetzt aber sollte es Sonne satt geben und so war am Donnerstag der Hänger routinemäßig schnell mit den Motorrädern beladen und das Auto mit allem nötigen vollgestopft.

    Auf der Autobahn gab es dann schon erste Informationen von der Vorhut im Fahrerlager: Es ist sehr voll! So war es dann auch, keine Stunde nach Öffnung des selbigen war dieses mehr oder weniger schon komplett belegt. Hier und da waren noch Lücken, welche aber meistens schon für jemanden reserviert waren. In so eine Lücke reihten wir uns dann natürlich auch ein, packten aus und nahmen die technische Abnahme in Angriff.

    War ich im April beim Time Rounds Cup noch mit den sehr restriktiven dB-Eatern gefahren (Limit am STC sind 98dB) wollte ich es nun mit den doch recht offenherzigen Eatern versuchen, denn das Built not Bought hatte eine Ausnahmegenehmigung mit Limit bis 104dB! Die Messung ergab bei mir dann auch einen Wert deutlich unter dem von mir erwarteten und so war die Abnahme überhaupt kein Problem!
    Der Abend war also dann nur noch mit lecker Essen und Benzin quatschen auszufüllen!

    VauZweiRad 1100 2V - 515

    Der Freitag begann dann, wie quasi jeder Tag am Ring, mit Frühstück und Fahrerbesprechung. Die Flaggenkunde hatte allerdings ein paar Neuigkeiten für mich, es gab auch noch eine Rot/Gelb gestreifte Flagge als Warnung über Hindernisse auf der Fahrbahn sowie eine Flagge mit rotem Kreis die einem mitteilen sollte das es ein technisches Problem mit dem Motorrad gäbe.

    Mit schön vorgewärmten Reifen ging es dann auch recht schnell zum ersten Turn. Strecke abchecken, Motorrad durchchecken und wieder dran gewöhnen. Ich merkte dann auch recht schnell das beim flotten angasen aus schnellen Kurven mein Heck ein wenig zu pumpen anfing. Nach dem Turn hab ich dann die Zugstufe am Federbein zwei Klicks geschlossen. Der Weg war auch der richtige, im zweiten Turn pumpte das schon weniger ausgeprägt, aber nochmal zwei Klicks mehr durften es am Ende sein bis das Pumpen komplett verschwand.
    Was auf jeden Fall sofort deutlich besser war, waren die Bremsen. Der Wechsel auf die Brembo SRQ Beläge war genau der Richtige!

    So lief der Tag gut vor sich hin, das Wetter war ordentlich warm und nach einem Turn war man schon deutlich am keuchen. Zumal dieses Jahr meine Kondition nach zwei Monaten Elternzeit irgendwie komplett im Eimer ist. Das Fahrradfahren ins Büro jeden Tag fehlt eben doch und ich Depp war zu faul zum Ausgleichssport machen!

    Im vorletzten Turn übertrieb ich es dann. Ich lief auf eine relativ große Gruppe auf an denen ich Ende Start-Ziel zu einem großen Teil auf der Bremse vorbei kam. Dann waren noch zwei davon vor mir. Einen bekam ich noch elegant nach der Rechtskurve und dann stach mich irgendwie der Hafer! Ich meinte an dem zweiten noch vor der Schikane zur Rechtskurve zu überholen. So fuhr ich mit deutlich zu hohem Tempo und überhaupt nicht auf meiner Linie in die Schikane. Beim Versuch aus dieser mit einem Schwenk nach links noch rauszukommen klappte mir das Vorderrad ein und bevor ich überhaupt wusste was los war überschlug sich die Welt um mich herrum und ich lag auf der Nase. Kacke.

    Zu meinem großen Glück war mir nichts passiert, ich konnte aufstehen und dem Streckenpost mitteilen das ich okay war. Das Motorrad lag auf der linken Seite und der Motor war ausgegangen. Auch Glück.

    Der Turn wurde unterbrochen und der Schandkarren rückte aus um mich einzusammeln. Beim Aufladen fiel auf, dass der Lenkeinschlag in eine Richtung sehr gering war. Später stellte ich dann auch fest warum, der Lenkanschlag hatte sich verbogen! Ohje.

    Das ganze Motorrad und ich selbst auch waren natürlich komplett eingedreckt mit Sand und Gras.
    Die letztens erst lackierte Verkleidung war Schrott, die eingenieteten Verkleidungshörnchen verdreht. Die Nieten gerissen. Die Aluhalter an der Seite verbogen. Ein Stummel hatte sich verdreht. Diverse Hebel hatten Kratzer und Schürfstellen aber nichts war abgebrochen.

    Total froh bin ich übrigens, dass mir der Sturz nicht mit der Monster passiert ist! Das wäre wirklich doof gewesen, denn dann könnte ich sie im Zweifel nicht mehr als Unfallfrei verkaufen, sofern ich das jemals tun werde. Ausserdem sind so originale Monsterteile doch ein bisschen teurer als so Kram für ein 13 Jahre altes SBK Motorrad.

    Die Lederkombi hatte ein Loch am Unterarmschoner, da hatte ich wohl doch noch Kontakt mit dem Asphalt gehabt. Aber Helm und Stiefel gingen unbeschadet aus der Geschichte raus.

    Nun gut, für so eine Kackidee muss man dann halt seinen Preis bezahlen und dafür daraus möglichst etwas lernen. Ich hoffe ich tue das.
    Aber Aufgeben ist trotzdem nicht. Also wurde der Schrott und Dreck vom Motorrad entfernt, der Lenkanschlag gerade gebogen, der Stummel gerichtet und nachdem wir die Gabel einmal entspannt und auf ihre Funktion überprüft hatten und die Kiste auch ansprang war klar: Die Fahrt wird weitergehen!

    Also noch schnell die Kombi bei Rennleder mit einem Flicken reparieren lassen, den verbogenen Verkleidungshalter von Rene von Rasch Moto Aluschweißen lassen, beim Grillmenschen einen Salatdeckel besorgt und dann alles wieder zusammengebaut und mit Kabelbindern fixiert.

    VauZweiRad 1100 2V - 515

    VauZweiRad 1100 2V - 518

    Zum letzten Turn des Tages wurde es nichts, aber am Abend war der Umbau auf Naked Racer fertig. Ein Check durch die Boxengasse zeigte auch das alles noch funktionierte und so stand dem nächsten Tag nichts mehr im Wege! Denn wieder aufsteigen muss sein!

    Der erste Turn galt dann dem technischen Check. Fährt die Kiste noch so wie sie soll, bremst sie noch so wie sie soll. Ist sie noch dicht überall und kann ich damit weiterfahren. Glücklicherweise tat alles wie es sollte. Das fahren war mit Respekt und durchaus sehr Piano, aber ohne Angst!
    Im zweiten Turn wollte ich dann den mentalen Check machen und so schnappte ich mir einen der Instruktoren (späterer Gewinner im BOTT) um mit mir Linie zu fahren. Die ersten beiden Runde fuhr noch ein recht langsamer Buellfahrer mit, dieser ließ sich dann aber wie verabredet zurückfallen und Jörg machte dann mehr Tempo. Ich blieb natürlich dran und das vertrauen ins Motorrad und mich war problemlos wieder da. So flogen wir dann ganz stattlich durch die Kurven und mehr als ein “Super” nach dem Turn bedurfte es keiner weiteren Besprechung mit Jörg.

    Am Nachmittag stand dann auch das Qualifying für das BOTT Rennen auf dem Zeitplan. Ich wusste von einigen die deutlich flotter unterwegs waren als ich. Aber wo in dem Feld aus 22 Startern ich mich einordnen würde, hatte ich keine Ahnung.

    Also Transponder anschrauben und los. Leider war ein bisschen viel Verkehr und ich musste erst an einigen vorbei um mal eine relativ freie Runde zu bekommen. Am Ende war ich dann aber doch sehr erstaunt und extrem zufrieden das ich mit einer 1:43.516 auf dem sechsten Startplatz lag! Das ist auf jeden Fall eine Zeit die ich auch mit der Monster gefahren wäre, ich bin also mit dem neuen Motorrad nicht deutlich langsamer geworden und das freut mich total! Sagt mir dies doch, dass ich was richtig gemacht habe!

    Zufrieden ging es also in die Abendveranstaltung die dieses Jahr beim Built not Bought aus Liveband mit richtig Bühne und so bestand. Leider waren dann doch irgendwie zu wenig Zuschauer da um so richtig Rockkonzert Atmosphäre aufkommen zu lassen und die anwesenden Fahrer waren oftmals auch einfach viel zu platt um jetzt noch den Abend zu rocken.
    Ich war gespannt ob am Sonntag dann doch noch mehr Zuschauer zu den Rennen kommen sollten.

    Später in unserem Hänger, während ich dort so auf meiner Campingliege in meinem Schlafsack lag machte ich mir so meine Gedanken zum Event und wie ich das alles so finde. Es war ja mein erstes Rennstreckenevent das in ein Rennen gipfelte.
    Eines steht fest, das Ursprungsevent Twins meets Classics ist deutlich kuscheliger und netter als Built not Bought.
    Das liegt sicherlich an der Größe des ganzen, aber ich denke es liegt auch daran, dass eben doch viele hier sind um etwas zu gewinnen. Ich kann mich da nicht wirklich ausschliessen. Auch ich fahre gerne eine schnelle Rundenzeit, auch ich fahre gerne vorne mit. Da ist definitiv Ehrgeiz dabei, sonst wäre mein Sturz vermutlich nicht passiert und viele der anderen Schandkarrenfahrten vielleicht auch nicht.
    Und ich finde diesen Ehrgeiz unter den Fahrern, den glaube ich eben doch auch in der Stimmung in der Boxengasse gespürt zu haben.
    Es war jetzt nicht so als wären die Fahrer unkollegial zueinander gewesen oder gar abweisend. Auf keinen Fall, es wurde sich wie gewohnt gegenseitig geholfen, nette Benzingespräche geführt und die Regeln des Anstands wurden durchaus befolgt.
    Eventuell war es ja auch nur mein eigener Ehrgeiz den ich da gespürt habe, vielleicht muss ich da auch an mir arbeiten. Interessant ist es aber allemal. So richtig sicher ob ich das noch mal machen würde, war ich mir an diesem Abend jedenfalls nicht.

    Die Nacht war dann so lala, vor allem weil auf der Kartbahn gegenüber ein 18h Kartrennen gefahren wurde und die Geräusche davon mich immer wieder irgendwie verwirrt aus dem Schlaf rissen. Irgendwann halfen aber die Ohrstöpsel doch und da der Warm-Up Turn erst für 10:30 angesetzt war, konnte ich auch relativ lange am Morgen schlafen.

    Leider hat dann wohl jemand in einem der ersten Warm-Up Turns des Tages eine schöne Ölspur über die Ideallinie gezogen und so war in unserem Turn quasi alles mit Bindemittel voll. Das versaute einem doch gehörig die Linie und da war dann auch nicht mehr als eine 1:47 für mich drin.

    Zu unserem Glück waren aber die Gespanne vor unserem BOTT Rennen dran und so fuhren diese Helden in ihren dreirädrigen Kisten quasi die komplette Strecke wieder frei! Herzlichsten Dank! :)

    Beim Warten auf das erste Motorradrennen meines Lebens ging mir dann wieder einiges durch den Kopf. Der Sturz vom ersten Tag, technische Belange des Motorrades, Startaufstellung und Organisation.

    Bauchkribbeln! Aufregung!

    Dann war es endlich so weit! In lockerer Runde und teilweise sortiert ging es in die Einlaufrunde. Platz nehmen am Startplatz. Elendes verhaspeln beim Neutral finden. Abwarten.
    Dann wurde zur Warm-Up gestartet, jeder für sich. Anfahren üben. Geht, dachte ich. Eine Runde fahren und wieder auf die Startstellung. Was nun, Neutral einlegen oder Kupplung im ersten Gezogen halten. Dauert das noch? Ersten Gang einlegen. Flagge fällt, Ampel geht an, Drehzahl, Ampel aus. AAHH LOS!!

    Gepennt hab ich beim Start! Wurde gleich mal von zwei Fahrern, eine Duc und eine Buell, überholt. Dafür überholte ich den 5. Starter vor der ersten Kurve. Rum und durch. Puh, eng hier! Position 7 also.
    Ich fand dann relativ schnell meine Linie und liess die beiden die mich überholt hatten nicht weg sondern blieb dran. Sauber fahren, dachte ich. Konzentriert, nicht hektisch! Das klappte dann auch ganz gut. Im Eingang der Omega dann an einem vorbei ziehen, das geht! P6 für mich. Weiter fahren und den vor mir nicht weg lassen aber auch nicht Hals über Kopf überholen. Schön zurecht legen und schauen was der Fahrer da macht. Dann zuschlagen und vorbei! Eingang rechts in die Gegengerade innen vorbei, kurz hinter meinem Sturzpunkt quasi! P5 für mich. Yeah! Vollgas, die Buells überholen gerne auf der Bremse Ende Start-Ziel! Jetzt hatte ich erstmal ein Moment Ruhe. Niemand direkt vor mir, freie Bahn. Sauber fahren, Ideallinie und Abstand gut machen. Dann fing es noch an zu tröpfeln und die Strecke wurde ein bisschen nass. Also nahm ich ein wenig Tempo raus, schliesslich hatte ich ja ein wenig Abstand rausgefahren, hoffte ich. Dann legte sich jemand der vorderen Fahrer Ende Start-Ziel in den Sand und so rückte ich eine Position auf, passiert!
    Alles funktionierte hervorragend, die Linie lief rund und ich war erstaunt als ich dann zwei Runden vor Ende nach einer Überrundung auf einmal auf jemanden auflief der kein zu Überrundender war. Da war P3! Wow. Ich war rangekommen und kam immer näher dran, viel fehlte nicht und ich hatte mir schon eine Stelle ausgedacht wo ich trotz teils leicht feuchter Strecke vorbei kommen würde. Aber die Rechnung ging nicht auf, denn wir liefen auf eine Überrundung auf und an der kam er, aber ich nicht gut vorbei. Klar besser gefahren und verdienter 3. Platz für Ihn!
    Dann gab es auch schon die Schwarz-Weisse Flagge für mich und ich freute mich wie ein Schneekönig! P4 ist mehr als ich mir erhofft hatte! P6 halten wäre schon top gewesen!

    Nach dem Rennen trafen sich die Fahrer dann am Kurvenrausch Bus zur Siegerehrung. Eine Ehre war es wirklich! Ganz vorne waren Matze und Jörg um den ersten Platz gefahren, wobei Matze wegen des Regens und Slicks dann zurückstecken musste. Ich landete wie gesagt auf dem vierten Platz und freute mich darüber total, genauso wie sich die anderen über ihre Platzierungen freuten. Es gab Pokale und Schampus, ganz klassisch! ;)

    Gefreut hab ich mich auch über meine Rundenzeit im Rennen, immerhin hat es für eine 1:41.336 gereicht. Nächstes mal darf dann gerne die 1:40 unterschritten werden.

    Wir haben uns dann noch das super Rennen der Open Klasse angeschaut, da wurde wirklich hart um den ersten Platz gekämpft! Mit Vorderradkontakt und überholen in der letzten Runde und so! Was für eine Show!

    Danach das übliche zusammenpacken und heim fahren. Muss dann ja leider am Ende doch auch immerwieder sein.

    Es waren wirklich drei klasse Tage, wenn auch mit Höhen und Tiefen, für deren Organisation ich Micha, Fatma und allen anderen Helfern nur meinen größten Respekt und Dank aussprechen kann! Den Teilnehmern natürlich auch denn ohne die ist so ein Event ja nix wert!

    Komme ich nächstes Jahr wieder zum Built not Bought? Inzwischen denke ich: Ja! :)

    Für mich steht jetzt erstmal Nachbearbeitung des Motorrades an. Kram reparieren, Schrauben checken, weiter sauber machen. Denn das nächste Rennstreckenevent steht schon quasi vor der Tür!

    Was sich so an Dreck bei eimem Sturz sammelt

    Was sich so an Dreck bei eimem Sturz sammelt

    Ein kleines Schwarzes

    Zeitlich war irgendwie das lackieren lassen der Frontverkleidung nicht mehr drin, zuviele andere Dinge bedurften meiner Aufmerksamkeit. Aber so ganz unlackiert will ich zum BnB dann doch nicht antreten. Also hab ich mir mattschwarzen Felgenlack besorgt, solchen den man bei nicht gefallen wieder abziehen kann. Damit hatte ich vor Ewigkeiten schon einmal einen Lampenring der SV lackiert und damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Also zwei Dosen davon geordert und bei gutem Wetter an die Arbeit gemacht. Immer mit so 10 Minuten Pause pro Schicht und davon so 6-7. Dann passte das ganz gut.

    Nach mindestens einer Stunde trocknen ist das ganze dann fest und kann verbaut werden. Ich finde das ist ganz okay geworden und kann erstmal so bleiben!

    Dann noch die Dauerstartnummer aus weißer Klebefolie ausgeschnitten und logischerweise nicht hundertprozentig gerade aufgeklebt.. Perfektion wäre ja noch schöner! ;)

    VauZweiRad 1100 2V - 11154

    Bei der Kupplungsverkleidung hab ich dann noch kurzerhand die Flex angesetzt, bisschen Frischluft muss sein!

    VauZweiRad 1100 2V - 11153

    Jetzt bin ich eigentlich durch und ein Haufen mit Kram fürs BnB ist auch schon zusammen getragen. Donnerstag am späten Nachmittag geht es los! Hoffentlich spielt das Wetter mit und das Mopped hält. ;)

    Shakedown am STC

    Freitag Abend sind wir recht spät am STC angekommen, aber Familieabendbrot musste noch sein!

    Die Nacht war so lala, die Campingliege welche ich von meinen Eltern bekommen habe ist aber auf jedenfall eine deutliche Verbesserungzum liegen auf dem blanken Hängerboden. Der Bringer war auf jedenfall eine Wärmflasche zusammen mit einem Wasserkocher. So hat man beinahe die ganze Nacht es schön warm im Schlafsack.

    Am Morgen sah alles ganz gut aus, Regenvorhersage sah auch okay aus. Durch die technische Abnahme musste ich ja noch. Die bestand dann auch nur aus der Geräuschmessung. Mit den nicht so restriktiven Eatern war es ein bisschen sehr grenzwertig und so musste ich die 32BF zum Einsatz bringen. Die brachten dann auch 4dB weniger und ich landete bei 95dB. Erste Hürde geschafft!

    Der zweite Turn des Tages war meiner, also rauf auf die Kiste und los. Uh ungewohnt, Rasten sehr hoch, umgedrehtes Schaltschema, neue Stiefel. Erstmal Piano!

    VauZweiRad 1100 2V - 478

    Aber eigentlich lief die Kiste ganz gut, fährt sich sehr sehr handlich und der Motor hat ordentlich Qualm! Das Fahrwerk war aber natürlich Gurke eingestellt von der Dämpfung her.
    Leider gab es dann am Ende der letzten Runde auf einmal ordentlich Radau vom Motor und die Leistung war ein weg. Es blies dann fröhlich aus der Öffnung für die Lambdasonde im Krümmer. Da hatte es den Stopfen losvibriert und der war nun verlustig gegangen, doof wenn man die nicht sichert!
    Die Runde bin ich dann noch langsam zu Ende gefahren und im Fahrerlager mich nach einer passenden Ersatzschraube durchgefragt und tatsächlich hatte jemand eine im Fundus die er mir geborgt hat!

    VauZweiRad 1100 2V - 11138

    Dann fing es an zu regnen. Und regnete und regnete und regnete..

    Den ganzen lieben langen Tag!

    Regenreifen hatte ich natürlich nicht und wollte ich auch nicht. Schon zuviel neues am und ums Motorrad, da brauche ich alle Kopfleistung fürs Fahren und nicht noch für nasse Strecke. Also hiess es den ganzen Tag warten, aber immerhin ein bisschen Zeit um mal ein wenig Fahrwerk einzustellen. Dabei musste ich leider feststellen, dass man durch die Aluachse die Druckstufenschraube am rechten Gabelfuss nicht erreicht. Blöd, unklar warum die Bohrung falsch ist oder was ich falsch zusammen gebaut habe. Doof auch wenn man das nicht schon in der Werkstatt checkt. ;)

    Zum letzten Turn tauchte dann aber tatsächliche die Sonne auf und die Strecke trocknete tatsächlich ab. Also nochmal auf die Kiste gesprungen und los! Viel besser mit bisschen Dämpfung an der Gabel!
    Alles lief prima, aber dann hat sich lieder am Ende der Gegengerade jemand wirklich übel in die Botanik gemacht. Das Motorrad war total klump, Öl auf der Strecke, Fahrer okay.
    Die Reinungsarbeiten waren dann fertig als unser Turn zuende war. Nun gut, dann eben einpacken und heim!

    Klar ist auf jedenfall, es sind noch ein paar Kleinigkeiten an dem Motorrad zu verändern, ein paar Feineinstellungen der Hebeleien und so etwas. Im großen und ganzen bin ich aber sehr zufrieden, das Motorrad funktioniert erstmal und macht echt Laune!

    Endspurt für den Shakedown

    In zwei Wochen ist Rollout zum TimeRoundsCup auf dem ich meinen Shakedown machen möchte, um zu sehen was alles so abfällt vom Motorrad, bevor es dann zum BnB2016 geht.

    Inzwischen sind die großen Baustellen alle erledigt!

    Der Verkleidungshalter ist fertig, die Verkleidung gebohrt und die Scheibe auch entsprechend bearbeitet. Lackiert wird vor dem Shakedown nicht, erstens würde ich das zeitlich nicht schaffen und zweitens muss ich erstmal sehen ob das alles überhaupt so hält bevor ich für Geld Lack auftragen lasse.

    Den Batteriehalter habe ich fertig gebaut und die Batterie hat ihr kuscheliges Plätzchen im Frontverkleidungshalter gefunden.

    VauZweiRad 1100 2V - 449

    VauZweiRad 1100 2V - 454

    Heute hab ich dann noch das Thema Fahrwerk angegangen. Die Originalen 9,5er Federn waren zu Hart. Ausgelegt für das deutliche Mehrgewicht der 749 mit einem Trumm an Lampenhalter, Wasserkühlung, schwererem Motor etc.pp. So kam ich schon beim Messen des statischen Negativfederweges (nur das Fahrzeug, ohne Fahrer) nicht in den grünen Bereich. Also hab ich mir 9,0er Federn von Wilbers besorgt und diese heute eingebaut und siehe da, passt genau! Sowohl statisch als auch dynamisch (mit Fahrer)!

    Die Vorspannung des Federbeines habe ich dann mit Hilfe des Schrauberkollegen auch noch an den grünen Bereich gebracht. Leider passt das nicht so ganz 100%ig wie ich mir das erhofft hatte. Die Feder ist dann wohl doch tatsächlich zu weich! Obwohl es die Feder vom Biposto Motorrad ist. Aber viel weg vom Idealwert war es nicht und ich denke das kann erstmal so bleiben.

    Den Lenkkopfwinkel des Motorrades, den man bei der 749S ja verändern kann, habe ich auf Steil gestellt. Mal sehen wie die Fuhre sich so fährt.

    VauZweiRad 1100 2V - 470

    VauZweiRad 1100 2V - 468

    Slicks hat die Gute auch bekommen. Bisher bin ich immer Metzeler K3 gefahren, aber da dieses Motorrad ja keinerlei Straßentauglichkeit bedarf, kann ich mal profillose Rennreifen ausprobieren. Geworden sind es Diablo Superbike Pro von Pirelli. Da bin ich schon sehr gespannt!

    VauZweiRad 1100 2V - 475

    Was bleibt sind noch ein paar Schrauben die ich tauschen möchte und ein paar ölführende Teile die der Sicherung bedürfen. Dann kann es eigentlich, sofern nicht noch was unvorhergesehenes passiert, losgehen! Wahnsinn!

    Hart Löten oder Scheitern

    Die letzte große Baustelle am Rennmotorrad ist der Verkleidungshalter. Aus dem Regal gibt es natürlich nichts, es ist also mal wieder Zeit zum basteln.

    Ich habe zwar einen Alu-Verkleidungshalter für eine Rennverkleidung der 749, dieser passt aber natürlich auch nicht. Aber den kann man ja passend machen! Schon alleine aus dem Grund, dass er scheinbar schon einen Sturz hinter sich hat und der rechte obere Holm den Abgang macht.

    Mein Plan war also den bestehenden Halter zu bearbeiten, die Holme zu kürzen und dann für meine Verkleidung passende Holme anzubringen. Als Verfahren dafür, dachte ich, würde sich das Hartlöten von Alu ganz gut machen. Aber man soll seine Pläne ja nicht ohne die Realität machen! Erstmal war aber dran die Alurohre passend zu biegen.

    Nach dem Absägen der Holme stellte sich dann raus, dass das Rohr des bestehenden Halters bei 20mm Aussendurchmesser und 2,5mm Wandstärke wunderbar Rohre mit 15mm Aussendurchmesser aufnehmen kann.
    Ergo wurden diese besorgt und mit einem Rohrbiegeapperat solange gebogen bis sie zur Verkleidung passten. Aufs füllen der Rohre mit Sand hab ich mal verzichtet, die quetschung hielt sich in Grenzen und stört jetzt nicht wirklich.

    VauZweiRad 1100 2V - 437

    VauZweiRad 1100 2V - 435

    Danach ging es also ans Löten!

    Beim Hartlöten muss man das Werkstück auf ca. 575-585°C erhitzen. Alternativ kann man auch Weichlöten, dann muss man “nur” 430-450°C erreichen. Es stellte sich dann aber schnell herraus, das ich mit dem Brenner den wir in der Werkstatt haben niemals auf diese Temperatur kommen würde. Aber dem hätte man mit einem größeren Brenner ja Abhilfe verschaffen können.
    Nur leider ist der Verkleidungshalter schwarz lackiert und schon bei um die 250°C fängt der Lack ekelig an zu stinken und qualmt fröhlich vor sich hin.

    Man könnte den jetzt noch entlacken, aber auf Panscherei mit Chemie in der kalten Werkstatt ohne fliessendes Wasser habe ich noch weniger Lust und das jemanden machen lassen, dazu ist der Halter schon zu ramponiert.

    Also nix mit Löten, erstmal gescheitert.

    Es musste eine andere Lösung her, jedenfalls bevor ich mich daran mache einen komplett eigenen Halter von Grund auf zu bauen. Wenn ich denn da mal zu komme.

    Die passende Idee hatte dann der Nachbar aus der Werkstatt nebenan, warum nicht Nieten? Ja warum eigentlich nicht! Passende Blindnieten fanden sich relativ schnell, Löcher in die Rohre bohren ist dank Standbohrmaschine kein großer Akt. Zack bumm, schon waren die Dinger fest.

    VauZweiRad 1100 2V - 446

    VauZweiRad 1100 2V - 447

    Ich denke mal das sollte erstmal halten, die Rohre sind ja ca. 5-6cm ineinander geschoben. Jetzt muss ich noch Befestigungen für die Verkleidung an den Holmen sowie am Rahmen basteln, dann die entsprechenden Löcher in die Verkleidung bringen und noch ein bisschen zurecht schnippeln.
    Wenn das alles hält die Scheibe entsprechend mit Löchern versehen und montieren. Dann wäre eigentlich alles fertig zum Lackieren. Ob ich letzteres aber vor dem Termin im April schaffe, schwierig.

    VauZweiRad 1100 2V - 442

    Hier noch ein Bild wo die Reise hingeht:

    VauZweiRad-preview

    Gewichtsmessung

    Mal eine Gewichtsmessung mit der Personenwaage vorgenommen. Komplett ohne Sprit. Mit Seitenständer und Gussfelgen.

    Cam-lWHWIAAMN2H

    Irgendwie haut da noch die Verteilung nicht hin. 48/52 (V/H) ist zu Hecklastig. 50/50 wäre okay, kommt mit halbvollem Tank auch hin. Eigentlich sollte es aber gen 52/48 gehen. Da muss ich wohl nochmal schauen.

    Aber der Gesamtwert stimmt mich froh! :)

    Geräuschmessung, die Dritte

    Ich hab mir jetzt doch noch ein Chinakracher als Geräuschmessgerät besorgt und die ganze Messung des Standgeräuschs wiederholt. Auch hab mich mir einen weiteren Satz dB-Eater für die Endtöpfe besorgt, welche deutlich restriktiver sind.

    VauZweiRad 1100 2V - 11093

    Gemessen habe ich wieder in 0,5m Entfernung in 45° Winkel zur Fahrzeuglängsachse, Höhe zwischen den beiden Endtöpfen. Werte sind in dB(A) und der Durchschnitte aus mindestens zwei Messungen. Kupplungskorb ist zu und ich halte beim Messen die Kupplung gezogen, macht aber auch keinen wirklichen Unterschied, denn ich hab mit und ohne gemessen.

    dB-Eater 4500rpm 4000rpm
    normal 105.75 103.7
    32BF 99.6 98.7
    ohne 105.8

    Man sieht das mein anderes Messgerät scheinbar nicht so verkehrt misst. Allerdings kann man sich dort mit dem Umschalten der Messbereiche auch irgendwie ein Ei legen wie mir scheint. Aber die Werte zu meiner zweiten Messung sind nicht so unterschiedlich.

    Die gute Nachricht ist aber, das ich mit den restriktiven dB-Eatern die 98 dB(A) schaffen sollte, sofern der Motor ordentlich warm ist!
    Die schlechte, es klingt scheisse und frisst vermutlich ordentlich Leistung! Schon im Stand merkt man das der Motor deutlich weniger gut hochdreht.

    Aber der restriktivste Termin ist der im April beim Timeroundscup am STC, da muss ich die 98 dB(A) schaffen bzw. 90 dB(A) Fahrgeräusch in 15m Entfernung. Aber das ist für mich sowieso nur ein Einrolltermin.

    Beim Built not Bought gibts am STC eine Ausnahmeregelung mit 104 dB(A) Standgeräusch und 96 dB(A) Fahrgeräusch, die könnte ich also sogar mit den normalen dB-Eatern schaffen! :)

    Am Lausitzring ist das Limit sehr hoch (102 dB(A) erlaubt!) und in Most weiss man nicht wie “Lautstärkebegrenzung” geschrieben wird!

    VauZweiRad 1100 2V - 11091

    Prüfstandsabstimmung bei Kämna

    Vorgestern war es so weit. Das Zweirädrige war schnell ins Vierrädrige bzw. das Schöne ins Praktische verladen. Dann ging sie auch schon los, die wilde Fahrt nach Otterstedt! Wobei sie so wild nicht war, weil sich das Praktische als ganz schön praktisch und vor allem entspannt rausstellte. 130 auf die Bahn, Tempomat rein, Sitzheizung an.
    Wenn ich groß bin, will ich auch so einen Bus!

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    In Otterstedt angekommen kübelte es was das Zeug hielt und nach einem kleinen Hallo bei Kämna beschlossen wir das Ausladen auf den nächsten Tag zu verschieben und stattdessen Essen zu gehen.

    Die Schandtaten sollten ja eh am nächsten Tag erfolgen, und so war das dann auch. Das Schöne aus dem Praktischen raus, rauf auf den Prüfstand. Abgasabsauganlage rantüdeln, Mopped verkabeln, Ready, Steady, Go!

    VauZweiRad 1100 2V - 398

    VauZweiRad 1100 2V - 399

    Na gut, so schnell schiessen die Norddeutschen nicht. Oder waren es die Preussen? Egal.
    Motor aufwärmen muss natürlich sein, Ist-Zustand feststellen und so.
    Da gab es dann auch prompt ein Problem. Die von mir mit neuen Reibscheiben versehene Kupplung rutschte munter beim Gasgeben durch. Also auseinander, Stahlscheibe nachlegen, einbauen. Tut sich nix mehr am Kupplungshebel?! Stellt sich raus, die Druckstange ist zu kurz! Sowas. Aber das war schnell mit einem kleinen Distanzstück gefixt. Kupplung rutschte aber trotzdem, allerdings mit der Zeit immer weniger. Die Reibscheiben legen sich wohl an. Da muss ich wohl nochmal bei.

    VauZweiRad 1100 2V - 401

    Erfreulicherweise funktionierte der Rest ganz hervorragend. Die beiden Zylinder arbeiten durch die exakt gleiche Krümmerlänge sehr homogen. Schon das nicht zylinderselektiv abgestimmte Ergebnis war durchaus erfreulich und musste im Schritt des zylinderselektiven Abstimmens nur minimal verfeinert werden.

    Das Ergebnis finde ich kann sich durchaus sehen lassen und macht mich durchaus zufrieden. Ich denke man kann sagen, Serienleistung voll erreicht!

    VauZweiRad_1100Evo_15.1.16

    Nach dem Mittagessen kam das schöne Laute wieder in das praktische Große und der Heimweg ist Geschichte. Jetzt geht es dann wohl an die restlichen Baustellen, Verkleidung und vor allem: bisschen leiser bekommen! :)

    Zweite Geräuschmessung

    Die Messung mit dem Mobiltelefon war ja mehr als optimistisch, aber vertrauen kann ich ihr irgendwie nicht. Ich hatte dann die Wahl, ein preiswertes digitales Messgerät aus China oder irgendwas bisschen besseres. Am Ende ist es dann ein gebrauchtes Sobond Labs 33-2055 geworden, quasi für den gleichen Preis wie so ein Chinakracher.

    VauZweiRad 1100 2V - 387

    Nun war es also an der Reihe die Messung zu wiederholen. Wieder Messaufbau gemacht, Motorrad an und dann Messen. Aber ich staunte nicht schlecht, das Messgerät meinte stolze 107dB! Und zwar egal ob mit oder ohne dB-Eater! Egal ob bei 5000rpm oder 3700rpm.
    Dann wollte ich nochmal die Messung mit db-Eater und gezogener Kupplung wiederholen um zu sehen welche Auswirkung das hat. Motor aus, dB-Eater wieder rein und Mopped wieder an.
    Beim starten musste ich ja immer bisschen Gas geben, weil die Kiste sonst nicht vernünftig anspringt. Da schnellte die Drehzahl mal eben gen 8.000 rpm, ging wieder runter aber dann lief die Kiste auf einmal total unrund?!

    VauZweiRad 1100 2V - 389

    Was war das? Hab ich sie jetzt überdreht?! Neee, kann nicht sein. Trotzdem machte sich leichte Panik breit. Vielleicht Riemen übergesprungen, Ventilsalat? Wilde Bilder blitzten in meinem Kopf auf. Ganz ruhig jetzt!
    Sprit gecheckt, genug drin.
    Dann mal schauen ob einer der Zylinder nicht mitläuft und richtig, bei der Überprüfung der Krümmertemperatur blieb der vom stehenden Zylinder relativ kalt, während der vom liegenden Zylinder heiss wurde.
    Vielleicht Zündkerze hinüber, eben getauscht, half aber nix.

    Also gut, in die Werkstatt schieben und auf die Hebebühne.

    Dann hab ich erstmal, zum runterkommen, die Lautstärke der Monster gemessen. Die musste Zwecks Öl ablassen, um das Öldruckproblem zu erforschen, eh warmlaufen.

    Auch da staunte ich nicht schlecht, denn auch diese Messung ergab 107dB! Das kann nicht sein, denn die Monster hat dB-Eater drin und genau so habe ich sie schon durch so manche Lautstärkemessung an diversen Rennstrecken gebracht. Auch subjektiv sind VauZweiRad 2V und Monster nicht wirklich unterschiedlich Laut. Mit dem Telefon gemessen war die Monster auch im ähnlichen Bereich wie die VauZweiRad 2V.

    Es bleibt also nur ein Schluss zu: auch dieses Messgerät misst Mist!
    Ich habe jetzt mal einen Eichservice angeschrieben und ein Angebot zur Kalibrierung eingeholt, mal sehen was so etwas kostet.

    Danach ging es aber weiter mit dem nicht laufenden stehenden Zylinder.

    Erstmal Tank runter um an alles ranzukommen, ich liebe meine Benzin-Schnellverschlüsse!
    Gut, was kann sein das der Topf nicht mitläuft? Kein Sprit, kein Zündfunke, Falschluft, keine Kompression.

    Mit dem einfachsten hab ich angefangen, die Falschluft. Also mal an der Einspritzbrücke schauen ob irgendwas ab ist. Viel gibts da ja nicht, aber tatsächlich da war etwas ab! Der Stopfen der bei mir die Anschlüsse für den Steppermotor verschliesst, welcher im Standgas die Luftzufuhr steuern würde, war offen! Eigentlich war dort so eine Verkleidungsschraube in einen Gummischlauch eingedreht, aber scheinbar hatte sich diese gelöst und nun zog der Motor durch ein 8mm Loch Falschluft!

    VauZweiRad 1100 2V - 388

    Na das kann ja nicht funktionieren! Die Schraube hab ich sogar draussen noch gefunden. Der Gummi der Verkleidungsschraube war wohl geschmolzen. Ohje. Also kurz für Ersatz gesorgt und alles wieder zusammengebaut.

    Japp, läuft wieder die Kiste! Gefühlt sogar besser als vorher! ;)

    Mit der Monster konnte ich dann erstmal aus Zeitmangel nicht weiter machen, aber immerhin ist das Öl schon mal abgelassen.

    Die Geräuschmessung muss ich nochmal wiederholen, entweder mit geeichtem Gerät oder mit einem wo ich weiss das es funktioniert und realistische Werte liefert. Die Gummistopfen muss ich noch tauschen, mal sehen ob ich was taugliches finde.

    PS: Mir ist übrigens eingefallen, dass der Gummi der Verkleidungsschraube nicht geschmolzen ist. Hatte mich schon bisschen gewundert, denn an der Stelle wird es gar nicht so heiss. Das Gummi wurde schlicht und ergreifend vom Benzin zersetzt! Ich werd mal gucken ob ich da so passende Gummikappen finde wie sie auch an Unterdruckanschlüssen für Vergaser zum Einsatz kommen.